Archiv der Kategorie: ► Unterwegs in Bildern:

In “Unterwegs in Bildern” und ihren Unterverzeichnissen beschnuppern wir unsere Welt bei Kurzurlauben, gemeinsamen Wanderungen oder Fahrradtouren. Mehr zu unseren „größeren“ und „großen“ Unternehmungen in die Ferne (Städte- und Länderreisen) habe ich auf den Seiten REISEN UND BERICHTE eingestellt.

Rochlitzer Berg und Kloster Wechselburg

Pfingstmontag, 25.05.2026 und nochmals am Mittwoch, 03.06.2026

Rochlitzer Berg und Kloster/Basilika Wechselburg

Die Koordinaten · 51° 1′ 36″ N , 12° 46′ 14″ O sollte man im Auge behalten. Denn: Sie führen zu zwei Zielen, die abseits von Hektik, Alltagsstreß, Autobahnen und Schnellstraßen liegen und deren Liebreiz sich erst beim genauen Hinschauen offenbart: Der Rochlitzer Berg mit seinem hübschen Bergrestaurant „Türmerhaus“ auf dessen Kuppe und die romantische Talschleife der Zwickauer Mulde mit dem Kloster Wechselburg am Fuße des Berges. Beides gut ausgeschildert und ab Freiberg z.B. über Bräunsdorf, Hainichen, Mittweida und Rochlitz in ca. einer Autostunde erreichbar.

Auf dem Rochlitzer Berg

Die Kuppe des Rochlitzer Berges mit porphyrnem Aussichtsturm und modernem Sendeturm der Telekom, im Vordergrund Rochlitz mit Schloß und der St. Petri-Kirche  

Inmitten des Sächsischen Hügellandes, zwischen dem Erzgebirgsvorland und der Leipziger Tieflandsbucht, erhebt sich der mit 353m weithin sichtbare Kegel des Rochitzer Berges. Von seinem 28m hohen Aussichtsturm aus bieten sich bei guter Witterung Aussichten bis nach Leipzig, Chemnitz, dem Collm und in das Erzgebirge. Der Turm wurde in Gedenken an König Friedrich August II. im Jahre 1860 errichtet (und hat, wenn ich mich nicht verzählt habe, 120 Stufen, die zu seiner Aussichtsplattform führen).  

Das gesamte Gebiet gehört geowissenschaftlich zur sogenannten Rochlitz-Eruption, einem Super-Vulkanausbruch, der vor ca. 290 Millionen Jahren zu einem Kraterkessel von 50x30km (Rochlitz-Caldera) geführt hat. Und im Ergebnis zu einem großen Vorkommen an Porphyrgestein, das seit ca. 900 Jahren auf und rund um den Berg abgebaut wird. 

Ein Geolehrpfad über 15 Stationen, der unterhalb des Türmerhauses beginnt, vermittelt Eindrücke über Geschichte und Geschichten aus dieser Zeit. Die bequeme Rundwanderung auf weitgehend ebenen Pfaden dauert ca. 1Stunde. 

Wir halten auf dem 2. Parkplatz des Rochlitzer Berges und gehen noch etwa ca. 10 min zu Fuß. Nach dem Passieren des an der Zufahrtstraße gelegenen Restaurants „Waldschlößchen“ und dem linksseitigen Aufgang über einen breiten Treppenweg (oben links) sind wir am Bergrestaurant „Türmerhaus“ angekommen. Auch der Aussichtsturm öffnet offenbar gerade für uns seine Pforten- vielen Dank! (rechts)

Pfingstwetter vom Feinsten!

Auch die ersten Wanderer trudeln ein….

Grandiose Ausssichten vom Turm in alle Richtungen (oben und unten), in der Mitte eine abgehobelte, rot leuchtende Porphyrwand auf dem Lehr- und Wanderpfad

Das Abbaugebiet Gleisbergbruch mit verlassener Technik und senkrechten Felsabstürzen (oben), Porphyr-Kletterfelsen „in Betrieb“, sowie Wände und Stationen im benachbarten Seidelbruch (unten)

Blick von einer der Aussichtsplattformen in die Porphyrbrüche (oben), Bergkeller, Einsiedelei und Gedenkstele am Fuße eines der Abbau-Trichter (unten). Achtung: Die angelegten Wege sollten nicht verlassen werden!

Kloster Wechselburg

Vom Rochlitzer Berg aus erreichen wir in 8 Autominuten über Mutzscheroda den Ort Wechselburg. Der malerische Ort ist an einer der vielen Muldenscheifen gelegen. Kleine Gassen und schmucke Straßen schlängeln sich aufwärts vom Muldental und den umliegenden Klosterdörfern hin zum historischen Marktplatz.

Wechselburg beherbergt eine Klosteranlage, die früher als Kloster Zschillen bekannt war. Das noch heute aktive Mönchskloster der Benediktiner aus dem Priorat Ettal ist ein spirituelles Anwesen voller Geschichte. Besonders beeindruckend: Die romanische Basilika aus dem 12. Jhd. mit dem Grabmahl der Stifterfamilie. Gegründet wurde das Kloster durch Graf Dedo von Groitzsch (1142-1190) nach Erhalt des Grundstücks durch seinen Vater Konrad *). Es kam später in den Besitz des sächsischen Herzogs Moritz (1521-1553), der es mit den Herren von Schönberg gegen Orte in der Sächsischen Schweiz tauschte. Dieser Tausch führte zum heutigen Ortsnamen Wechselburg.

Ein wunderschöner Ort der Stille, Ruhe und Kraft.

Vor der romanischen Basilika Wechselburg, Baubeginn war um das Jahr 1160

„in Illo uno unum“: „In dem Einen sind wir eins“ (Wahlspruch Leo XIV. vor dem Torhaus)

In der Basilika

Chorgestühl und Lettner- der Trennwand zwischen Gemeinde und Chorraum (oben), unten die Grabmahle des Gründers Dedo von Groitzsch und seiner Frau Mechthild

Wechselburg

*): Konrad I. von Wettin, Markgraf von Meißen: Vater des Geschlechts der Wettiner, beigesetzt in der —> Erbbegräbnisstätte der Wettiner auf dem Petersberg/Halle

Quellen:

♦ https://de.wikipedia.org/wiki/Rochlitzer_Berg

Bergrestaurant Türmerhaus 

https://www.kloster-wechselburg.de/basilika/

 

Karte:

© OpenStreetMap-Mitwirkende

(v.k.)

In Malta, dem Land des Johanniter Ritterordens

29.04.-06.05.2026

So in etwa könnte es ausgesehen haben, als sich im Mai 1565 die Formationen der Maltesischen Ordensritter vor ihren Befestigungsanlagen versammelten, um den Angriff des Osmanischen Sultans Süleyman zu erwarten. 1.000 Ritter  vom Sankt Johannis Spital zu Jerusalem (Johanniter) und 8.000 Verteidiger erwarteten vor dem Fort St. Elmo die Flotte mit 40.000 gut gerüsteten Osmanen, nachdem die Malteser Bevölkerung bereits in den wenigen befestigten Orten der Insel Zuflucht gefunden hatte.

Wir wollten mehr über diese Zeit und die nachfolgenden Geschehnisse auf der Insel Malta erfahren: Über die Geschichte des Johanniterordens und seine Festungen, den Palast des Großmeisters und die St. John`s Ordenskathedrale. Aber auch über die anderen Städte der kleinen Inselrepublik, seine Sehenswürdigkeiten und die Menschen auf den Inseln Malta & Gozo. Nach einem Jahr krankheitsbedingter Pause geht es also wieder einmal auf große Reise…     

(v.k.)

Theodor Körner und Großzschocher, Juni 1813

27.04.2026

Theodor Körner und Großzschocher,  Juni 1813

Im Juni des Jahres 1813 sind es noch mehr als vier Monate bis zur großen Völkerschlacht vor den Toren Leipzigs zwischen den alliierten Truppen Preußens, Rußlands, Österreichs und der napoleonischen Armee.

In den Frühjahrs- und Sommerfeldzügen des Jahres 1813 und nach den für beide Seiten verlustreichen Schlachten von Großgörschen (2.Mai) und Bautzen (20./21.Mai) ist in beiden Lagern Zeitgewinn, insbesondere zur weiteren Mobilmachung und Kräftigung der Heere, angesagt. Dies betrifft auch das Freikorps der Lützower, welches sich- unter preußischem Oberkommando stehend- in Sachsen aufhält. Inmitten dieser Freischar aus deutschen Patrioten mit ihren einheitlich schwarzgefärbten Uniformröcken befindet sich auch der ehemalige Student und junge Theaterdichter Theodor Körner (zwischen 1808-1812 Studienansätze an der Bergakademie Freiberg sowie an den Universitäten Leipzig & Berlin; ab 1812 dann Anstellung als Theaterdichter im Burgtheater Wien, wo er erste Gedichte, Dramen und Theaterstücke verfaßt). Unmittelbar nach dem Aufruf des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. gibt Körner seine Stellung auf und schließt sich im März 1813 in Breslau dem Freiwilligenkorps des preußischen Majors Adolph von Lützow an. 

Die Waffenstillstandsvereinbarung von Pläswitz, Königreich Preußen, 4. Juni 1813

Am 4. Juni 1813 wird im schlesischen Pläswitz ein auf zwei Monate befristeter Waffenstillstand zwischen Preußen, Rußland und Napoleon vereinbart, der am 5. Juni in Kraft tritt. Laut dessen Bestimmung haben sich alle preußischen Truppen bis zum 12. Juni hinter die vereinbarte Demarkationslinie nördlich der Elbe zurückzuziehen. Als Unterhändler fungieren der preußische General von Kleist, der russische Graf Schuwalow und der französische Diplomat Coulaincourt.

Die Mitteilung über den Beginn dieses Waffenstillstandes erreicht das ca. 500 Mann starke Lützowsche Freiwilligenkorps allerdings erst am 9. Juni bei Eichigt im sächsischen Vogtland. Sehr spät und hinter den feindlichen Linien, d.h. mitten im französisch besetzten Gebiet. Am Tag zuvor ist der Versuch des Freikorps gescheitert, die Stadt Hof zu besetzen. Dieser mißglückte Handstreich, bei dem es Tote und Verwundete gibt, hätte während des Waffenstillstands nicht stattfinden dürfen. Sind die bei Lützow verspätet eingetroffenen Ordres der schwierigen Nachrichtenübermittlung in diesen Tagen geschuldet? Oder sind es Nachlässigkeit oder gar Absicht durch das preußische Hauptquartier? Diese Frage ist bis heute nicht beantwortet.

Lützow bleiben für einen Ausweich noch drei Tage, doch er zögert und führt seine Truppen nicht in das neutrale Böhmen, sondern im Eilmarsch über Gera, Zeitz und Großgörschen weiter nach Norden durch das mit Napoleon verbündete Sachsen. Wagemut oder Nachlässigkeit? Nach Abmarsch aus seinem Biwak bei Kitzen, südwestlich von Leipzig, wird das Korps auf der Strasse zwischen Kitzen und Kleinschkorlopp am 17.06.1813 von einer Übermacht an württembergischer und französischer Kavallerie unter deren Generälen Norman und Fournier gestellt. Lützows Bitte um freies Geleit, da in friedlicher Absicht, wird nicht entsprochen, sein Korps wird nach kurzer Unterredung mit Fournier massiv angegriffen. Der Durchbruch aus der feindlichen Umzingelung gelingt nur unter großen Verlusten: Ca. 100 seiner Männer fallen, 90-150 geraten in Gefangenschaft (die Zahlen variieren je nach Quelle). Lützow selbst gerät in Gefangenschaft, kann aber noch in der gleichen Nacht fliehen. Der Rest, darunter auch Körner, kann entkommen. Ein großer Teil gelangt über die Elbe hinter die Demarkationslinie.

Auch dies ist ein Bruch des vereinbarten Waffenstillstandes. In einer Depesche an Napoleons Generalstabschef A. Berthier beschwert sich Feldmarschall Barclay de Tolly, Oberbefehlshaber der preußisch-russischen Truppen, über dieses „absolut unerklärliche Vorgehen bei Kitzen gegen das Korps von Major von Lützow“ und schlägt den Franzosen im Juli eine dringende Untersuchung der Angelegenheit vor. Dabei schließt er allerdings auch ein Fehlverhalten des Lützowschen Freikorps nicht aus…

Der Weg der Lützower in Sachsen bis zum Gefecht bei Kitzen und des schwerverwundeten Körner nach Großzschocher, Karte: ©OpenStreetMap-Mitwirkende

Körner selbst wird bei dieser Aktion durch einen Säbelhieb schwer verwundet. Er kann von Kameraden noch verbunden werden und sich zu Pferd mit Mühe in ein kleines Waldstück in der Elsteraue nahe der Gemeinde Großzschocher retten…

Sicht auf das bewaldete Gelände bei Großzschocher zwischen Elsteraue und Knauthainer Elstermühlgraben…

…in dem sich nach dem Scharmützel der schwerverwundete Körner verstecken kann

Das ehemalige Großzschochersche Guts-Gärtnerhaus in der Huttenstraße 2a 

Körner wird schon am nächsten Tag nach Hinweisen von Kameraden gefunden und in eine Kammer der Gärtnerwohnung in Großzschocher gebracht, wo er vor seinen Häschern versteckt und notdürftig gepflegt wird.

Im ehemaligen Guts-Gärtnerhaus: Wohl niemand ahnt, daß hinter dem Schrank im Erdgeschoß (oben links) eine schmale Holztreppe in die Kammer führt, in dem Körner eine Nacht verbracht hat (unten links). Unten rechts: Im interessanten Gedankenaustausch mit Herrn Hiller vom Bürger- und Förderverein Körnerhaus Großzschocher e.V. 

Bereits am nächsten Tag, also am 19. Juni, bringt ihn ein kleiner Kahn über das Dorf Schleußig bis zu „Rudolfs Garten“ (einem damals beliebten Ziel der Leipziger Gondelpartien) und zum Haus von Dr. Wendler. Neben der Androhung der Todesstrafe durch Napoleon gegen Jedermann, der einen Lützower („Bandit noirs“) aufnimmt, hilft oder begünstigt, ist zudem auf Körner ein hohes Kopfgeld ausgesetzt. So bringt ihn der Arzt am 25. Juni nach Kalmdorf, ein Gut in der Nähe von Borna. Am 29. Juni gelangt Körner schließlich bei Gottesgab über die Böhmische Grenze nach Karlsbad, wo er seine Kopfverletzung auskurieren kann. Doch schon zwei Monate später ist er bereits wieder bei „seinen“ Lützowern in Mecklenburg, wo er am 26. August beim Angriff auf einen französischen Troß im Forst von Rosenow bei Gadebusch fällt…

Gemälde von Ferdinand Hodler: „Der Auszug deutscher Studenten in den Freiheitskrieg von 1813“. Neben Studenten treten im Frühjahr 1813 junge Männer aus allen Ständen, sowie ehemalige Offiziere und Beamte in die Freiwilligenbataillone gegen die französische Fremdherrschaft ein. Zu diesen gehörten neben Theodor Körner z.B. auch F.L.Jahn, F.Friesen, J.von Eichendorff oder F. de la Motte-Fouque  

PS: Mein Dank gilt an dieser Stelle Herrn Ralf Hiller vom Bürger- und Förderverein Körnerhaus Großzschocher e.V., der die Besichtigung im Gutsgärtnerhaus überhaupt ermöglicht hat. Klein, aber fein das Museum, das in den Oberstuben hier zu Ehren der Lützower ausgebaut wurde. Nachbildungen, Karten, Gefechtsberichte, Uniformen, Waffen und Militärtechnik der damaligen Zeit sowie zwei Dioramen der Gefechte bei Kitzen und Rosenow sind hier liebevoll drapiert und ausgestellt… 

♦ images:
pixabay und  Public Domain: „Der Auszug deutscher Studenten in den Freiheitskrieg von 1813“
©OpenStreetMap-Mitwirkende
♦ Quellen:
(1): https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCtzowsches_Freikorps
(2): https://www.leipzig-days.de/koernerhaus-grosszschocher/
(3): https://de.wikipedia.org/wiki/Waffenstillstand_von_Pl%C3%A4switz
(4): Joachim Streisand: Lehrbuch der Deutschen Geschichte- Deutschland 1789-1815; VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1959
(5): Dokumente der Sonderausstellung „Napoleon muß untergehen“ zu Barclay de Tolly im Militärhistorischen Museum Dresden, Juli, 2025
(6): Private Aufzeichnungen zu: „Schills Rebellenzug von 1809 und weitere patriotische Erhebungen“ aus dem Kulturhistorischen Museum Stralsund/11.01.1976  

(v.k.)

Bei Erich Ohser und August Horch: Besuch in Plauen & Zwickau

14.-19.04.2026

Wir haben uns mit Plauen und Zwickau zwei Städte angesehen, die nicht mehr als 150km von Freiberg entfernt liegen aber noch nie im Fokus unserer Reiseziele standen. Also, Ränzlein geschnürt und nichts wie hin, oder? Beide Städte haben ihre Schokoladen- und Schattenseiten; anbei einige Bilder von dem, was uns in ihnen am besten gefallen hat.   

image: © OpenStreetMap-Mitwirkende

1. In Plauen- der Hauptstadt des Vogtlandes

Im Gegensatz zu kaiserlichen Lehen setzte Friedrich I. (Barbarossa) Mitte des 12. Jahrhunderts im Grenzbereich von Sachsen, Thüringen, Bayern und Böhmen Ministeriale (Vögte) ein, die sein Gebiet verwalteten- das Land der Vögte war geboren. Mitten darin liegt Plauen… 

Plauen ist die Hauptstadt und das historische sowie kulturelle Zentrum des Vogtlandes. Die größte Stadt im sächsischen Vogtland ist weltbekannt für ihre „Plauener Spitze“ und bietet spannende Einblicke in die Geschichte der Region. Die Stadt an der Weißen Elster ist mit 65.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt im Freistaat Sachsen. 1904, als hier 16.000 Stickmaschinen ratterten, war sie sogar Großstadt. Ihre große Vergangenheit lebt im neuen Textilmuseum „Fabrik der Fäden“ weiter. Weiter zurück reicht die Geschichte der Plauener Komturei, einer einst bedeutenden Niederlassung des Deutschen Ritterordens.

Die Höhenburg, ab 1250 Sitz der Vögte von Plauen

♦ Im Tal der Syra

♦ Im Herzen der Stadt

In der Hochzeit der Plauener Textil-und Spitzenproduktion hatte die Stadt über 128.000 Einwohner und- gemessen an der Bevölkerung- die meisten Millionäre Deutschlands. Der Wohlstand wirkte sich auf Städtebau und Infrastruktur aus. Prachtvolle Kirchen rund um den Renaissance-Markt, Stadtvillen, Hotels und Restaurants entstanden

♦ In der Galerie E.O. Plauen 

Vater und Sohn, die zwei wohlbekanntesten Plauener, bringen Kinderaugen bereits vor dem Gebäude der Galerie e.o. plauen zum Leuchten. Die Bildergeschichten von Erich Ohser (1903-1944), weltweit bekannt unter dem Künstlernamen e.o.plauen bekannt, erschienen hauptsächlich zwischen 1934 und 1937 in der „Berliner Illustrierten Zeitung“ und nach 1945 in so manchem Schulbuch. Ohser wurde 1944 wegen „defätistischer Äußerungen“ gegen die Nazis durch einen Blockwart denunziert und hingerichtet

♦ In der Fabrik der Fäden

Im Herzen der Elsteraue dreht sich alles um Industriegeschichte und Wasser als treibende Kraft für die Entwicklung der Plauener Textil- und Spitzenindustrie. In der „Fabrik der Fäden“ wird Textilgeschichte erlebbar, die Schaustickerei im Plauener Obstgartenweg1 begeistert mit ihren ratternden Großstickmaschinen und historischen Lochkarten

♦ Im Hermann-Vogel-Haus

Versteckt im sagenumwobenen Burgsteingebiet thont das Hermann-Vogeler-Haus in Krebes auf einer sanften Anhöhe. Einst war es Wohnhaus, Atelier und inspirierender Treffpunkt für Künstlerfreunde des spätromantischen Zechners und Illustrators Hermann Vogeler (1854-1921). Um 1900 erbaut, scheint es direkt aus einem illustrierten Märchen entsprungen zu sein. In dieser Kulisse spiegelt sich Vogelers tiefe Verbundenheit zur Natur und Geschichte wider, ähnlich wie in seinen fanasievollen Werken voller Humor und Sensibilität

2. In Zwickau- der Stadt des Automobilbaus

Zwickau ist mit über 87.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Sachsen. Die Stadt an der Zwickauer Mulde und nördlich des Westerzgebirges ist in erster Linie bekannt als Zentrum der deutschen Automobilindustrie, als Geburtsort Robert Schumanns, als Wirkungsstätte des radikalen Predigers und Bauernführers Thomas Müntzers und nicht zuletzt wegen seiner sehenswerten Altstadt.  

♦ In der Altstadt

Auf dem Altmarkt

 

Die Paradiesbrücke über die Elster, das Pechsteinmuseum, Zwickauer Altstadtflair, das Schloß Osterstein und die Priesterhäuser vor dem Marien-Dom

 

Der Dom St.Marien, eine der bedeutendsten Hallenkirchen der obersächsischen Spätgotik

♦ Im August-Horch-Museum

Das Horch-Museum befindet sich an der Geburts- und ersten Produktionsstätte von Audi. Gezeigt werden über 115 Jahre ununterbrochener Zwickauer Automobilbautradition auf rund 6.500qm Ausstellungsfläche. Alles im Zeichen der vier Ringe, der zur AUTO-Union zusammengeschlossenen Firmen Horch, Audi, Wanderer und DKW

 

 

♦ Auf den Spuren Thomas Müntzers

Die St. Katharinenkirche wurde erstmals 1219 als Klosterkirche eines Nonnenkonvents urkundlich erwähnt, in der Zeit der Bauernkriege war sie auch Wirkungsstätte Thomas Müntzers

♦ Im Robert Schumann-Haus

Im Schuman-Haus mit den Porträts von Clara Wieck und Robert Schumann

♦ Im Max-Pechstein-Museum

♦ Westsächsische Hochschule und Schwanenteich

 

Danke für die Gastlichkeit!

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Plauen

https://www.sachsen-erkunden.de/kulturweg-der-voegte-vogtland/

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwickau

♦ https://www.zwickau.de/de/tourismus.php

Karte:

© OpenStreetMap-Mitwirkende

(v.k.)

Auf Tour(en) im Erzgebirge

Im Begleitheft für den „Sächsischen Wanderkalender 2020“ sind zwölf Rundwanderungen durch das östliche Erzgebirge in Streckenverlauf und Bild vorgestellt. Allesamt – so die Verfasser- sollen sie zu den schönsten Zielen des östlichen Erzgebirges führen (!)

Mittlerweile sind diese Tourenvorschläge durch uns weitgehend „abgearbeitet“ und  erfolgreich absolviert. „Wegweisende“ Kritik an die Herausgeber: Bei einzelnen Streckenbeschreibungen hat man sich leider nicht die Mühe gemacht, topaktuell zu sein. Das sollte man in diesem Metier und in unserer schnellebigen Zeit jedoch unbedingt, um Rätselraten oder große Umwege zu vermeiden. Inclusive Frust. Auch GPS-Daten helfen nicht weiter, wenn die in der Karte eingezeichnete Brücke wegen Überschwemmung vor drei Jahren zwei Kilometer flußabwärts neu errichtet worden ist, oder?

Das Osterzgebirge


Daß uns- neben den Vorschlägen im „Sächsischen Wanderkalender“- die Wanderziele im Erzgebirge zwischenzeitlich nicht ausgegangen sind, wollen die nachfolgenden Tourenberichte eindrucksvoll belegen. Sie beschränken sich mittlerweile nicht mehr nur auf den Osten, sondern auf das gesamte Erzgebirge incl. des böhmischen Teils. Ruft man auf der START-Seite dieser Homepage die KATEGORIE „Auf Tour(en) im Erzgebirge“ auf, erscheinen diese als Lose-Blatt-Sammlung und fein säuberlich nach Datum geordnet… 

PS: Die o.g. Kritik an der Nichtaktualität einzelner Wandervorschläge erhalte ich jedoch aufrecht. Dies betrifft auch die navigationsgeführte Wander-App von KOMOOT. Die Ursachen sind vielfältig, einen Verbesserungsvorschlag habe ich leider nicht parat.

(v.k.)

Unterwegs im Erzgebirge (29)

06.04.2026

In den Wäldern der Dippoldiswalder Heide

Profilbild von Tourismus-Information Stadt Rabenau   Laut Komoot umfaßt die ca. 2-stündige und leichte Rundwanderung ab dem Bahnhof Malter über die Wolfssäule, das Steinerne Messer, das Findlingskreuz, den Einsiedlerstein und die Barbara-Kapelle  eine Strecke von 6,8km. Der Gesamtaufstieg von 127m bis zum höchsten Punkt von 392m ist gemütlich und wie geschaffen für eine Osterwanderung. Die Beschilderung ist mannigfaltig; das heißt allerdings nicht, daß man sich hier nicht „verfransen“ kann….

Start- und Zielpunkt: Der Bahnhof bzw. die benachbarte Talsperre Malter

….keine Angst, alles ist schon eine Weile her

Am Einsiedlerstein, der auf den sagenhaften Einsiedler Dippold aus „katholischen Zeiten“ verweist (oben links) und an der Barbara-Kapelle

Quellen:
(1): https://rabenau.net/tourismus/sehenswertes/dippoldiswalder-heide/

(v.k.)

Die Seele baumeln lassen…

„Waldwoge steht hinter Waldwoge, bis eine die letzte ist und den Himmel schneidet“ (Adalbert Stifter)

WegbegleitungEs ist wie seit Jahren… Und doch kehren wir immer wieder dorthin zurück: Zurück in die Berge und Wälder im Dreiländereck zwischen Bayern, Böhmen und Oberösterreich. Zurück in die Naturparadiese des Nationalparks Sumava und des Bayerischer Waldes.

Wikimedia Commons CC-BY-SA-4.0/Periphrastika, File: Naturpark BayerischerWald topomap.png

Denn für uns gibt es kaum Schöneres als:

♦ INNEHALTEN, wo die hohen Bergrücken von Bayerischem Wald und nördlich angrenzendem Böhmerwald sanft ineinander übergehen: Der Haidel am Goldenen Steig, der sagenumwobene Dreisesselberg und der Bayerische und Böhmische Plöckenstein. Innehalten im größten zusammenhängenden Waldgebirge Europas, wo sich die Natur auf großer Fläche nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln darf. Speziell in den Nationalparks dieser Region, wo seltene Tiere wie Luchs, Auerhahn oder Habichtskauz Rückzugsräume finden, die es sonst kaum noch in Deutschland gibt:

„Sag niemals, daß etwas schön ist, bevor du nicht den Bayerischen Wald gesehen hast…“ (Adalbert Stifter)

♦ EINTAUCHEN In die Romantik alter Säumerpfade zwischen Böhmen und Bayern und in die Geschichte der fast vergessenen, weil verlassenen Dörfer im Grenzgebiet. Eintauchen und Staunen über die künstlich angelegten Wassergräben der Triftkanäle, die noch heute in ihrer Ursprünglichkeit erhalten und intakt sind. Und Staunen über die Ingenieurleistungen beim Bau des Schwarzenberger Schwemmkanals. Erbaut nach den genialen Plänen des Forstingenieurs Josef Rosenauer, wurde über dieses ausgeklügelte Trift- und Kanalsystem Holz aus dem Böhmerwald bis zur Donau und von dort bis Wien und Budapest  transportiert.

♦ ZURÜCKKEHREN in das Quellgebiet der kalten Moldau bei Haidmühle und zur Quelle der warmen Moldau bei Kvilda. Zurückkehren zum tschechischen Bärenpfad (Medvedi Stezka) und natürlich zum Lipno-Stausee, unter dessen Wasserspiegel früher die Flußwindungen der Moldau das berühmte Moldauherz geformt hatten:

Wegbegleitung

Heute vom Stausee verschlungen: Das sagenumwobene Moldauherz- eines der schönsten Mäander der Moldau bei Oberplan

♦ VERWEILEN in der Böhmerwaldkapelle am österreichischen Sulzberg, einer viel besuchten Gedenkstätte für die verlorene Heimat vieler Böhmerwäldler nach dem Zweiten Weltkrieg. Verweilen auch am benachbarten Moldaublick bei Schöneben mit (Turm-) Sicht auf das wellige, südböhmische Land im Norden. Mit Sicht auf die gegenüberliegenden Höhenrücken und das silberne Band des Moldau-Stausees; auf die Ortschaften Neuhofen (Nova Pec), Schwarzbach (Cerna Posumavi) oder Friedberg (Frymburk)… und auf Oberplan (Horny Plana), dem Geburtsort des berühmten Böhmerwalddichters Adalbert Stifter:

Die angestaute kalte und warme Moldau bei Oberplan

♦ HINAUFSTEIGEN zum Hochkamm des Bayerischen Waldes mit der Dreiecksmark, wo die Ländergrenzen von Südböhmen, Oberösterreich und Bayern zusammenstoßen. Hinaufsteigen und bergan wandern, bis der Wald lichter wird. Bis dahin, wo die riesigen Granitböcke des Steinernen Meeres auftauchen und endlich das heut fast baumlose Grenzplateau erreicht ist. Ob In Richtung Westen zum Dreisesselberg oder ostwärts zu den Erhebungen von Plöckenstein, Hochficht oder Bärenstein: Wohin das Auge schaut, schimmern die bläulichen Waldrücken des Gebirges:

Blick vom Plechy, dem böhmischen Plöckenstein (1378m), auf das österreichische Mühlviertel

Auf dem mittlerweile fast kahlen Hochkamm im Winter: Die hintereinander liegenden Felsformationen von Dreisessel (1312m) und Hochstein (1332m)

♦ ZUR RUHE KOMMEN am Stifterdenkmal, einem mehr als 15 m hohen Granitobelisken auf der „Seewand“ oberhalb des Plöckensteiner Sees. In über 1000m Höhe gelegen und in steil abfallenden Wäldern versteckt, birgt dieser dunkle Bergsee noch heute ungezählte Geheimnisse. Geheimnisse aus der Sagen und Märchenwelt dieser Region, die sich in vielen Erzählungen aus Stifters Feder wiederfinden:

Wegbegleitung

„Das Auge Gottes“: Der Plöckensteiner See mit der Seewand (rechts)…

Adalbert Stifter

…und das dort errichtete Stifter-Denkmal

 

 

 

 

 

 

 

♦ HINABSTEIGEN zu den bayerischen Lackenhäusern in Grenznähe zum österreichischen Schwarzenberg. Hinabsteigen zum Rosenberger Gut, in dem viele von Adalbert Stifters Romanen entstanden sind. Romane und Erzählungen, welche die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft beschreiben („Der Hochwald“, „Aus dem Bayerischen Wald“, „Der Waldbrunnen“ u.a.).

Goldener Steig, Dreisesselberg, Steinernes Meer, Plöckenstein, Hochficht und Schöneben -alles Zauberworte einer Welt, deren Schönheit und Mystik man sich kaum entziehen kann. Für uns willkommener Rückzugsort und ein Gesundbrunnen, aus dem wir jedes Jahr Besinnung und neue Kraft schöpfen. Gerade im Winter. Denn: Außerhalb der Nationalparks sind über 300km markierte Wanderwege, rund 200km Radwege und im Winter 80km gespurte Loipen, einschließlich der Bayerwaldloipe ausgewiesen. Hinzu kommen die über 1000m hochgelegenen und schneesicheren  Abfahrtspisten im Bayerischen Mitterfirmiansreuth und am österreichischen Hochficht… Unbeschreiblich, den Schneezauber dieser Jahreszeit zu erleben. Oder das Kläffen und Zerren der Huskys in ihren Geschirren bei internationalen Schlittenhunderennen in den Wäldern von Haidmühle zu beobachten. Oder der kalten Moldau bei frostigen Temperaturen auf ihrem länderübergreifenden Weg in die dunklen Täler des Sumava zu folgen…

Schnee und Eis in den Wäldern, …

…auf den Bergen, …

…und am sagenumwobenen, geheimnisvollen Dreisesselfelsen

Für mich gehört dieses Gebiet in der heutigen Grenzregion zu Tschechien zu den schönsten, die ich kenne. Vor mehr als 35 Jahren noch durch den Eisernen Vorhang getrennt, war es lange Zeit für uns mehr erahnbar als wirklich erlebbar. Und auch dies mit Hindernissen und Einschränkungen, die glücklicherweise nun Vergangenheit sind.


Alle Jahreszeiten im Böhmerwald/Bayerischen Wald sind einzigartig, wie der nachfolgende Imagefilm zeigt. Ein Grund, dieser Landschaft und seinen beiden Nationalparks so oft als möglich unseren Respekt und unsere Reverenz zu erweisen.

Unsere Erlebnisse im Bayerischen Wald und im Böhmerwald sind als einzelne Tourenberichte hier angehängt und wollen als Beleg dafür verstanden werden:

Ruft man auf der START-Seite dieser Homepage die KATEGORIE „Geschichten aus dem Bayerischen Wald“ auf, erscheinen diese als Lose-Blatt-Sammlung und fein säuberlich nach Datum geordnet… 

Images: 
• commons.wikimedia.org & de.wikipedia.org
• pixabay
• Wikimedia Commons CC-BY-SA-4.0/Periphrastika, File: Naturpark BayerischerWald topomap.png

(v.k.)

Geschichten aus dem Bayerischen Wald (10)

21.-28.02.2026

Auch 2026 wieder zum Wintersport im Bayerischen Wald…

Nach anfänglichen Sturm- und Nebeltagen über Altreichenau (s.o.) zeigt sich das Gebiet ab Wochenanfang wieder von seiner besten Seite und lädt zum Schneeschuhwandern, Skifahren und Relaxen ein.  

Im Quellgebiet der Kalten Moldau

Gespurte Loipen rund um Haidmühle

Nochmals zu Besuch in Lackenhäuser und am Rosenberger Gut

Unterwegs auf dem verschneiten Hochkammweg (1). Unten der Bayerische Plöckenstein mit zwei Freiberger Gipfelstürmern

Auf dem Hochkammweg (2). Im Hintergrund das Hochfichtgebiet (Österreich)

(v.k.)

In Pirna, dem Tor zur Sächsischen Schweiz

10.-11.01.2026

Blick von der Festung Pirna-Sonnenstein über die verschneite Altstadt

Canaletto-Blick 2026 am Marktplatz

„Ein quirliger Marktplatz, mit Sandstein verzierte Bürgerhäuser, ein imposantes Schloss und all das umgeben vom Elbsandsteingebirge: Die Große Kreisstadt Pirna ist wahrlich eine Perle unter Sachsens Elbstädten. Erstmals im Jahr 1233 urkundlich erwähnt, erzählen euch die Sehenswürdigkeiten, Giebel, Portale und Kirchen im „Tor zur Sächsischen Schweiz“ heute noch spannende Geschichten der Vergangenheit. Doch so romantisch das Ambiente auch ist: Fröhliche Straßenfeste, urige Kneipen und die sächsische Herzlichkeit sorgen für mitreißenden Schwung in dem liebenswerten Ort mit Geheimtippcharakter.“ (1)

Aufstieg zur Festung Sonnenstein über die Bastionen und Blick über die Altstadt (oben und Mitte), die Elbe führt bereits größere Massen an Eis mit sich (unten)

Auf dem Territorium der 1811 gegründeten sächsischen Landesanstalt Pirna-Sonnenstein richteten die Nationalsozialisten im Frühjahr 1940 eine „Euthanasie“-Anstalt ein. Von Juni 1940 bis August 1941 wurden hier 13.700 vorwiegend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen aller Altersstufen ermordet. Im Keller der Gedenkstätte können die baulichen Überreste der Tötungsanstalt besichtigt werden

Barocker Schmuck, das Rathaus und die Sichtachse zur (eingerüsteten) Stadtkirche St. Marien (oben und rechts). Ganz in der Nähe: Der Teufelserker und das Geburtshaus des Ablaßpredigers Johann Tetzel (unten links und Mitte)

Am ehemaligen Dominikanerkloster (heute Stadtmuseum (oben). Bei Minus 6°C wie geschaffen zum Teetrinken und Aufwärmen: Ungezählte urige Kneipen im Zentrum, wie hier der „Bettelmönch“.

(v.k.)

Unterwegs im Erzgebirge (28)

05.10.2025

Entlang der Weißeritztalhänge

Laut Komoot beträgt die ca. 3-stündige Rundwanderung ab Tharandt über den Brüderweg und den Klippenpfad über Freital-Hainsberg und zurück ca. 10km. Das Profil: ca. 250m bergauf und 260m bergab. Also nicht allzuschwer, auch wenn am Beginn der Wanderung auf geübte Wanderer mit geeignetem Schuhweg verwiesen wird. Also: Trittfestigkeit ist gefragt, Sandalen oder Flip-Flops sind somit absolut Fehl am Platze.

Start und Ziel ist die Kleinstadt Tharandt mit seinem berühmten Forstbotanischen Garten und der Forsthochschule, die seit 1929 zur TH Dresden gehört. Die hier angebotene Fachrichtung Forstwissenschaften besteht aktuell aus 9 Instituten mit 20 Hochschullehrern und ist heute Teil der Fakultät Umweltwissenschaften der TU Dresden.

Blick auf das Campusgelände der Forsthochschule Tharandt

Der gut markierte Einstieg des Brüderwegs befindet sich ganz in der Nähe des Bahnhofs Tharandt. Ab hier -und teilweise mit Handläufen versehen- geht es auf der Nordseite des Weißeritztals stetig nach oben

Am Backsteinfelsen eröffnet sich eine gute Fernsicht auf den Freitaler Ortsteil Hainsberg und den Einstieg in den Rabenauer Grund. Er markiert auch den Umkehrpunkt der Wanderung, der mit einem Abstieg zur S194 in das Tal der Wilden Weißeritz beginnt: 

Freital Hainsberg-West

Angekommen im Talgrund: Der Heilsberger Park mit dem Gebäude des Seniorenzentrums, dem „Gasthof zum Rabenauer Grunde“ und dem Tor zum Rabenauer Grund

Der Rückweg am südlichen Weißeritz-Talhang ist weniger blumig und erweist sich als  unübersichtlich, da Bergbau-Sanierungsarbeiten den markierten Wanderweg (Leitenweg) blockieren. So wird die Tour direkt am Flußlauf der Wilden Weißeritz bis Tharandt fortgesetzt und beendet:

   

Am Ende der Wanderung nochmals ein lohnender Blick über den Tharandter Campus mit der Ruine der mittelalterlichen Burgruine (hinten links ) und der dominanten evangelischen Bergkirche

Quellen:
Karten-image: © OpenStreetMap-Mitwirkende
(1): https://de.wikipedia.org/wiki/Forstliche_Hochschule_Tharandt
(2): https://tu-dresden.de/bu/umwelt/forst
(3): https://www.elbelabe.eu/poi/b/burgruine-tharandt/
(4): https://de.wikipedia.org/wiki/Bergkirche_Tharandt

(v.k.)