Hervorgehobener Beitrag

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BlogimageHier nun die bisher veröffentlichten Beiträge aus meinem Blog. Sie sind chronologisch geordnet. Ob interessante Ziele und Ausstellungen, Bücher, ein gutes Konzert, gemeinsame Erlebnisse oder kluge Ideen: Die Beiträge zielen allesamt auf Dinge, die mich umtreiben und beschäftigen. Im Blog sind acht KATEGORIEN eingerichtet. In der KATEGORIE  “Unterwegs in Bildern” z.B. beschnuppern wir unsere Welt bei gemeinsamen Unternehmungen, Wanderungen oder Fahrradtouren. Größere Touren in die weite Welt hinaus sind im Menue unter REISEN UND -BERICHTE beschrieben.

 

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…there is no such thing as a bad blog…

images: flickr.com und jisc.oc.uk

Es ist etwas faul im Staate Deutschland…

16.04.2021

“Es war einmal ein Land, das sich im Erfolg sonnte”.

Ein Land, das im Konzert der Staaten vorne mitspielte. Das seinen Einwohnern ein sehr viel besseres Leben bot als die meisten anderen Orte auf der Erde. Dessen Führung Sicherheit, Verläßlichkeit und Stabilität garantierte.

Das war Deutschland, aber das ist vorbei. Ein Jahr Weltkrise hat genügt, um uns die bittere Erkenntnis vor Augen zu führen: Im globalen Maßstab sind wir derzeit allenfalls mittelmäßig unterwegs. Trotz unseres Reichtums, trotz unserer robusten Demokratie, trotz all der einfallsreichen, einsatzbereiten, kreativen Bürger stecken wir knietief im Corona-Schlamassel und vermögen uns nicht daraus zu befreien. Wir tun zu wenig gegen das Virus und was wir tun, tun wir chaotisch. Das ist keine Schwarzmalerei, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme. Die Corona-Beschlüsse sind nicht mehr zu verstehen, sie mäandern zwischen Hü und Hott, und ein entscheidender Grund dafür ist die mangelnde Führung. Das Dirigentenpult im föderalen Konzert der Länder ist leer. Deshalb fideln alle wild durcheinander, bis keiner mehr zuhören mag. Mit dem deutschen Bundesstaatprinzip läßt sich diese Kakophonie schon längst nicht mehr erklären.

In der Pandemie-Politik herrsche Anarchie, kommentiert die Frankfurter Rundschau: “Die eine Region macht die Geschäfte auf, die andere verhängt Ausgangssperren. Morgen könnte es umgekehrt sein. Daß den Bürgern viel zu wenig erklärt wird liegt nicht daran, daß die Politik ihre Entscheidungen nicht erklären will. Sie kann es nicht mehr, weil so vieles nicht mehr zu erklären ist.”

Die Entscheider in Bund und Ländern haben den Faden ebenso verloren wie den Überblick. Sie üben sich seit Wochen im Gegeneinander statt im gemeinsamen Handeln. Sie taumeln wie beschwipste Matrosen über ein sinkendes Schiff und der Kapitän weiß auch nicht mehr recht weiter. Wie lange soll es noch dauern, endlich das zu tun, was die meisten Wissenschaftler seit Wochen fordern: Einen harten, aber kurzen Lockdown für das ganze Land und dann eine langsame und koordinierte Öffnung. Aber mit verpflichtenden Schnelltests überall, vor allem in Schulen, Kitas, Büros, Fabriken und Geschäften. Zudem eine bessere Organisation beim Impfen, ohne endlose Telefon-Warteschleifen und der sklavischen Befolgung von Alterskategorien, wenn Dosen übrigbleiben. Das in Zement gegossene Gebot mit der sperrigen Bezeichnung “Priorisierungsvorgaben der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2” hemmt mittlerweile das Impftempo in unserem Land. Es sollte gelockert werden genau so wie die bisherigen Praxis, lieber Vakzine verfallen zu lassen als Mitbürger, die “noch nicht an der Reihe sind”, zu bedienen. Denn: Es könnte sich ja jemand beschweren, oder, schlimmer noch, dagegen klagen… Ein Ergebnis dieser Fehlerdiskussion: Entscheidend ist die Anwendung bundesweit einheitlicher Regeln, da nur so Maßnahmen für die Öffentlichkeit nachvollziehbar werden!

Die schleppende Immunisierung der Bevölkerung ist ein Armutszeugnis für die verantwortlichen Politiker in einem -vermeintlich- perfekt durchorganisierten Staat! Unsere Regierung hat auf den entscheidenden Feldern der Pandemiebekämpfung versagt und kann es bis zum heutigen Tag nicht. Sie sollte sich Hilfe holen. Hilfe und Unterstützung von denen, die nachgewiesene Kompetenzen haben bei der Beschaffung, Bereitstellung, Logistik, Planung und dem Management von großen Einheiten. Das sind Konzerne, das sind Pharmafirmen und das ist auch das Militär (in den USA z.B. liegt bei der Impfbeschaffung die operative Umsetzung nicht beim Gesundheitsminister, sondern bei einem General und Logistikexperten der Armee).

Dazu Altbundeskanzler Gerhard Schröder: Die Menschen erwarten Führungsfähigkeit. Alles nur über Dialog zu lösen, wird nicht funktionieren. Vielleicht wäre es ganz gut, manchmal zu sagen, wo es langgehen soll. Auch die Impfbeschaffung ist ein riesiges Dilemma. Daß die europäische Kommission so amateurhaft verhandelt hat, das zeigt Staatsversagen. Die Kommission hat bewiesen, dass sie es nicht kann. Das war Unfähigkeit”.

Die Welt steht auf dem Kopf. Die bisherige Nähe der Menschen zueinander mußte der Distanz weichen. Abstand wurde ein Zeichen für Nähe. Und: Wen man wirklich liebt, den besucht man nicht. Das Miteinander ist neu geordnet worden- von Politikern auf Basis wissenschaftlicher Ratschläge und (meist) im Glauben daran, das Beste für die Gesellschaft zu tun. Von einem zum anderen Moment ist passiert, was man für unmöglich gehalten hat: Die Schulpflicht wurde ausgesetzt und ist bis heute nicht zurückgekehrt. Die Grundlagen des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs wurden ausgehebelt, Läden bleiben geschlossen, Kinosäle dunkel, die Orchester sind verstummt. Zehntausende Firmen bangen um ihre Existenz, Unternehmer müssen zusehen, wie ihr Lebenswerk jedenTag ein Stück weiter zerstört wird.

 

 

 

 

Früher haben die Menschen das pragmatische Handeln ziemlich gut beherrscht, ohne ihre hemdsärmelige Anpacker-Mentalität hätte die Nachkriegsgeneration das Land nicht so erfolgreich wieder aufgebaut. Heute ist Deutschland gefesselt von Bedenkenträgern und Bürokraten. Und von Dilettanten (gendergerecht:*innen), die es nicht besser können. Aber leider auch von Raffkes und Politikern, die sich an der Situation im Lande persönlich bereichern: An Ausrüstung, Schutzmasken oder Testequipment. T-Online-Recherchen hatten z.B. jahrelange Parallelen zwischen politischer Karriere und privaten Investments unseres Gesundheitsministers offengelegt. Dazu Fabio de Masi, Finanzexperte der Linken im deutschen Bundestag: “Jans Spahn folgt einer klaren Investmentstrategie und macht alles, was es in der Politik anzufassen gibt, auch privat zu Geld”.

Gute Ideen sterben im Paragraphen-Dschungel, neue Impulse werden so lange mit kleinlichen Vorschriften konfrontiert, bis nur noch Trümmer davon übrig sind. Die Corona Warn-App ist ein zahnloser Tiger, weil sie auf Druck unserer Datenschützer und ihrer einflußreichen Lobby zu wenig Daten erfaßt. Während Viele z.B. auf Facebook ihr halbes Leben ausbreiten, kuscht der Staat beim Start in digitales Neuland bereits beim ersten Stoppschild. Die Digitalisierung verlangt nach einer neuen Gewichtung zwischen Daten- und Gesundheitsschutz, und dies zugunsten des Gesundheitsschutzes!

Wir haben während der zweiten Pandemie-Welle die (sächsische) Pandemieverordnung zum 15km-Bewegungsradius mit dem Zirkel auf der Landkarte vermessen. Weiter als bis Frauenstein/Erzgebirge ab Freiberg durften wir nicht. Leider, doch wir haben uns an die Regeln gehalten. Deutsche Gerichte dagegen kippen wiederholt Aufmarschverbote von Corona-Leugnern in deutschen Großstädten, in denen sich Zigtausende (!) einen Dreck um Rücksichtnahme, Ansteckung und Schutzverordnungen scheren. Die Polizei ist überfordert und agiert machtlos. Unfassbare und einem gesunden Menschenverstand nicht mehr vermittelbare Entscheidungen (rechts)staatlicher Instanzen. Es scheint, als leben Bevölkerung und diejenigen, die sie schützen sollen, in unterschiedlichen Welten…

Es ist mehr als traurig. Bei vielen Deutschen herrscht aktuell nur eines: Unverständnis und Frust. Die Folge von deutscher Überregulierung, Behörden-Gründlichkeit, Behäbigkeit und Großmäuligkeit treten in der Pandemie nun schonungslos zutage: Insbesondere das Mißtrauen gegenüber den eigenen Mitbürgern (Stichwort: Impfen durch die Hausärzte), eine überboardende Bürokratie und Paragraphendiktatur und die Selbst-Fesselung durch unzähige Vorschriften, die Überforderung der Gesundheitsämter und Behörden und ihre technische Ausstattung (“spätes FAX-Zeitalter”), das Fehlen einheitlicher Schnittstellen und Technologien im länderübergreifenden Dienststellen u.v.a.m. Dabei gibt es Staaten, in denen das Impfregime -auch unkompliziert- funktioniert und deren know how man “anzapfen” könnte. Ich denke an demokratischen Staaten im nahen und ferneren Osten (Israel, Südkorea, Taiwan, Neuseeland), an Großbritannien oder die USA.

Das Schlimmste für mich jedoch bleibt: Skepsis, Vertrauensverlust und das ungute Gefühl, in dieser Krise grottenschlecht regiert worden zu sein…

Quellen:
  • Gerhard Schröder/Florian Harms in T-Online: Podcast zur Corona-Politik der Bundesregierung/Meinung und Tagesanbruch vom 20.03.2021
  • Florian Harms in T-Online: “Wir ersticken in Bürokratie”/Tagesanbruch vom 20.03.2021
  • Jennifer Doemkes in T-Online: “Ein Armutszeugnis”/Interview vom 22.03.2021
  • Jonas Mueller-Töwe in T-Online: “”Gehört entlassen”-“Nichts Verwerfliches” vom 29.03.2021
Images: Pixabay

(v.k.)

Winter(sport)liches

14. Februar 2021

Zwischen der Idee, im Freiberger Umland ein Loipennetz für Skifahrer zu installieren und ihrer prompten Umsetzung durch findige Zeitgenossen, liegt nicht mehr als eine reichliche Woche: Schnell und unkompliziert, aber professionell gespurt, lädt ab Mitte Februar eine gespurte Loipe alle Langlauf-Fans zu Sport und Erholung “vor den Toren der Stadt” ein. Eine klare Ansage an die restriktive und mehr als verschwurbelte 15km-Radius Verordnung aus dem CORONA-Instrumentenkasten !

Das präparierte Gelände liegt übrigens im Südwesten des Freiberger Bergbaureviers zwischen den ehemaligen Gruben Himmelsfürst (Brander Revier) und der Freiberger Himmelfahrt-Fundgrube. Es wird von den winterlich verschneiten Übertage-Anlagen zahlreicher Schächte des einstigen Silberbergbaus dominiert:

Das Entscheidende dabei: Die Idee funktioniert außerordentlich gut, wie die Bilder zeigen…

Der Andrang schon vor den Loipeneinstiegen ist groß und nicht zu übersehen.

Ein Loipeneinstieg liegt direkt an der Bundesstrasse 101 vor dem bergbauhistorischen Haldengelände im Ortsteil Freiberg-Zug…

…und unweit des hochgelegenen Dreibrüderschachtes.

Und: Bei Kaiserwetter, herrlichem Sonnenschein und Wohlfühl-Temperaturen um -5°C auf der Skitour sind sie immer in Sichtweite:

Die bewachsenen Abraumhalden, einzelne Abschnitte des Kunstgrabens oder die winterlich verschneiten Silbergruben des ehemaligen Bergbaureviers. Auf der Collage unten die Übertage-Anlagen des Konstantin-Schachtes.

Karten-Image: © OpenStreetMap-Mitwirkende

(v.k.)

Hermann Hesse: “Stufen”

STUFEN

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

                                   ***

 

(aus: “Das Lied des Lebens, Die schönsten Gedichte von Hermann Hesse“, Suhrkamp-Verlag Frankfurt am Main, 1986)

(v.k.)

Fast ein Wintermärchen…

Freiberg, 17. Januar 2021

Ein Wintermärchen? Nur bedingt, denn auch das neue Jahr 2021 beginnt tief im Pandemie-Modus: Die Corona-Schutzbestimmungen hier in Sachsen sind restriktiv und machen die attraktiven Ski- und Wintersportgebiete sowohl im Böhmischen als auch im Oberen Erzgebirge für uns unerreichbar (Aufenthalte nur im 15km Radius möglich)!

Daß sich die Natur um krisenbedingten Lockdown, fehlende Impfstoffe in der EU oder Sinn bzw. Unsinn diverser Epidemie-Einschränkungen nicht schert, wollen die Bilder zeigen: Insbesondere der Wald hier im Erzgebirge ist zu einem verwunschenen Winterort geworden, voller Schönheit und voller Zurückhaltung. Und genau so märchenhaft weiß und tief verschneit sind die Straßen, Wege und Bahnlinien in seinem Umfeld, deren Enden sich irgendwo im Nirvana verlieren… 

Die Bilder zeigen aber auch, daß man zum Erleben dieser Schönheit nicht weit in die Ferne schweifen muss:

(v.k.)

Neujahr 2021: Im Tal der Schwarzen Pockau

04. Januar 2021

Kurz vor dem Jahreswechsel ist der erste Schnee auch im oberen Pockau-Tal gefallen…

“Das Schwarzwassertal liegt etwa 40 Autominuten südlich von Chemnitz direkt an der tschechischen Grenze zwischen den beiden Orten Kühnhaide und Pobershau. Durch das Tal fließt, malerisch in Wiesen und Wald eingebettet, die Schwarze Pockau. Über ihr verläuft der sogenannte grüne Graben – ein künstlich angelegter Wassergraben. Entlang dieser beiden Gewässer führen fast parallel zwei Wanderwege, die hin und wieder über Brücken, die von einer Flussseite zu anderen führen, miteinander verbunden werden. 

Während im südlichen Teil des Tals bei Kühnhaide das Wasser eher sanft dahinfließt und nur hier und da kleine Bäche und Rinnsale sich ihren Weg durch den Wald bahnen, ist der obere Teil des Tals rund um Pobershau richtig wild.  Dort befinden sich der hoch gelegene Katzenstein, der Nonnenfelsen und eine Steinformation mit dem Namen Teufelsmauer, die den Fluss richtig wild sprudeln lässt” (aus: “Wanderfolk, März 2020”)

Vor der Steinernen Brücke

Auf dem Wanderweg zum Nonnenfelsen und zur Teufelsmauer

Vorbildliche Beschilderung am wild rauschenden Gebirgswasser…

(v.k.)

Weihnachtswunsch für 2021

Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten…

(Selma Lagerlöf)


Das neue Jahr steht vor der Tür und wir wünschen und hoffen, daß es ein besseres Jahr als das vergangene wird. Die ersten Lastzüge mit COVID-19-Impfstoffen des Pharmakonzerns Pfizer aus dem Belgischen Puurs sind heut mit militärischem Geleitschutz auf dem Weg nach Deutschland und in andere EU-Länder. Es sind die langersehnten der von BIONTECH/PFIZER entwickelten und angekündigten Präparate, im kommenden Jahr sollen mehr als 1.3 Milliarden davon ausgeliefert werden. Damit können neun Monate nach Erklärung der Pandemie durch die WHO die Impfungen auch in Deutschland beginnen.

Ich weiß nicht, wieviel Versuche die Welt noch hat, sich aus der tödlichen Umklammerung der CORONA-Pandemie zu befreien. Heut zumindest hat ein entscheidender begonnen. Auch gegen den Widerstand von Besserwissern, CORONA-Leugnern, “Querdenkern” und ähnlichen Minderbemittelten.

Die Auslieferung des genbasierten Vakzins ist ein Zeichen der Hoffnung vor einem Weihnachten des Isoliertseins und der Einsamkeit. Wir verbinden mit dieser Hoffnung den Wunsch nach Gesundheit und endlich wieder einem Stück weit mehr an Wärme, Begegnung, Umarmung und Normalität für die nahe Zukunft.

Morgen ist Weihnachten, im Erzgebirge ist in diesem Jahr der erste Schnee gefallen…

….vom Christkind und der ganzen Welt mit Sehnsucht erwartet: Der Schnellzug mit wirksamen Impfstoffen gegen die COVID-Pandemie

image: pixabay

(v.k.)

Vorweihnacht 2020: BACH zu CORONA-Zeiten

Samstag, 05.12.2020

Wegen der Corona-Pandemie darf sich in diesem Jahr niemand in der Kirche aufhalten. Trotzdem gibt es das Weihnachtsoratorium zu sehen.

Am Samstagabend fand eine der bundesweit wenigen Aufführungen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in diesem Jahr statt. Im Freiberger Dom St. Marien dirigierte Domkantor Albrecht Koch eine Minimalbesetzung bestehend aus Mitgliedern des Dresdner Barockorchesters, des Domchores und der Domkurrende. Publikum vor Ort war nicht gestattet, doch wurde die Aufführung der Kantaten I bis III live ins Internet übertragen. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit mit der Imagekampagne “So geht sächsisch!” des Freistaates, auf deren Facebook-Account die Übertragung ebenso zu verfolgen war wie auf dem Youtube-Kanal des Domes. Man habe bis zuletzt gehofft, doch noch Konzerte vor Publikum veranstalten zu können, heißt es vom Dom. Da dies nach der Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen in Folge der Corona-Pandemie nicht möglich wurde, sei man froh darüber, auf diesem Wege die Weihnachtsbotschaft und die Weihnachtsfreude zu den Menschen nach Hause zu bringen.” (aus: Freie Presse/wjo)

 

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (8)

Nach Tour7 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


08.11.2020

Rundwanderung um Pfaffroda (Streckenlänge/Wanderzeit: 15.5km/5h)

“Der Hauptteil Pfaffrodas zieht sich in einer Hangmulde des 520 m hoch gelegenen Tales der Biela hin, die in Richtung Norden in einen Höhenrücken übergeht und eine Höhe von ca. 600 m erreicht. In Nord-Süd-Richtung dehnt sich der Ort über ca. 2 km aus. Das Erzgebirge und sein Vorland waren bis vor mehr als 800 Jahren von dichtem Wald, dem sogenannten “Miriquidi”, bedeckt. Mit der Entwicklung des Silberbergbaus in Freiberg wurde ab der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts das gesamte Erzgebirge bis in die Kammlagen durch umfangreiche Rodungen erschlossen und besiedelt.

Die Entstehung des Ortes Pfaffroda ist zeitlich nicht genau nachweisbar. Vermutet wird aber, dass die erste Besiedlung Anfang des 13. Jh. durch Zisterziensermönche erfolgte, die aus dem 1191 in Böhmen gegründeten Kloster Ossegg von Sayda in das Bielatal vordrangen und auf einem Felsvorsprung den Hof Pfaffroda anlegten. Im Jahre 1346 wird Pfaffroda in der „Meißner Bistumsmatrikel“ (Pfaffenrode) erstmalig erwähnt. 1352 liest man die erste urkundliche Erwähnung der Herren von Schönberg auf Purschenstein für dieses Gebiet” (aus: “Olbernhau-Mitten im Erzgebirge; Webbroschüre der Stadtverwaltung Olbernhau)

Mit einer Steckenlänge von ca. 15km und einem Höhenunterschied von 185m zählt die Rundtour zu den leichten Wanderungen. Unsere Variante beginnt am Schloßensemble der Stadt (die nebenstehende Sankt-Georgs-Kirche beinhaltet übrigens neben Hochaltar und Schwalbennestkanzel auch eine Silbermannorgel aus dem Jahre 1715).  Sie führt am Bielebach entlang zum Dittmannsdorfer Kunstteich und über den Tännicht mit seinem Dreitannen-Denkmal zum und ca. 600m hoch gelegenen Mittelwald. Von dort aus geht es nach Hallbach und am Sattelbachteich vorbei wieder zurück.


Der Schönfelder Teich am Schloßberg Pfaffroda…

…und darüber auf einer leichten Anhöhe Schloßturm und St. Georgs-Kirche

An der Birkenallee nach Dittmannsdorf

Herbstspiegelung am Dittmannsdorfer Kunstteich

Am Tännicht

Denkmal Dreitannen und Kirche in Hallbach. Das Dreitannendenkmal ist ein Gedenkstein zu Ehren der im 1. Weltkrieg Gefallenen des Erzgebirgischen Jägerbataillons

Noch einmal das Das Pfaffrodaer Schloßensamble, jetzt allerdings in der späten Nachmittagssonne

Nicht zu übersehen und auch auf dieser Tour unser Begleiter: Der goldene Herbst!

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)