01.12.2025
2025: Erster Advent
(v.k.)
30.10.2025
Der Herbst in diesem Jahr hat zwei Gesichter. Er kann sich offenbar nicht entscheiden zwischen schweren Stürmen, früher Kälte und Unwettern oder einem späten Altweibersommer mit goldenem Ambiente. Noch hat er Zeit, bevor ein noch rauerer Geselle als er ihm das Zepter für dieses Jahr aus der Hand nehmen wird…
♦ Herbstregen – ja. Aber Hermann Hesse als Autor dieses Gedichts- vermutlich nein:
30. Juni 2025
Zu meinem heutigen Geburtstag habe ich lange und gründlich über die „Jahreszahl“ 75 nachgedacht. Und ich bin zu dem Schluß gekommen, daß hier kein Fehler vorliegt… Irrtum ausgeschlossen, die Zahl stimmt!
27.05.-17.06.2025

Nach meiner Operation In den Chemnitzer Zeisigwaldkliniken kann ich nunmehr eine Anschluß-Reha in der Vogtlandklinik Bad Elster antreten. Hier erwartet mich kein Urlaub, jedoch eine Rehabilitationsbehandlung, in deren Verlauf die körperliche und zum Teil auch seelische Verfassung wieder hergestellt werden soll. So jedenfalls die Offerte des medizinischen Sozialdienstes.
Die o.g. Fachklinik wurde 1982 fertiggestellt. Mit einer Kapazität von 440 Betten umfaßt sie heute die Fachbereiche ♦Urologie/Uroonkologie/Nephrologie sowie ♦Gynäkologie/Gynäkologische Onkologie und ♦Orthopädie/Rheumatologie/Traumatologie.
Kapazitätsmäßig und baulich reiht sich die Vogtlandklinik ein in die große Zahl der hier etablierten Kliniken rund um die 10 Heilquellen in diesem Kurort: Weniger in die der altehrwürdigen, königlichen Kurgebäude der Sächsischen Staatsbäder, dafür jedoch in die der zahlreichen modernen Kliniken innerorts, am Verlauf der Weißen Elster oder rund um den Brunnenberg (DEKIMED/Reha-Klinik für integrative Medizin, Ev. Fachklinik Sonnenhöhe, Sachsenhof-Klinikum, Paracelsus-Klinik, MEDICLIN-Klinik usw.).

Alt und neu: Das repräsentative Albert-Bad aus der Zeit, als Bad Elster 1848 zum Königlich-Sächsischen Staatsbad erhoben wurde…

…und die heutige Vogtlandklinik als ehemaliges Sanatorium für Herz-und Kreislauf-, sowie orthopädische und rheumatische Erkrankungen aus den 1980-iger Jahren. Zum Staatsbad Bad Elster/Bad Brambach gehörend, war die Klinik damals die modernste Rehabilitationsklinik in der ehemaligen DDR. Ein spezielles Gebäude war dabei der Behandlung von WISMUT-Bergleuten und -Angestellten vorbehalten

Die Vogtlandklinik (oben), das königliche Kurhaus (Mitte links), der Albert-Park mit Soletherme (Mitte rechts) sowie Gebäude der modernen MEDICLIN-Klinik auf dem Brunnenberg (unten)

Ob historische Marienquelle, Moritzquelle, Elster-Säuering oder Salzquelle: Alle sind nach dem Arzneimittelgesetz kontrolliert und mit Sicherheit 100%-ig gesund. Oder machen gesund. Wenn nicht heut, dann vielleicht später. Doch auch bei aller Euphorie wollen mir die Wässerchen nicht so recht schmecken…

Dafür gibt es blumige und sonnige Eindrücke gratis vom Flora-Tempel (oben), dem benachbarten Louisa-See (rechts unten)…

Und: Wenn die therapeutischen Anwendungen in der Klinik tagsüber vorüber sind (oder sich über die Pfingstfeiertage „hoher Besuch“ aus Freiberg angekündigt hat), bleibt Zeit für Spaziergänge in der Natur, für die edlen Pferde der alljährlich stattfindenden historischen Kutschen-Equipage oder für eine Aufführung von „The Best of Broadway“ im König Albert-Theater. Der rote Teppich dafür ist ausgerollt- s.o.
Übrigens: Ein Ledergeschäft für kleine hübsche Schuhe gibt es am Rande der historischen Parkanlagen auch noch…

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Doch nun Schluß mit dem Sinnieren, auch wenn neue Erlebnisse und ein Stückweit Gelassenheit viel zum Neuanfang beitragen können. Bei der Krankheitsbewältigung und bei der Zerstörung von Ängsten und Selbstzweifeln.
Und schließlich wird es allerhöchste Zeit: Nach dem BioSwing warten bereits das Ergometer und die nächste Trainingseinheit in der Vogtlandklinik von Bad Elster auf mich und viele andere Rehabilitanten, siehe untenstehendes Bild…
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(v.k.)
Im April, 2025
Glaubt man einem deutschen Sprichwort,
„hat alles auf Erden seine Zeit. Frühling und Winter, Freude und Leid“.
Da scheint etwas dran zu sein, auch wenn es bzgl. Freude und Leid an dieser Stelle sehr persönlich wird:
Nach der (lange geplanten) radikalen Prostatektomie durch Prof. Dr. Fröhner im Chemnitzer Bethanien-Krankenhaus sind viele Monate des Grübelns und der quälenden Ungewißheit für mich erst einmal vorbei. Für die Genesung danach habe ich mir die Natur und die Zeit als Verbündete ausgewählt. Sie beide und auch die Nachfolge-Reha in der Vogtland-Klinik Bad Elster werden mir (hoffentlich) helfen, alle Verwundungen zu heilen…
Aber: Eine Tumorerkrankung endet nicht wie ein Satz mit einem Punkt, mehr mit einem Fragezeichen. In meinem Fall wird sie mich- auch nach der OP- sicher noch sehr lange begleiten und fordern. Vielleicht sogar ein Leben lang. Sie wird mein Tun und Lassen beeinflussen und auch an meinen Kräften zehren.
Doch ich bin optimistisch und schaue nach vorn. Und zwar genau dorthin, wo uneingeschränkt eine meiner Maximen gilt:
HINFALLEN— AUFSTEHEN— KRÖNCHEN RICHTEN—WEITERGEHEN…!
https://www.volkerkliem.de/lebensmaxime/
(v.k.)
Im Südosten der Bergstadt Freiberg gehen mehrere sanftgeschwungene Hügelketten unmittelbar in die Bergwelt des Ost-Erzgebirges über. Die höchste Erhebung darin ist der Goldberg. Mit seinen Koordinaten 50° 53′ 26″ N , 13° 21′ 24″ O liegt er oberhalb des Münzbachtals, direkt an der Bahnstrecke Freiberg-Holzhau. Und inmitten der Gemeinde-Fluren von Zug-Langenrinne, Berthelsdorf und Weißenborn. Die untenstehende Karte verdeutlicht seine Lage. Am Punkt seiner höchsten Erhebung informiert ein Geodätischer Festpunkt über dessen Koordinaten und Höhe (472m).
Nur noch schwer auszumachen und seit langem von der Natur zurückerobert: Am Westhang und auf halber Höhe des Goldbergs künden die ca. 12-15m tiefen Abbau-Trichter (Pingen) und Haldenzüge der damaligen Erz-Gruben „Zwölf Schlüssel“ und „Erzengel Michael“ von der Arbeit der Bergleute im frühen Mittelalter (siehe unten). Beide Gruben waren schon vor 1500 in Betrieb, die hier erreichten Abbautiefen lagen nur wenig unter der Stollnsohle.
Im übrigen: Gold wurde hier definitiv nicht gefunden. Beide Gruben bauten jedoch bis in das 17. Jhd. nachweisbar auf Silber- und Zinnerz (1).

Verfallene und überwachsene Pingen und Grubengelände von „Zwölf Schlüssel“ (links oben) und „Erzengel Michael“ (rechts oben). Links unten eine Haspel-Schachthalde des Altbergbaus. Unten im Münzbachtal gelegen: Der Obere Hüttenteich. Er stellte den Freiberger Gruben Aufschlagwässer bereit, die über Kunstgräben aus dem oberen Erzgebirge herangeführt wurden.
In der Jahreszeit des Frühlings hat sich auch der Goldberg in allen Himmelsrichtungen schmuck gemacht:

In der nördlichen Richtung dominiert die Freiberger Waferschmiede der Siltronic AG das Bild. In deren hochmodernem Industriekomplex werden seit mehr als einem Jahrzehnt 300mm Wafer aus Reinstsilizium hergestellt. Die aus Einkristallen gezüchteten und anschließend über Präzisionsschnitte „abgesägten“ 12 Zoll großen Siliziumscheiben haben eine Dicke von 775 μm. Sie bilden die Basis für die Fertigung von Integrierten Schaltkreisen bei vielen großen Halbleíterherstellern.
Uns ist dieses Fleckchen Erde rund um den Goldberg seit langem und zu allen Jahreszeiten mehr als vertraut. In erster Linie durch einen Wanderweg, der zwar auf älteren Karten noch eingezeichnet ist, aber nicht mehr gepflegt wird. Und in zweiter Linie durch unser hier gelegenes Gartengrundstück. Es ist seit 2005 Rückzugsort für uns zwei und gelegentlich die ganze Familie, dazu Spielwiese für gärtnerische Ambitionen und letztendlich auch ultimatives Eldorado bei der Anwendung polytechnischer Grundkenntnisse. Arbeit und Entspannung natürlich inclusive, wie die Bilder über die Jahreszeiten im nachfolgenden Link bestätigen…
24.03.2025
Wohin geht der Wind, wenn er aufhört zu wehen? Wo schläft der Wind, wenn er sich legt? Und: Wer weckt ihn wieder auf?

(v.k.)