Archiv der Kategorie: ► Bergstadt Freiberg

Weitere Informationen zu meiner Heimatstadt Freiberg erscheinen auf der Seite ÜBER MICH unter BERGSTADT FREIBERG.

10.12.2025

2025: Vorweihnachtliches Flair in der Bergstadt Freiberg

Advents-Festschmuck in den Kaufhaustempeln. Wenn es nach den Interessen der großen Verkaufsketten gehen würde, könnte die Vorweihnachtszeit sicher schon zum Herbstbeginn eingeläutet werden…

Ein Muß zum ersten Advent: Die ersten (selbstgebackenen) Weihnachtsplätzchen, die ersten (auch selbst gebackenen) Christstollen und (natürlich fakultativ) der erste Schnee…

Wie in jedem Jahr, so auch in 2025 und auf dem gleichen Platz: Der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Freiberger Obermarkt. Unter der festlichen Beleuchtung scheint Markgraf Otto von Meißen als zentrale Brunnenfigur sein wertvolles Silberhabit bereits gegen pures Gold eingetauscht zu haben (links oben)

Eine weitere vorweihnachtliche Tradition in Freiberg: Der festliche Zug der Bergparade im Fackelschein und die damit verbundene Große Bergmännische Aufwartung. Am Vorabend des 1. Advent begeistert die Zeremonie der daran beteiligten 320 Berg- und Hüttenleute etwa 25.000 Gäste. Zur Aufwartung auf dem Schlossplatz begrüßt Bürgermeister M.Seltmann die Sächsische Staatsministerin der Justiz Professorin C. Geiert, den Oberberghauptmann Professor B.Kramer, den Landrat S.Krüger, den früheren Oberbürgermeister V.Uhlig, den Kurationsvorsitzenden und Oberbürgermeister a. D. B. Schramm sowie zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft

Eines der zahlreichen vorweihnachtlichen Konzerte der Stadt findet in diesem Jahr unter dem Motto „Dom und Klang im Kerzenschein“ und unter Freibergs großer Silbermannorgel (links) statt. Allerdings nicht alltäglich und nur am 1.Advent im Dom zu bestaunen: Neben dem steingemeißelten Steiger der Bergmannskanzel ist noch ein zweiter Obersteiger anwesend, hier allerdings aus Fleisch und Blut und stolz in seinem festlichen Habit (oben Mitte)

Sicher auch als kleines Dankeschön an die ehrenamtlichen Sprachpaten und -Tutoren der Bergakademie Freiberg gedacht: Die gesellige Weihnachtsfeier in der historischen Aula der TUBAF. Ein Highlight an diesem Abend: Die Führung von Herrn Dr. Pohl durch den historischen Senatssaal mit seiner Bildergalerie (rechts oben). Darin repräsentativ: Das Porträt des Friedrich Anton von Heynitz nach einem Gemälde von Anton Graff (um 1800/links unten). Von Heynitz war Sächsischer Generalbergkommissar und im Jahre 1765 Mitbegründer der Bergakademie Freiberg. Auch der ehemalige Karzer für über die Strenge geschlagene Studiosi und die damit verbundenen Erzählungen und Geschichten sind mehr als sehens- und hörenswert (rechts unten die selbsterstellten Konterfeis einiger dieser heißblütigen Delinquenten) 

Das Weihnachtskonzert des Stadtchores Freiberg e.V. in der Nikolaikirche führt auch 2025 programmatisch und sangesfreudig durch die Vorweihnachtszeit. Mit Ausschnitten aus dem Werk von Karl Jenkins („The armed man“) stellen sich im zweiten Teil der Veranstaltung alle Beteiligten (Stadtchor, Band, Damenchor und Orchester) unter ihrem Dirigenten Peter Rülke sehr hohen Ansprüchen. Mit Erfolg, wie der Beifall am Ende dieses wunderbaren Abends bestätigt.  

(v.k.)

TUBAF: Übergabe der neuen Universitäts-Bibliothek

22. September 2023

Am 28. September und nach vier Jahren Bauzeit soll der auf dem Campus der TU Bergakademie Freiberg entstandene neue Hörsaal- und Bibliothekskomplex offiziell übergeben werden. Das Gebäude mit seinem 42m hohen Turmbau gilt zukünftig sicher als Herzstück des Freiberger Campus`. Ein Grund für das Team der Sprachpaten- und Sprachtutoren der ACATRAIN e.V. an der TU Bergakademie Freiberg, diesem Gebäude im Vorfeld und im Rahmen einer Führung unseren Besuch abzustatten:

Im Neubau untergebracht sind neben zwei modernen und barrierefreien Hörsälen mit insgesamt 700 Plätzen ein Vortragssaal, mehrere Seminarräume und eine Cafeteria. Weiterhin und gemäß Angaben der Bauausführung ist in den Räumen der neuen Uni-Bibliothek Platz für ca. 720.000 Bücher, Zeitschriften und andere Medien geschaffen worden.

Insgesamt hat der Freistaat Sachsen für dieses Projekt, das ab Wintersemester 2023/24 für die Studierenden nutzbar sein wird, ca. 49 Millionen Euro investiert.

Mit dem Umzug der Universitätsbibliothek von der Agricolastraße in das neu gebaute Bibliotheks- und Hörsaalzentrum „um die Ecke“ sind nicht nur technische und bibliothekarische Kapazitätsengpässe überwunden, sondern auch moderne Arbeitsbedingungen für die Angestellten und Studierenden der TUBAF geschaffen worden. Auch wenn verständlicherweise eine Woche vor Übergabe nur ein Teil des neuen Gebäudekomplexes für uns geöffnet war, sind die hier vorgefundenen neuen Lern- und Arbeitsplätze augenscheinlich mehr als exzellent.

Zum Nachlesen: 
♦ https://www.freiberg.de/stadt-und-buerger/aktuelles/neuigkeiten/kunst-am-bau-oeffnet-horizonte-neues-tu-hoersaal-und-bibliotheksgebaeude-in-freiberg-feierlich-eroeffnet
https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4tsbibliothek_Freiberg
https://www.acatrain.net/wp/

(v.k.)

Großer Bergaufzug zur Adventszeit

03.12.2022

Das Freiberger Schloß Freudenstein: Festlich beleuchtet sind Tor…

… und der davorliegende große Schloßplatz

Die Sehnsucht der Bergleute nach Licht und Wärme ist für viele von uns- und dies gerade in der dunklen Winterzeit- emotional nachvollziehbar. Ein triftiger Grund, den Aufzug der Berg- und Hüttenleute als Jahrhunderte alte Tradition zu bewahren und alljährlich erlebbar zu machen. Dies in vielen Orten des Erzgebirges und natürlich auch in Freiberg, dem damals reichsten und ergiebigsten Silberabbaugebiet in der Montanregion. Die Bergparade der vereinigten Knappschaften mit anschließender Bergpredigt und Mettenschicht in der Freiberger Petrikirche ist auch für uns der Höhepunkt in der Adventszeit…

Wo sie zu Hause sind, verraten Parade-Uniformen und Knappschaftsfahnen

Stolz und festliches Ambiente: Die historische Freiberger Berg- und Hüttenparade im Fackelschein

Die letzte Schicht des Jahres bleibt sicher ein beeindruckendes Bild für Einheimische und unzählige Besucher der Bergstadt. Uns allen „Glück auf“ und friedliche Adventstage.

(v.k.)

September 2022: Tag des offenen Denkmals

11.09.2022

Unter dem Motto „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalsschutz“ öffnen auch in diesem Jahr wieder Kulturdenkmäler in Freiberg und natürlich bundesweit. Für Neugierige und Interessenten gilt es wie in den vorangegangenen Jahren, Geheimnisse und Geschichten von Gebäuden, technischen und bergbaulichen Anlagen, historischem Gelände und Denkmalen zu entdecken, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind… Bei der Spurensuche durch die Silberstadt haben wir diesmal offene Türen —> 

  • im Freiberger Theater (Spielzeiteröffnung 2022/2023 und eintrittsfreies Konzert mit der Mittelsächsischen Philharmonie)
  • im weithin sichtbaren Donatsturm, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Freiberger Altstadt (Ausstellung zu den mittelalterlichen Verteidigungsanlagen)
  • im mittelalterlichen (privaten) Wohnhaus von 1565 in der Donatsgasse 22 (historische Blockstube und Gleichstromausstellung)
  • im Kreuzgang und in der Annenkapelle des Freiberger Doms (Kurzführung durch die Welt ausgewählter Epitaphe und Vortrag zur 300-jährigen Glockengießertradition der Freiberger Familie Hilliger)

eingerannt und dort unsere Spuren hinterlassen. Das Interesse war allerorten und mehr als spürbar.

Schmiedekunst vor der Freiberger Annenkapelle

Ausstellung mittelalterlicher Epitaphe im Kreuzgang des Freiberger Doms. Im Zentrum der Sammlung: Grabplatten der v. Schönbergschen Familiendynastie  (16.-17.Jhd.)

Übrigens: Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ wird deutschlandweit seit 1993 jährlich durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz organisiert….

(v.k.)

Im Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS)

07.06.2022

Am 7.6.2022 wurde uns, den ehrenamtlichen Sprachtutoren und Sprachpaten der ACATRAIN e.V. an der TU Bergakademie Freiberg, der Besuch des ZeHS ermöglicht.

Der in Teilen bereits futuristisch anmutende Gebäudekomplex in der Freiberger Winklerstraße nahm bereits im Mai 2021 seine Arbeit auf. Baubeginn war übrigens der symbolische „Erste Baggerbiß“ im Mai 2017. Das in der Zeitschrift „Zeit-ONLINE“ als Ideenfabrik für die Grundstoffindustrie bezeichnete Forschungszentrum wird sich vorrangig mit der Entwicklung von innovativen, ressourcen- und energieeffizienten Technologien in der Grundstoffindustrie auseinandersetzen.

Der Forschungsbau nimmt eine Gesamtfläche von ca. 6.000qm ein. Dabei stehen neben Büro-, Lager- und Besprechungsräumen (incl. Computerpool) ca. 3.500qm als Laborfläche und Technologische Versuchshallen zur Verfügung. Im Rahmen unserer Besichtigung auf der unteren Etage zu bestaunen: Ein Teil der technischen Ausstattung in Form von Großgeräten und Analytik für die zu bearbeitenden Hochtemperaturprozesse. 

Mit der Hausdirektorin, Frau Dr. Abendroth, im Foyer des ZeHs. Ganz links das künstlerisch gestaltete Cr-Ni-Stahl-Schliffbild

„Das Zentrum für effektive Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS) ist eine zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der TU Bergakademie Freiberg auf dem Gebiet der Materialien und Prozesse in Hochtemperaturanwendungen, die bei Temperaturen oberhalb von 500°C ablaufen. Dabei sollen Prozeß- und Materialanforderungen in der chemischen Industrie sowie der Keramik-, Glas-und Bauindustrie umfassend analysiert und bewertet werden. Eine Besonderheit, die an der TU Bergakademie Freiberg zum Tragen kommt, ist die Bearbeitung der Themen entlang einer geschlossenen Innovationskette. Ausgehend von der Theorie über Laborversuche, Technikums- und Pilotanlagen bis hin zur Großversuchstechnik.“ (1).

Vor einem Versuchstand zur Anodenfertigung für zukünftige Elektrofahrzeuge

Modernes Wissenschaftsgebäude mit ausdrucksstarker Kunst am Bau: Das Sonnenlicht des Lichthofes trifft über ein ausgeklügeltes Spiegelsystem auf eine 10mx3m Hochglanz-Applikation: Die fünftausendfach vergrößerte Oberfläche eines Edelstahl-Schliffes

Der Forschungsneubau ist ein gemeinsam durch den Bund und den Freistaat Sachsen gefördertes Vorhaben. Mit seiner Idee verbunden war die künstlerische Gestaltung des Eingangsbereichs. Implementiert wurde eine Idee des Künstlers Axel Anklam, der über sein Projekt „Solaris“ eine Verbindung zwischen der hier betriebenen Grundlagenforschung, der Freiberger Bergbaugeschichte und dem Licht als Sinnbild und Symbol für Erkenntnisgewinn schafft.   

PS: *) ACATRAIN ist ein Verein für Weiterbildung an der TU Bergakademie Freiberg, bei dem das Projekt „Sprache ist Brücke“ zur Unterstützung

Quellen:

(v.k.)

Feinmechanik auf höchstem Niveau

22.02.2022

In der „Terra Mineralia“, eine der bedeutendsten Mineraliensammlungen der Welt im Freiberger Schloß Freudenstein ist bis Ende Februar die Sonderausstellung „Fein(e) Mechanik. 250 Jahre Präzionsmechanik aus Freiberg“ zu sehen. Die Ausstellung anläßlich des 250-jährigen Gründungsjubiläums wurde vom Stadt- und Bergbaumuseum in enger Zusammenarbeit mit der FPM Holding GmbH (Freiberger Präzisionsmechanik) konzipiert. Unterstützung erhielt sie durch ehemalige Mitarbeiter der Firma und Leihgeber.

Zu sehen ist eine überaus vielseitige Palette an fein(ster) Mechanik: vom Hängekompaß über Nivelliergerät und Theodolit bis hin zu Sextant, Sternfinder und Röntgenanalysemeßtechnik. Denn: Die Präzisionsmechanik und der feinmechanische Gerätebau haben in Freiberg eine lange Tradition, begründet durch die Bergakademie und den Bergbau in der Region, der die Entwicklung bergbautechnischer Geräte erforderte. (1)

Quellen:

  • (1): Freie Presse-Artikel zur Sonderausstellung vom 07.10.2021-27.02.2022

(v.k.)

1. Kammerkonzert der Spielzeit 2021/22

23.10.2021

1. Kammerkonzert im Kreuzgang des Freiberger Doms

Freiberger Dom – Panorama des Kreuzgangs

Es ist wie etwas Neues und fühlt sich genauso ungewohnt an:

Nach langer Corona-Abstinenz eröffnen heut sechs Musiker und -innen der Mittelsächsischen Philharmonie die neue Spielzeit in Freiberg. Mit einem gut einstudierten Kammerkonzert und dem vielversprechenden Titel „Freundschaft“…

Das vorgestellte zweistündige Programm unfaßt im ersten Teil das Horn- und das  Klarinettenquintett von W. A. Mozart. Im zweiten Teil des Abends  das Sextett für Klarinette, Horn und Streichquartett des englischen Komponisten John Ireland (1879-1962).

karten-images:

(v.k.)

Wo der Herbst zu Hause ist…

Oktober, 2021

Gelb, Ocker, Rot und Gold sind die Farben dieser Jahreszeit. Doch wo wohnt der Herbst eigentlich, der Maler und große Verschwender dieser Farben? Ich habe nachgeschaut: In der Bergstadt Freiberg kommen dafür nur dieses Haus am Weinstock oder die in der Mittagssonne leuchtenden Parkanlagen am Freiberger Kreuzteich in Frage:

Zur Mittagsstunde im Freiberger Albertpark

Und weil ihm die gelben Farben gerade ausgegangen sind, malt der große Meister ab heut nur noch mit Kamin- und Purpurrot weiter…

Klein, aber ein echter Hingucker: Der scharlachrote Fächer-Ahorn

(v.k.)

Fast ein Wintermärchen…

Freiberg, 17. Januar 2021

Ein Wintermärchen? Nur bedingt, denn auch das neue Jahr 2021 beginnt tief im Pandemie-Modus: Die Corona-Schutzbestimmungen hier in Sachsen sind restriktiv und machen die attraktiven Ski- und Wintersportgebiete sowohl im Böhmischen als auch im Oberen Erzgebirge für uns unerreichbar (Aufenthalte nur im 15km Radius möglich)!

Daß sich die Natur um krisenbedingten Lockdown, fehlende Impfstoffe in der EU oder Sinn bzw. Unsinn diverser Epidemie-Einschränkungen nicht schert, wollen die Bilder zeigen: Insbesondere der Wald hier im Erzgebirge ist zu einem verwunschenen Winterort geworden, voller Schönheit und voller Zurückhaltung. Und genau so märchenhaft weiß und tief verschneit sind die Straßen, Wege und Bahnlinien in seinem Umfeld, deren Enden sich irgendwo im Nirvana verlieren… 

Die Bilder zeigen aber auch, daß man zum Erleben dieser Schönheit nicht weit in die Ferne schweifen muss:

(v.k.)