Schlagwort-Archive: Wanderungen

Unterwegs im Osterzgebirge

Im Begleitheft für den “Sächsischen Wanderkalender 2020” sind zwölf Rundwanderungen in Streckenverlauf und Bild vorgestellt. Allesamt – so die Verfasser- sollen sie zu den schönsten Zielen des östlichen Erzgebirges führen (!). Ob sie wirklich dorthin führen, weiß man beim Lesen natürlich nicht so genau, könnte man aber ohne großen Aufwand nachprüfen. Wie? Natürlich auf Schuster`s Rappen! Packen wir es an, mit monatlich einer Wanderung könnte der Test schon Ende 2020 abgeschlossen sein!

Wenn wir ers nicht schaffen sollten, geht es halt 2021 weiter. Möglicherweise mit einem anderen Wanderkalender und auch dann: Immer der Nase nach…

Das Wandergebiet Osterzgebirge

PS: Die Touren im Begleitheft sind recht detailliert beschrieben, so daß nichts hinzuzufügen ist. So bleibt viel Zeit für eigene Betrachtungen, das Sammeln von Eindrücken und natürlich das Fotografieren.

(v.k.)

Im Elbsandsteingebirge: Bärensteine und Rauenstein

23.05.2021

Die Tour wird im Wanderführer von der Stadt Wehlen über den Großen und Kleinen Bärenstein bis zum Rauenstein und zurück nach Rathen beschrieben. Dafür ist eine Strecke von 8km und eine Dauer von 3-4h angegeben. Mit unserer Rund-Tour ab/an Nauendorf dürfte die Gesamtstecke etwa 15km betragen, immerhin waren wir ca. 5h unterwegs.

“Jeder der drei auf dieser Wanderung besuchten Tafelberge weist eine ganz unterschiedliche Prägung auf: Der Große Bärenstein zeigt sich relativ unwegsam, einsam und kaum zugänglich. Der Kleine Bärenstein besitzt einen hervorragenden Aussichtspunkt an der Stelle, wo einst eine Bergwirtschaft stand. Und den Rauenstein kann der Wanderer über seinen gesamten Grat mit zahlreichen Ausblicken begehen”. (aus: Wander-& Naturführer Sächsische Schweiz, Teil2: “Über Großen und Kleinen Bärenstein und zum Rauenstein…”)

 

 

 

 

 

 

Aufstieg zum Großen Bärenstein (327m)

Auf dem Kleinen Bärenstein (338m) mit Blick auf die zerklüftete Südwand des Großen Bärensteins. Die vorhandenen Grundmauerreste hier erinnern noch heute an das ehemalige Berggasthaus mit seinem Bärenzwinger (nach 1945 leider verfallen)

Auf dieser Tour omnipräsent und von dominanter Schönheit: Der Lilienstein (415m) hinter der großen Elbschleife

Geschafft: Auf dem Rauenstein (303m) mit seiner Berggaststätte. Von der Aussichtskanzel vor dem Nonnenfelsen (einem ehemaligen Wachtposten mit Burgwarte) öffnet sich nach Osten hin der Blick auf die gesamte hintere Sächsische Schweiz

(v.k.)

Literatur: Peter Rölke: “Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz”; Berg-& Naturverlag Peter Rölke, Dresden, 2000

Unterwegs im Osterzgebirge (8)

Nach Tour7 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


08.11.2020

Rundwanderung um Pfaffroda (Streckenlänge/Wanderzeit: 15.5km/5h)

“Der Hauptteil Pfaffrodas zieht sich in einer Hangmulde des 520 m hoch gelegenen Tales der Biela hin, die in Richtung Norden in einen Höhenrücken übergeht und eine Höhe von ca. 600 m erreicht. In Nord-Süd-Richtung dehnt sich der Ort über ca. 2 km aus. Das Erzgebirge und sein Vorland waren bis vor mehr als 800 Jahren von dichtem Wald, dem sogenannten “Miriquidi”, bedeckt. Mit der Entwicklung des Silberbergbaus in Freiberg wurde ab der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts das gesamte Erzgebirge bis in die Kammlagen durch umfangreiche Rodungen erschlossen und besiedelt.

Die Entstehung des Ortes Pfaffroda ist zeitlich nicht genau nachweisbar. Vermutet wird aber, dass die erste Besiedlung Anfang des 13. Jh. durch Zisterziensermönche erfolgte, die aus dem 1191 in Böhmen gegründeten Kloster Ossegg von Sayda in das Bielatal vordrangen und auf einem Felsvorsprung den Hof Pfaffroda anlegten. Im Jahre 1346 wird Pfaffroda in der „Meißner Bistumsmatrikel“ (Pfaffenrode) erstmalig erwähnt. 1352 liest man die erste urkundliche Erwähnung der Herren von Schönberg auf Purschenstein für dieses Gebiet” (aus: “Olbernhau-Mitten im Erzgebirge; Webbroschüre der Stadtverwaltung Olbernhau)

Mit einer Steckenlänge von ca. 15km und einem Höhenunterschied von 185m zählt die Rundtour zu den leichten Wanderungen. Unsere Variante beginnt am Schloßensemble der Stadt (die nebenstehende Sankt-Georgs-Kirche beinhaltet übrigens neben Hochaltar und Schwalbennestkanzel auch eine Silbermannorgel aus dem Jahre 1715).  Sie führt am Bielebach entlang zum Dittmannsdorfer Kunstteich und über den Tännicht mit seinem Dreitannen-Denkmal zum und ca. 600m hoch gelegenen Mittelwald. Von dort aus geht es nach Hallbach und am Sattelbachteich vorbei wieder zurück.


Der Schönfelder Teich am Schloßberg Pfaffroda…

…und darüber auf einer leichten Anhöhe Schloßturm und St. Georgs-Kirche

An der Birkenallee nach Dittmannsdorf

Herbstspiegelung am Dittmannsdorfer Kunstteich

Am Tännicht

Denkmal Dreitannen und Kirche in Hallbach. Das Dreitannendenkmal ist ein Gedenkstein zu Ehren der im 1. Weltkrieg Gefallenen des Erzgebirgischen Jägerbataillons

Noch einmal das Das Pfaffrodaer Schloßensamble, jetzt allerdings in der späten Nachmittagssonne

Nicht zu übersehen und auch auf dieser Tour unser Begleiter: Der goldene Herbst!

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (7)

Nach Tour6 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


07.11.2020

Rundwanderung um Rabenau über Jägerhaus, Lerchenberg, Barbarakapelle, Götzenbusch und Rabenauer Grund (Streckenlänge/Wanderzeit: 13.9km/4h)

“Rabenau ist eine Kleinstadt zwischen Dippoldiswalde und Freital im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Ort Rabenau ist Verwaltungssitz der sechs Ortsteile der Stadt. Diese erstreckt sich über ein Territorium von 30 Quadratkilometern am nördlichen Rand des Osterzgebirges. (aus: “WIKIPEDIA”)

Mit einer Steckenlänge von ca. 14km und einem Höhenunterschied von ca. 245m zählt die Rundtour zu den mittelmäßig- schwierigen Wanderungen. Unsere Variante beginnt am Marktplatz der Stadt. Sie führt über den Marktsteig zum 425m hohen Lerchenberg mit herrlicher Aussicht auf den Freitaler Windberg, die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge. Weiter zur gotischen Barbarakapelle mit Bezug zum mittelalterlichen Erzbergbau, die Sandsteinstufe im Götzenbusch, den wildromantischen Rabenauer Grund und zurück.


Unser ständiger Begleiter auf dieser Tour: Der goldene Herbst!

Blick von der Pfarrlinde am Marktsteig auf Rabenau und seine stolzen Reiter…

Der “goldene Steig” zum Lerchenberg

Vor den Ruinen der Barbarakapelle am Rand der Dippoldiswalder Heide

Blick vom Götzenbusch auf den Ort Oelsa, links die Ton- und Sandsteinformation aus Ablagerungen des Kreidemeeres

Letzte Etappe: Abstieg in den Rabenauer Grund

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (6)

Nach Tour5 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


11.06.2020

Rundwanderung von Altenberg zu den historischen Bergwerksanlagen, zu Geisingberg, Pinge und den Galgenteichen (Streckenlänge/Wanderzeit: 13.2km/4h)

“Der Kamm des Osterzgebirges mit seinem rauhen Klima und den undurchdringlichen Urwäldern war für die Menschen lange Zeit eine natürliche, unpassierbare Grenze zwischen Böhmen und der Markgrafschaft Meißen. Die Funde von Erzen (Zinn, Silber und auch Gold) machten das Gebirge für den Menschen interessant und man begann von böhmischer Seite her mit der Besiedlung. Die Entdecker des Altenberger Erzvorkommens sollen Köhler gewesen sein. Unter ihren Feuerstätten fanden Sie geschmolzenes Zinn. Diese Nachricht verbreitete sich rasch und lockte Bergleute aus Nah und Fern an. Aus den Köhlerniederlassungen wuchs der Bergarbeiterort am “Alten Berge”. Bereits 1451 erhielt Altenberg das Stadtrecht. Der Bergbau wuchs rasch, wobei die Ausbeutung der Minen zum Teil ohne die nötige Sicherheit betrieben wurde: 1620 kam es zum großen Pingenbruch, danach lag das Bergwerk fast 50 Jahre still. Pest, Ruhr und Kriege suchten die Stadt heim, so daß nur langsam mit der Wiederaufnahme der Bergwerkstätigkeit begonnen werden konnte. Dabei wurde jedoch im 17.-19. Jahrhundert die Glanzzeit des 16. Jahrhunderts nie mehr erreicht. (editiert aus: GESTERN, Auslage der Pfarrkirche Altenberg)

Mit einer Steckenlänge von ca. 13km und einem Höhenunterschied von ca. 290m zählt die Rundtour zu den mittelmäßig- schwierigen Wanderungen. Unsere Variante startet am Zielpunkt der Sommerrodelbahn in Altenberg. Sie führt über das Alte Raupennest am Kammweg zur historischen Zinnwäsche am “Alten Berg” und zu weiteren übertägigen Bergwerksanlagen. Dann hinauf zum 824m hohen Basaltkegel des Geisingberges mit einer überragenden Aussicht auf die Stadt Altenberg und das benachbarte Geisingtal im Nord-Osten. Im Anschluß wieder hinab zum gigantischen Kessel des Pinge-Einbruchs und über die Galgenteiche zurück zum Startpunkt.


 

 

 

 

 

Im Zentrum der der Bergstadt: Das Hauptgebäude des ehemaligen Berg- und Hüttenkombinates scheint heut für den Rat der Stadt  Altenberg etwas überdimensioniert…

Blick auf den Altenberger Skihang vom alten Kammweg aus. Gleich daneben das Alte Raupennest

In der historischen Zinnwäsche: Das zutage geförderte Erz mußte für die Verhüttung aufbereitet werden. Dazu legte man bereits frühzeitig ein kunstvolles System von Pochwäschen an, die das Erz zerkleinerten und das Zinnkonzentrat auswuschen. Ganz unten: Blick auf den Römerschacht, der über ein Jahrhundert lang der Hauptförderschacht des Altenberger Zinnbergbaus war. Über diesen Schacht wurden von 1850-1963 über 4Mio Tonnen Zinnerz an das Tageslicht gefördert

Der Geisingberg mit dem Luisenturm von Fern und Nah. Ganz nah auch die duftenden Frühlingswiesen nach dem leichten Abstieg

Rundblick auf Altenberg mit seiner Pinge

Die Pinge- der Einsturzkrater aus dem Jahre 1620 in unmittelbarer Nähe zum Altenberger Stadtgebiet. Mit seinen Abmaßen von 400m Durchmesser und 150m Tiefe zählt er zu den eindrucksvollsten Bergbaudenkmalen der Region. Der Krater ist das Ergebnis gewaltiger untertägiger Brüche, die große Teile des damaligen Bergwerks zerstörten. Hier der Pingenbruch im Panorama…

….und aus Nahdistanz

“Dreifaltigkeit” im Jahre 2020: Die Altenberger Stadtkirche, das Bergglöck`l und die Eliteschule des Sports. Für die Piloten der Rennschlitten und Bobs wird hier und aktuell gewaltig (an)gebaut…

Blick auf den großen Galgenteich. Sowohl der große als auch der kleine Galgenteich lieferten die Aufschlagwässer für die hiesigen Bergwerksanlagen. Sie zählen zu den ältesten Kunstteichen Deutschlands.

Seit 1991: Ruhe im Römer-Schacht. Er löste die durch die Pinge brüchig gewordenen alten Förderschächte ab. Der Hauptschacht Altenbergs wurde 1837 abgeteuft und erreichte 1962 mit 300.000t Fördererz/Jahr seine Leistungsgrenze. Es ist nicht ausgeschlossen, daß durch das neue Berggeschrey des 20. Jahrhunderts wieder Leben in die bis dato versiegelten Anlagen einkehrt…

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (5)

Nach Tour4 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


30.05.2020

Rundwanderung von Grünthal um die Stadt Olbernhau und durch die Wälder des Rungstock-Tals (Streckenlänge/Wanderzeit: 18.8km/6h)

“Der Ort Olbernhau befindet im Herzen des Erzgebirges, eingebettet im Tal der Flöha und seinen sechs Nebenflüssen. Auf einer mittleren Talsohle von ca. 450m und den Höhenlagen bis zu 600m über NN finden Sie eine kleine quirlige Stadt. Die Stadt “Albernaw” entstand im frühen 14. Jahrhundert, aus dem Jahr 1511 stammt der älteste Nachweis bergbaulicher Tätigkeiten. Olbernhau wird im Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden schwer verwüstet. Mehr als drei Mal wütet die Pest in diesem Ort. Am 12. und 13. August 2002 verwüstet das schlimmste Flöha-Hochwasser der Geschichte den Flusslauf zu beiden Seiten und Teile des Ortes. Heute leben hier 12.500 Einwohner. Neben dem Stadtkern mit Marktplatz, Stadtkirche und Einkaufsstraße gibt es ein kleines Theater, das Schloß Pfaffroda, verschiedene Museen und die historische Saigerhütte in Grünthal. In dieser ehemals in sich geschlossenen Industriegemeinde mit Anfängen eines Sozialsystems sind heute 22 historische Fachwerkbauten erhalten, umgeben von einer fast vollständigen wehrhaften Mauer mit Toren und Türen. Der Besucher erhält einen Einblick in die alte Technik der Hammerwerke. Weiterhin die Arbeitsstätten zum Schmelzprozess des Saigerns, die Geschichte und die historisch-soziale Struktur dieses Jahrhunderte alten metallurgischen Betriebes.” (editiert aus: Tourist-Informationen des Hotels Saigerhütte in Grünthal)

Mit einer Steckenlänge von ca. 19km und einem Höhenunterschied von ca. 380m zählt die Rundtour zu den mittelmäßig- schwierigen Wanderungen. Unsere Variante startet in Grünthal. Sie führt im Norden um die Stadt Olbernhau herum, quert den weiten Talkessel der Flöha, verläuft durch das dunkle Rungstock-Tal bis hin zur ehemaligen Pulvermühle und endet schließlich auf dem Erzgebirge/Vogtland-Trail am Ausgangspunkt:


Im Denkmalskomplex der Saigerhütte Olbernhau-Grünthal. In der Hütte wurde in einem mehrstufigen Schmelzprozess Silber aus dem abgebauten Schwarzkupfer abgeschieden. Das Silber ging an die Münze und das feine Raffinade-Kupfer als Dachhaut auf über 400 Profan- und Sakralbauten in ganz Europa.

Das Areal der Saigerhütte stammt noch aus dem Jahr 1537 und ist seit 2019 wesentlicher Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes “Montanregion Erzgebirge/Krushnohori”

Der Weg ist das Ziel: Er beginnt für uns am Hüttengrund bzw. der schmucken Kirche oben am Berg von Grünthal….

….führt vorbei an den schmucken Fachwerkhäusern und dem Drechsel-Zentrum von Olbernhau…

…quert das breite Flöha-Tal mit ausgedehnten, üppigen Rapsfeldern an seinen Hängen…

…und nimmt sein Ende weit hinter der Pulvermühle, die gut versteckt im Mischwald neben dem Erzgebirgstrail ihr Dasein fristet.

In der 1815 durch Johann Gottlieb Haubold gegründeten Pulvermühle zwischen Heide- und Königsweg wurde in großem Maßstab Schwarzpulver produziert. Insbesondere für Bergwerke, Armee und das Forstwesen. Bei der Produktion kam es nachweislich zu mehreren heftigen Explosionen (1835 und 1865) , wobei die Produktionsstätten stets große Beschädigungen erlitten. Nach Erfindung des Dynamits wurde die Produktion 1866 eingestellt.

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (4)

Nach Tour3 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


15.05.2020

Rundwanderung um die Talsperre Klingenberg (Streckenlänge/Wanderzeit: 9.9km/2.5h)

Still ruht der Stausee…

Die Verbundtalsperren an der Wilden Weißeritz: Klingenberg und Lehnmühle

“Die Trinkwassertalsperre Klingenberg im Erzgebirge ist ein frühes Meisterwerk des berühmten Architekten Hans Poelzig. Sie wurde zwischen 1908 und 1914 gebaut. Ursprünglich hieß sie Friedrich-August-Talsperre und war somit dem letzten sächsischen König gewidmet. Heute steht die gekrümmte Staumauer aus Bruchsteinen unter Denkmalschutz. Die Talsperre Klingenberg versorgt im Verbund mit den Talsperren Lehnmühle, Rauschenbach und Lichtenberg den gesamten Weißeritzkreis, die Stadt Freital und 60 Prozent der Stadt Dresden mit Trinkwasser.

Fast 100 Jahre lang war die Stauanlage ununterbrochen in Betrieb. Von 2005 bis 2013 wurde die Talsperre Klingenberg in einem der größten Bauvorhaben der Landestalsperrenverwaltung saniert. Im September 2013 fand die feierliche Wiedereinweihung statt.

Die alte Vorsperre Klingenberg ist beim Hochwasser 2002 stark beschädigt und zunächst provisorisch wieder errichtet worden. Mit dem Beginn der Sanierung der Talsperre Klingenberg entstand zwischen 2006 und 2008 eine neue Vorsperre. Oberhalb der Vorsperre wurde eine neue Wildholzsperre errichtet”. (aus: Informationen der Landestalsperrenverwaltung  des Freistaates Sachsen; Staumeisterei Weißeritz)

Mit einer Steckenlänge von ca. 10km und einem Höhenunterschied unter 50m zählt die Rundtour zu den leichten Wanderungen. Unsere Variante startet an der Vorsperre im Süden, dem Einlauf der Wilden Weißeritz. Sie führt an der östlichen Gewässerseite entlang und endet nach Überquerung der Staumauer und dem westseitigen Rückweg wieder am gleichen Punkt:


An der 2008 neu errichteten Vorsperre

An der Talsperre Klingenberg: Die Staumauer aus Bruchsteinen ist 310m lang und 34m hoch. Sie begrenzt einen Stauraum von 17 Mio qm und steht heute unter Denkmalschutz

Mehr als machbar: Beide Uferwege zwischen Staumauer (Mitte) und Vorsperre (unten)  sind nicht länger als 5km

Im naturbelassenen Tal der Wilden Weißeritz. Der Fluß entspringt übrigens auf dem tschechischen Erzgebirgskamm bei Nove Mesto, legt auf seinem Weg bis zum Zusammenfluß mit der Roten Weißeritz bei Freital eine Strecke von 53km zurück und überwindet dabei ein Gefälle von rund 650m…

Wenn man der Weißeritz ab hier stromaufwärts weiter folgt, schließt sich nach ca. 4 Stunden Wanderung die Talsperre Lehnmühle an. Sie wird in engem Verbund mit der Talsperre Klingenberg bewirtschaftet und dient als Hochwasserschutz und als deren Auffüllspeicher (Talsperrensystem). Doch das ist schon wieder eine andere Tour…

 

Vita und technische Daten

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (3)

Nach Tour2 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020”


07.05.2020

Rundwanderung von Maxen/Erzgebirge in das Tal des Lockwitzbachs, zur Märchenwiese bei Hausdorf und nach Schlottwitz im Müglitztal (Streckenlänge/Wanderzeit: 19.2km/6h)

Maxen ist ein Ortsteil der Gemeinde Müglitztal und liegt in 360m Höhe auf einem Hochplateau zwischen dem Lockwitz- und dem Müglitztal. Nicht nur um seine herrliche Aussicht auf das entfernte Elbtal mit Heidenau und Pirna ist der Ort zu beneiden. Es sind vor allem seine geologischen Attraktionen und seine reiche Geschichte: Maxen wurde im frühen 14. Jahrhundert als Herrensitz oder Rittergut gegründet und beherbergt in seinem Umfeld die ehemaligen Kalk- und kurfürstlichen Marmorbrüche August des Starken. Der Ort liegt zudem an einem bedeutenden Schlachtfeld des Siebenjährigen Krieges, bei dem 1759 die Preußen besiegt und ihr Korps unter General von Finck gefangengenommen wurde (“Finckenfang von Maxen”).  Der Verlauf der Schlacht in Kälte und Schnee zwischen dem Preußenkönig Friedrich II. und den Truppen der österreichischen Kaiserin Maria Theresia ist in einem Diorama des Heimatmuseums nachgestellt. Nach dem Verkauf des Rittergutes von der Familie von Schönberg an den Major Friedrich Anton Serre entwickelt sich Maxen im 19. Jahrhundert zu einem kulturellen und künstlerischen Treffpunkt. Musiker, Dichter und Maler wie Robert und Clara Schumann, Franz Liszt, Carl Maria von Weber, Hans Christian Andersen, Ludwig Tieck, Ludwig Bechstein, Carl Gustav Carus, Ludwig Richter und Johan Christian Dahl waren berühmte Mitglieder dieser Gesellschaft.

Rittergut und barockes Schloß, Dorfkirche, Finckenfang-Höhe, “Blauer Pavillon”, Marmorbruch und bespielte Naturbühne sind Hintergrund dieser unserer Wandertour mit Start und Ziel Maxen…

Start und Ziel: Maxen am Ausläufer des Osterzgebirges. Das Pfarrdorf aus dem 14. Jahrhundert faßt heute ca. 750 Seelen und liegt etwa 15km vor den Toren des Dresdens. Hier: Ortsansicht, Schloß, Finckenfang und Pfarrkirche

Die Hochebene um den Ort mit dem historischen Schlachtfeld des Siebenjährigen Krieges…

….und rundum blühenden Rapsfeldern

Nach erfolgreichem Durchstieg durch die Kroatenschlucht: Vor uns das liebliche Lockwitzbach-Tal mit der (pandemie-bedingt) leider geschlossenen Teufelsmühle

Auch die Hirschbachmühle im Tal ist bis auf weiteres zugesperrt. Weiter geht es durch die Reinhardtsgrimmaer Heide. Wohin? Immer geradeaus !

Zwischenziel an den Buschhäusern bei Hausdorf: Die romantische Märchenwiese mit…

…seinen liebevoll geschnitzten Märchenfiguren

Oben: Das Müglitztal bei Schlottwitz mit der Orgusmühle. Nach schweißtreibendem Kraxeln weiter hangaufwärts: Windräder und Funkturm auf dem Lärchenhügel (417m)

Nach 19km Streckenlänge und ca, 540m Anstieg endlich erreicht: Panorama am Alten Kirchweg vor Maxen. Ganz im Hintergrund: Das Elbtal

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”
  • image: de.m.wikipedia.org

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (2)

Nach Tour1 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


27.04.2020

Rundwanderung von Schönfeld/Erzgebirge in das Tal der Wilden Weißeritz, das Nebental des Weißbachs und nach Seyde und Hermsdorf (Streckenlänge/Wanderzeit: 14.6km/4h)

Start und Ziel: Die im 14. Jahrhundert gegründete Gemeinde Schönfeld im Osterzgebirge. Zu dem ca. 2km langen Waldhufendorf gehört eine bescheidene Steinkohlelagerstätte, die bis 1937 abgebaut wurde

Unterwegs an der Wilden Weißeritz; ihre Quelle liegt auf dem Erzgebirgskamm nahe Moldava (Böhmen)

Die idyllisch gelegene (ehemalige) Essigmühle bei Seyde

Hermsdorf im Frühling: Gemeindeamt, Kita und Gaststätten sind pandemiebedingt geschlossen bzw. im eingeschränkten Notbetrieb

Auf unserer Wanderung unübersehbar: Nach zwei Jahren mit extrem trockenen Sommern und ungehinderter Borkenkäferinvasion sind große Teile der Erzgebirgs-Wälder schwer und irreparabel(!) geschädigt

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)

Unterwegs im Osterzgebirge (1)

Im Begleitheft für den “Sächsischen Wanderkalender 2020” sind zwölf Rundwanderungen in Streckenverlauf und Bild vorgestellt. Allesamt – so die Verfasser- sollen sie zu den schönsten Zielen des östlichen Erzgebirges führen (!). Ob sie wirklich dorthin führen, weiß man beim Lesen natürlich nicht so genau, könnte man aber ohne großen Aufwand nachprüfen. Wie? Natürlich auf Schuster`s Rappen! Packen wir es an, mit monatlich einer Wanderung könnte der Test schon Ende 2020 abgeschlossen sein…

Das Osterzgebirge

Die Touren im Begleitheft sind recht detailliert beschrieben, so daß nichts hinzuzufügen ist. So bleibt viel Zeit für eigene Betrachtungen, das Sammeln von Eindrücken und natürlich das Fotografieren.


16.01.2020

Rundwanderung vom Grenzdorf Fürstenau durch das Hochmoor Fürstenauer Heide, nach Gottgetreu und über die Kadner- und Traugotthöhe (Streckenlänge/Wanderzeit: 12.8km/4h)

© OpenStreetMap-Mitwirkende: Rund um das Grenzdorf Fürstenau/Osterzgebirge mit seinen Ortslagen Gottgetreu und Müglitz; die hier fließende Weiße Müglitz ist der Grenzbach mit Böhmen

Schneeloses Müglitztal im Januar 2020

Blick vom Fürstenauer Hochmoor auf schnurgerade Feldraine und den Kamm des Osterzgebirges. Der Bergbaulehrpfad verweist auf den Zinnerzbergbau in dieser Gegend  ab dem 15. Jhd. (um Altenberg & Zinnwald)

Sanfte Hügellandschaft  an der Müglitz: Die Fürstenauer Kirche, der hölzerne Glockenturm im Ort Gottgetreu sowie typische Lesesteinhaufen und Bergbauhalden aus der Zeit des hiesigen Zinnbergbaus

  • Kartenimage: © OpenStreetMap-Mitwirkende
  • Tourenvorschlag aus dem: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)