Königsorte an der Straße der Romanik (9)

07.-08.08.2021

An der Strasse der Romanik: Unterwegs in Magdeburg 

In der Übersicht zur Straße der Romanik sind für Magdeburg vier große Bauwerke aus dieser Epoche (1000-1250) aufgeführt. Wir haben sie uns -neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten- genauer angeschaut.

1. Dom zu Magdeburg

“Im Mittelalter galt Magdeburg neben Konstantinopel als “drittes Rom”. Otto der Große (912-973), Gründer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im 10. Jahrhundert, wählte Magdeburg zu seiner Lieblingspfalz. 1209 begann der Bau der ersten gotischen Kathedrale in Deutschland. Während Magdeburg im Laufe der Geschichte mehrmals in Schutt und Asche versank, blieb der Dom bestehen als Wahrzeichen christlicher Hoffnung, kirchlicher Tradition, künstlerischen Bauwillens und gesellschaftlicher Herausforderung”. (1,2)

 

 

 

 

 

 

 

 

Das gewaltige Bauwerk an der Elbe ist natürlich das berühmteste Wahrzeichen der Stadt Magdeburg. Darüberhinaus ist es der erste gotische Dom auf deutschem Boden, die Grablege Otto I. (des Großen) und last not least der größte Sakralbau im Osten Deutschlands. Mit seinem Bau wurde nach dem Brand der 955 errichteten Ottonischen Kaiserbasilika im Jahre 1209 begonnen. In der heutigen Dimension erreicht das Langhaus eine Länge von 120m bei einer Höhe von 32m, die erst im Mittelalter vollendeten Westtürme erreichen eine Gesamthöhe von 100m:

Domsichten: Lettner-Pforte am Ostteil des Kirchenschiffs, Kreuzgang und Langhaus

Heilig-Grab-Kapelle mit dem kaiserlichen Herrscherpaar (Otto I. und seine Gemahlin Editha) sowie Editha-Epitaph

Sarkophag von Kaiser Otto I. vor dem Kreuzaltar

Vor der Krypta das Magdeburger Doms

Westliches Domportal

2. Kloster Unser Lieben Frauen

“Das ab 1064 errichtete Bauwerk gehört zu den besterhaltenen aus der Zeit der Romanik. Kirche und Kreuzgang vermitteln einen authentischen Eindruck der usrsprünglichen Anlage  des 1017/1018 gegründeten Kollegiatstiftes. Heute befindet sich darin das Kunstmuseum der Landeshauptstadt”. (1)

 

 

 

 

 

 

3. Katholische Kathedrale St. Sebastian

“Zusammen mit dem Kloster 1015 begründet, 1170 neu errichtet und im Spätmittelalter gotisch umgebaut, ist die Kathedralkirche St. Sebastian heute Sitz des katholischen Bischofs von Magdeburg. Sie wurde durch den umtriebigen Magdeburger Erzbischof Gero als Kollegiatstift gegründet. Besonders wegen eines Kopfreliquars des Heiligen Sebastian, der zugeschrieben wurde, das Bistum vor dem eindringenden Heer Heinrichs IV. beschützt zu haben, blühte die Kirche schnell auf und galt als vornehmstes Stift Magdeburgs nach dem Dom. So konnte das erste Bauwerk bereits 1170 durch eine romanische Basilika ersetzt werden”. (2)

St. Sebastian: Langhaus und zentrale Bündelsäule

4. Universitätskirche St. Petri

“Um 1150 begründet, beeindruckt die St. Petrikirche mit seinem romanischen Wehrkirchturm, dem gotischen Kirchenschiff und moderner Glasmalerei. Seit 1999 dient sie als katholische Universitätskirche”. (2)

 

 

 

 

 

 

Quellen:

(1): “Das Mittelalter erleben-Die Straße der Romanik”, Begleittext der Übersichtskarte; Medianagentur Sachsen-Anhalt

(2): https://www.magdeburg-tourist.de/Romanik

(3): Dom zu Magdeburg: St. Mauritius und St. Katherina; Herausgeber: Evangelische Domgemeinde Magdeburg, 2020

(v.k.)

 

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