Schlagwort-Archive: Gallerien

Van Gogh-Ausstellung im Potsdamer Barberini

27.11.2019

Vincent van Gogh vom 26.10.2019 bis 02.02.2020 im Postdamer Museum Barberini!  Zu sehen und zu bestaunen sind 27 Stilleben aus der Schaffenszeit des Künstlers zwischen Arles in der Provence und seinen letzten Lebensjahren bei Paris. Dabei werden nur wenige Bilder aus seinem Nachlaß gezeigt. Diese sind jedoch von großer Eindringlichkeit und verknüpft mit van Goghs persönlichsten Erlebnissen. Darüberhinaus sind sie voll von Metaphern und Hinweisen auf seine prekäre soziale, gesundheitliche und finanzielle Situation. Und auf seine unbändige Leidenschaft als Zeichner und Maler…

“Über 170 Stilleben hat Vincent van Gogh (1853-1890) in dem einen Jahrzehnt seines künstlerischen Schaffens gemalt. Erstmals zeigt eine Ausstellung die Bedeutung dieses Genres in seinem Werk. Für van Gogh waren Stilleben das geeignete Medium für sein Ringen um die Ausdruckskraft der Farbe.  Seine künstlerische Entwicklung zeigt sich im ausdauernden Experimentieren in den Stilleben” (aus: Van Gogh: Stilleben; Faltblatt des Museums Barberini Potsdam)

Die Bilder sind unter Bildergallerie Barberini abgelegt.

(v.k.)

Im Museum Barberini

20. Januar, 2019

Gallerien

52° 23′ 42,6″ N und 13° 3′ 44.21″E  sind die Koordinaten für das neue, inzwischen genau zwei Jahre alte Kunstmuseum in der brandenburgischen Landeshauptstadt Postdam. Beide Angaben sollte man sich merken, befindet sich doch an deren Schnittpunkt der im 18.Jhd. erbaute ehemalige Barockpalast Barberini:

Gallerien

Nach schwerer Zerstörung im Krieg wurde das Gebäude am Potsdamer Alten Markt ab 2013 durch die Hasso Plattner Stiftung neu aufgebaut und im Jahr 2017 eingeweiht. Nach dem Vorbild des Palazzo Barberini in Rom errichtet, liegt das Potsdamer Pendant eingebettet zwischen der Alten Havel-Fahrt, dem Brandenburger Stadtschloß, der mächtigen St. Nikolaikirche und dem Potsdamer Museum für Kunst und Geschichte: Rom liegt also auch an der Havel! Das Museum Barberini beherbergt sowohl Stiftungs-Sammlungen (Schwerpunkt: Kunst der DDR und Deutschlands nach 1989) als auch Wechsel-Ausstellungen mit Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen.

Barberini

Zwischen italienischem Barock und Klassizismus: Das Museum Barberini neben Altem Rathaus und Níkolaikirche

Die Ausstellungsthemen der bisherigen Präsentationen waren/sind  bisher zwischen dem Künstlerschaffen der Alten Meister und der Moderne angesiedelt. Zur aktuellen Sonderausstellung “Farbe und Licht” bis zum Februar 2019 gehören Bilder des französischen Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross und der Avantgarde-Künstler des 20. Jahrhunderts Emil Nolde, Lyonel Feininger und Ernst Wilhelm Nay.

Einige Bilder dieser Sonderausstellung sind in der Photosammlung dieser Homepage abgelegt. Und: Aktuell wird die Ausstellung überschattet von Rückgabeforderungen des 1903 von Cross geschaffenen Gemäldes “Regatta in Venedig”. Inwieweit diese berechtigt sind und dann als Raubkunst gemäß den Washingtoner Prinzipien geregelt werden müssen, wird sich sicher bald herausstellen.

PS: Die Washingtoner Prinzipien wurden 1998 von ca. 50 Staaten und Nichtregierungsorganisationen verabschiedet. In ihnen wird die verstärkte Suche nach NS-Raubgut bei Kunstwerken aller Art, deren Dokumentation (Provenienz) und die Suche nach gerechten und fairen Regelungen vereinbart.

(v.k.)

In der Gallerie Alte Meister

15.01.2019

Gemälde

Eingangsbereich und Lichtgestalt der Dresdener Gemäldegalerie: Die Sixtinische Madonna

“Der Ruhm der Gemäldegallerie Alte Meister in Dresden gründet sich auf Meisterwerke wie Raffaels “Sixtinische Madonna”, Giorgiones “Schlummernde Venus, Correggios “Heilige Nacht”, Cranachs “Katherinenaltar” und Bellottos Stadtansichten. Weithin bekannte Gemälde von van Eyck, Rembrandt, Rubens, Vermeer, Dürer, Holbein, Tizian, Veronese, Canaletto, Watteau, El Greco und Murillo laden zu ausgiebiger Betrachtung ein: Ein Gipfeltreffen europäischer Malerei von der Frührenaissance bis zur Aufklärung.

Die Sammlung befindet sich in der 1855 nach Plänen Gottfried Sempers errichteten Gemäldegallerie, welche zu den wichtigsten Museumsbauten des 19. Jhd. in Deutschland zählt” (aus: Aktuelle Besucherhinweise zum Semperbau am Zwinger/2018)

Gemälde

Mehr als 100 Jahre nach dem Vorbild Correggios: “Die Heilige Nacht” von Carlos Maratta (1652)

Mehr Bilder aus der Dresdener Gemäldegallerie sind in der Photosammlung dieser Homepage abgelegt.

(v.k.)

300 X DIXX

02.09.2018

GemäldeGerade noch geschafft! Denn: Die umfangreiche Bildersammlung von Otto Dix (1891-1969) ist nur noch bis zum 09. September 2018 in den Kunstsammlungen Chemnitz, Museum Gunzenhauser zu besichtigen. Auf allen vier Etagen des Hauses werden 40 Gemälde, 50 Aquarelle, 100 Zeichnungen und 110 Graphiken des Künstlers gezeigt. Chronologisch geordnet geben sie einen Überblick über das Gesamt-Schaffen von Otto Dix.

Für uns beeindruckend die schöpferische Auseinandersetzung des Malers mit den künstlerischen Strömungen seiner Zeit (Expressionismus, Kosmische Bilder, Neue Sachlichkeit usw.). Neben den Dresdener Frühwerken und den Bildern aus der Zeit seiner Inneren Emigration (Ächtung durch die Nationalsozialisten: “Entartete Kunst”) sind beeindruckende Landschaftsmalereien zu sehen, die er ab 1933  in seiner neuen Heimat am Bodensee geschaffen hat. Im Fadenkreuz seines Schaffens oft provokante, verstörende und krasse Überzeichnungen der Gesellschaft. Insbesondere aber immer Menschen und Grenzerfahrungen, Frauen und Sexualität, Triebe und Abgründe. Aber auch berührende, intime Kinderzeichnungen und Aquarelle. In der Ausstellung permanent erlebbar seine immerwährende und couragierte Auseinandersetzung mit den Greueln beiden Weltkriege.

Gemälde

Zwischen Kosmischen Bildern und Neuer Sachlichkeit…

Gemälde

…Kriegstraumata und französische Gefangenschaft

Gemälde

…und Landschaften zwischen Bodensee und Alpen

(v.k.)

Im Museum Gunzenhauser

Donnerstag, 14.Dezember 2017

Das Museum Gunzenhauser in Chemnitz zeigt zu seinem zehnjährigen Jubiläum eine Sonderausstellung: Vom 1.10.2017-14.01.2018 werden hier Werke des Berliner Künstlers Johannes Grützke vorgestellt. In zwei Etagen sind dazu umfangreiche Gemälde, Zeichnungen, Graphiken und plastische Arbeiten ausgestellt.

GallerienGallerien

Als langjähriger Freund des Kunstsammlers und Galeristen Dr. Alfred Gunzenhauser schuf der zeitgenössische Künstler (1937-2017) vor allem unverwechselbare Porträts.  Aber auch Auftragswerke, wie z.B. das große Wandfries in der Frankfurter Paulskirche. Seine Selbstbildnisse (z.T. urkomisch und grotesk), Bilder mit Bezug zur antiken Mythologie oder historische Szenen voller verschlüsselter Informationen verblüffen sicher manchen der der Besucher.

Unabhängig von dieser aktuellen (und sehr interessanten)  Bilderschau beherbergt das “Gunzenhauser” Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. Dies sind insbesondere Gemälde von Otto Dix (als größter Fundus), Alexey von Jawlensky, Conrad Felixmüller, Gustav Wunderwald, Karl Schmidt-Rottluff u.v.a. Für uns an diesem Tag besonders beeindruckend die Porträts und Landschaftsbilder von Otto Dix, die eigentlich weniger oder kaum bekannt sind:

Gemälde

Otto Dix/1944: Felsen im Schnee (Hohlweg bei Hemmenhofen)

Gemälde

Otto Dix/1938: Tal bei Pontresina

(v.k.)

Chemnitzer Museumsnacht 2017

Samstag, 20.05.2017

In der Tradition: Auch in diesem Jahr werden in der Chemnitzer Museumsnacht die Tore von städtischen, vereinseigenen und privaten Museen sowie Galerien und Einrichtungen für Besucher geöffnet. Von 18 Uhr bis 1 Uhr ist dabei in 29 Objekten für (fast) jeden Geschmack etwas dabei.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Übersicht gefällig? Dann bitte hier entlang zum Link: —> Museumsnacht_2017: Programm

In sieben Stunden ist natürlich nicht alles zu schaffen. Und wohl auch nicht im Sinne des Erfinders, denn wer will schon die Kunstsammlungen Chemnitz, die neue Sächsische Galerie, die Burg Rabenstein, das Sächsische Industriemuseum oder die TU Chemnitz im Schweinsgalopp “vereinnahmen”?  Wir haben uns zwei Ausstellungen ausgesucht und den “Rest” auf die nächsten Jahre vertagt:

1. Villa Esche/Henry van de Velde Museum

MuseenMuseen

Die Villa Esche  wurde 1902 von dem belgischen Künstler Henry van de Velde für den Chemnitzer Textilunternehmer Herbert Eugen Esche entworfen. Sie gilt als herausragende Architekturleistung der Jugendstil- und Gründerzeit und als Baudenkmal von europäischem Rang.

2. SMAC-Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Museen

Museen

Museen

 

 

 

 

 

 

Das SMAC präsentiert sich seit März 2017 mit der Sonderausstellung “Schätze-der-Archäologie-Vietnams” zur mehr als 30 000 Jahre währenden Kulturgeschichte des Landes. Sie ist die erste Ausstellung über Archäologie und Geschichte Vietnams in Deutschland. Ein Novum: Viele der historischen Objekte werden zum ersten Mal außerhalb Vietnams gezeigt.

(vk)

Große Kunst in Leipzigs Zentrum

Sonntag, 11.Dezember 2016

Fast ist er nicht mehr zu finden, der 36m hohe gläserne Kubus des Museums der bildenden Künste Leipzig: Wie in einem Vierseitenhof eingebaut ist er seit kurzem zwischen Brühl und Marktplatz der Messestadt. Sein Standort: Katharinenstrasse 10. Als Koloß an “Masse und umbautem Raum mit dem Hang zum Gigantischen” würde ich es bezeichnen, was aber absolut nichts über die wirklichen Schätze in seinem Inneren aussagt!

Gallerien

Denn die sind zweifelsfrei hochkarätig hoch drei. Über drei Etagen verteilt erwarten uns Kunstgegenstände, Plastiken und Gemälde aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen: Vom frühen 15. Jhd. bis in die Gegenwart des alten und neuen Europa hinein. Die gesammelten Exponate kommen aus ehemaligen und modernen Künstlerateliers in Holland/Flandern, Italien, Frankreich und Deutschland. Sie erwarten die interessierten Besucher sowohl in den oberen Ausstellungsräumen als auch im Untergeschosses (Wechselausstellungen).

Das Museum ist sowohl Heimstadt der Kunstsammlungen des ehemaligen städtischen Bildermuseums am Augustusplatz (1943 durch britische Bomber zerstört) als auch des Neuen Leipziger Kunstvereins.

Gemälde

J. C. Dahl: Hünengtrab nahe Vordingborg im Winter

Gemälde

C.D. Friedrich: Lebensstufen

Die umfangreiche Gallerie lebt noch heute von dessen (damals sichergestellten) ehemaligem Bestand und mittlerweile umfangreichen Stiftungen und Schenkungen betuchter Sammler. Aktuell, aber wegen der Lichtempfindlichkeit nur über einen Gesamtzeitraum von vier Monaten gezeigt, werden die druckgraphischen Folgen von Max Klinger.

(vk)