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„Marianengraben“ am Mittelsächsischen Theater

25.03.2026

Am Mittwoch, den 25. März feierte im Freiberger Theater das Bühnenstück „Marianengraben“ seine Uraufführung. Das Schauspiel in der Fassung von Stephan Bestier und Catherina Jacobi greift auf den gleichnamigen Roman von Jasmin Schreiber zurück. Bravourös in den Hauptrollen: Nele Schweers und Michael Berger. Ein absolut sehenswertes, modernes Theaterstück!

„Die Inszenierung wagt etwas Ungewöhnliches: nämlich leicht zu erzählen vom Allerschwersten. Tieftraurig und voller skurrilem Humor agieren die beiden Akteure.

Die Geschichte erzählt von der Verzweiflung einer jungen Frau, die um ihren geliebten Bruder trauert. Und den Folgen einer zufälligen nächtlichen Begegnung auf dem Friedhof. Dort trifft Paula auf Helmut, der gerade dabei ist, eine Urne auszugraben. Er hatte seiner Frau eine Reise versprochen. Und auf die begeben sich nun diese beiden einander fremden Versehrten – der alte kranke Mann und die tief traurige Heldin“. (1)

(1): Foto und Textpassage aus dem Prorgrammheft 03/2026 des MiT
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/freiberg/premiere-marianengraben-mittelsaechsisches-theater-kultur-news-100.html

(v.k.)

Zur Erinnerung: Mascha Kaleko in der BiB Freiberg

22.03.2026

Mascha Kaleko (1907-1975), hier bei einer ihrer Buchlesungen

„Die bekannte deutsch-jüdische Dichterin Mascha Kaléko verfasste lyrische, aber auch politisch-satirische Gedichte, mit denen sie zur Förderung der Demokratie in Deutschland nach dem Holocaust beitragen wollte. Zum Tag der Demokratiegeschichte werden Gedichte und andere Texte von ihr rezitiert, musikalisch in Szene gesetzt und fachkundig kommentiert.

Der Abend bietet Gelegenheit, eine bisher noch unbekannte Seite der bekannten und damals wie heute sehr beliebten Dichterin kennenzulernen. Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Julia Meyer erläutert anhand von historischem Bildmaterial das Leben und Werk der engagierten Demokratin Mascha Kaléko im Nachkriegsdeutschland, sodass Demokratiegeschichte in Wort, Bild und Musik vermittelt wird.

MiT-Schauspieler Boris Schwiebert rezitiert aus Gedichten und Briefen von Kaléko, der Pianist und Saxophonist Jörg Kandl sorgt für musikalische Beiträge“ (1).

(1): Rezension und oberes Foto aus dem Spielplan 03/2026 des Mittelsächsischen Theaters (MiT)

Ich habe eines ihrer schönsten Gedichte hier auf meiner Webseite verlinkt. Mascha Kaléko schreibt das „Letzte Lied“, in ihrer Spätzeit, d.h. lange nach ihren schaffens- und erfolgreichen Berliner Jahren im Literaturzirkel rund um das Romanische Cafe. Wahrscheinlich nach Übersiedlung ihrer Familie von New York nach Jerusalem im Jahre 1959. Wo sie wegen sprachlicher und kultureller Isolation sowie dem Tod ihres Sohnes und der Krankheit ihres Mannes unter ungewollten Enttäuschungen litt. Dazu auch der Buch-Lesetip.

Quellen:
https://elkehussel.de/mascha-kaleko-abend-in-freiberg-zwischen-jazz-und-zen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko 

(v.k.)