Schlagwort-Archiv: Gegenwartsliteratur

Link

Buch-Lesetip:

Robert Harris: „Aurora„, Wilhelm Heyne Verlag, München, 2000

„Während eines Moskau-Aufenthaltes wird der britische Historiker Fluke Kelso von einem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter aufgesucht. Nachdem Alkohol in Strömen geflossen ist, behauptet dieser, in Stalins Todesnacht dem Chef der Geheimpolizei (Berija) dabei geholfen zu haben, ein geheimes Notizbuch Stalins beiseitezuschaffen. Kelsos Nachforschungern ergeben rasch, daß der Alte die Wahrheit gesagt hat. Als sein Informant kurze Zeit später bestialisch ermordet aufgefunden wird, ist sich der Historiker sicher, daß dieses Notizbuch hochbrisante Informationen enthält und daß er nicht der einzige ist, der sich 45 Jahre nach Stalins Tod (1953) dafür interessiert. Die Jagd nach dem Buch führt durch ein Moskau der verlassenen Paläste und elenden Plattenbausiedlungen, bis Kelso die Notizen schließlich in den Händen hält. Sie übertreffen all seine Erwartungen und bringen ihn auf eine Spur, die direkt zu Stalins fast ein halbes Jahrhundert lang gehütetes Geheimnis führt…“ (1)

(1): Aus dem Klappentext 

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Martin Suter: „Lila, Lila„, Diogenes Verlag AG Zürich, 2004

„So rein wie die Liebesgeschichte, die er als Manuskript in einem alten Nachttisch findet, sind auch Davids Gefühle für Marie. Dafür muß er ein anderer werden als der, der er ist. David schlüpft in eine Identität, die ihm irgendwann über den Kopf wächst.

Wie stets bei Martin Suter geht es auch in seinem wunderbar geschriebenen Roman „Lila, Lila“ um den Verlust von Identität. Suter packt einen von der ersten Seite an. Unbedingt lesen!“ (1)

(1): Aus dem Klappentext

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Lothar Weise: „Das Geheimnis des Transpluto„, Verlag Neues Leben Berlin, 1962

Zwei riesengrosse Meteoriten nähern sich der Erde, gefolgt von metallisch glänzenden Kugeln – Blitze zucken zwischen ihnen hin und her – eine hell leuchtende Gaswolke dringt in die Erdatmosphäre ein.

Waren es Boten einer bewohnten Welt? Die Spektralanalyse bestätigt es: Die Flugkugeln können nur vom äusseren Planeten des Sonnensystems, dem Transpluto, gekommen sein, der in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt worden war. Aber wie kann dort, Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, hochentwickeltes Leben entstanden sein?

Von Tursk am Aralsker See startet eine mächtige Photonenrakete zum Transpluto. Wenige Stunden vor dem Abflug verschwindet auf geheimnisvolle Weise Pjotr Roi, Hochfrequenzspezialist der Expedition. An seine Stelle tritt Juan Padero. Nur Kerstin Roth weiß, in wessen Auftrag das geschieht – aber sie schweigt. Der geheimnisvolle, unerforschte Planet birgt sensationelle Überraschungen. Eine künstliche Sonne umkreist ihn! Das erste Landefahrzeug des Raumschiffes wird von unbekannten Kräften in eine graue Schlammzone gedrückt. Auch das mächtige Raumschiff wird zur Landung gezwungen.

In einer erregenden, konfliktreichen Handlung gestaltet der Autor die Abenteuer der Transplutoexpedition.“ (1)

(1): Aus dem Klappentext

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Kristin Harmel: „Das letzte Licht des Tages„, Knaur Verlag, München, 2019

„Frankreich 1940: Als Ines herausfindet, daß ihr Ehemann auf dem Weingut der Familie Flüchtlinge und Waffen für die Resistance versteckt, ist auch sie gezwungen, sich für eine Seite zu entscheiden. Ines schließt sich dem Widerstand an- und begeht einen schrecklichen Fehler, der das Leben aller auf dem Weingut für immer verändert.

Jahrzehnte später begleitet die junge Amerikanerin Liv ihre exzentrische Großmutter auf einer Reise nach Frankreich. Vom Weingut Chauveau fühlt Liv sich wie magisch angezogen, und sie beginnt mithilfe des symphatischen Anwalts Julien Cohn die Vergangenheit zu erforschen. Ihre Recherchen führen sie zurück in die dunkelste Zeit des Zweiten Weltkriegs, zu einer Geschichte von Liebe und Verrat- und der Hoffnung auf Vergeltung.“ (1)

(1): Aus dem Klappentext

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Becky Smethurst: „Das kleine Buch vom großen Knall„, Anaconda Verlag, München, 2025

„Nur weil man es nicht gesehen hat, heißt es nicht, daß es nicht existiert!

In zehn Kapiteln führt die Oxforder Astrophysikerin Becky Smethurst den Leser durchs Weltall- kurz, knackig, lehrreich und unterhaltsam. Was war eigentlich vor dem Urknall? Gibt es dort draußen Lebewesen? Was hat es mit den schwarzen Löchern auf sich? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden sich in diesem kompakten Führer durch das Universum“ (1)

(1): Aus dem Klappentext

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Robert Harris: „Angst„, Wilhelm Heyne Verlag, München, 2013

„Zusammen mit seinem Partner, einem Investmentbanker, hat der geniale Alex Hoffmann eine revolutionäre Form des automatisierten Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden zu einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte voraussagen kann. Hoffmanns Hedgefond mit Sitz in Genf macht Milliarden. Eines Nachts überwindet ein geheimnisvoller Einbrecher die ausgeklügelten Sicherheitsanlagen seines Domizils am Genfer See und reißt ihn und seine Frau aus dem Schlaf. Damit beginnt ein Albtraum voller Paranoia und Gewalt, in dessen Verlauf Hoffmann mit wachsender Verzweiflung versucht, demjenigen auf die Spur zu kommen, der sein Leben zerstören will. Seine Nachforschungen konfrontieren ihn mit den elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen. Am Ende jenes Tagers wird Hoffmanns Welt- unsere Welt- für immer eine andere sein. “ (1)

(1): Aus dem Klappentext 

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Robert Harris: „Der zweite Schlaf„, Wilhelm Heyne Verlag, München, 2019

„England nach der großen Katastrophe: Ein klerikales System regelt das gesellschaftliche Leben, streng darauf bedacht, allen Irrwegen gegenzusteuern. Der junge Priester Fairfax wird vom Bischof von Exeter in ein kleines Dorf entsandt, um dort die Beisetzung des mysteriös verstorbenen Pfarrers zu regeln. In der Gegend finden sich häufig Artefakte aus der Zeit vor der großen Katastrophe. Der Besitz gilt als Ketzerei und wird hoch bestraft. Aber im Pfarrhaus stößt Fairfax auf eine große Sammlung dieser verbotenen Dinge. Hat eine archäologische Leidenschaft zum Tod des Pfarrers geführt? Je tiefer Fairfax jedoch in die Geheimnisse der abweisenden Dörfler eindringt, desto mehr werden seine festen Vorstellungen- von sich selbst, seinem Glauben und der wahren Geschichte seiner Welt- auf die Zerreißprobe gestellt.“ (1)

Der zweite Schlaf“ ist ein Roman, der 800 Jahre nach einer (fiktiven) Apokalypse unserer Welt beginnt, die im Jahr 2025 eingetreten ist. Die Welt liegt seitdem in Trümmern und ist in ihrer Handlungs- und Denkweise wieder in den bekannten Mustern des Mittelalters angekommen. Die Errungenschaften unserer Zeit  sind nurmehr Relikte der sogenannten „prä-apokalyptischen Periode“, sie werden in England durch einen Staat, in dem Kirche und Religion wieder vereint sind, verfemt und verleumdet. Die Suche nach der Wahrheit endet für die Protagonisten in einem Desaster…

(1): Aus dem Klappentext 

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Robert Harris: „Intrige„, Wilhelm Heyne Verlag, München, 2013

„Das Buch nutzt die Techniken des Romans, um die wahre Geschichte der Dreyfus-Affäre zu erzählen, dem vielleicht größten politischen Skandal und Justiz-Irrtum der Geschichte. Die Affäre schlug in den 1890-er Jahren erst Frankreich und schließlich die ganze Welt in ihren Bann. Sie ereignete sich nur 25 Jahre, nachdem die Deutschen die Franzosen im Krieg von 1870/71 vernichtend geschlagen und Elsass-Lothringen besetzt hatten: Ein seismischer Schock für das Kräfteverhältnis in Europa und Vorbote des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

Keine der Personen des Buches, nicht einmal die nebensächlichste, ist gänzlich erfunden. Und fast alle geschilderten Ereignisse haben sich- zumindest in irgendeiner Form- im wirklichen Leben tatsächlich abgespielt… “ (1)

(1): Aus den Anmerkungen des Autors 

(v.k.)

Link

Buch-Lesetip:

Arno Surminski: „Vaterland ohne Väter„, Ullstein Verlag, 2004

„Wer war Robert Rosen? Sechzig Jahre nach dem Tod ihres Vaters, der am Tag ihrer Geburt, am 31. Januar 1943, in Rußland fiel, begibt sich Rebeka Lange, geb. Rosen, auf Spurensuche. Sie gehört zu den Millionen Soldatenkindern, die ihre Väter nie gesehen haben. Anhand von Tagebüchern und Briefen begleitet sie den jungen Robert Rosen von seinem ostpreußischen Dorf in den Krieg. Das Buch endet mit einer Todesanzeige, die sie für ihren Vater am 31. Januar 2004 aufgibt: Ich suchte Mörder und fand Menschen.“ Rußland, Ostpreußen, Münster und Hamburg sind die Schauplätze dieses dokumentarischen Romans, der einen Bogen spannt vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart und in dem auch Napoleons Marsch nach Moskau 1812, über den ein junger Westfale ins seinem Kriegstagebuch erschreckend Ähnliches zu berichten wußte, eine Rolle spielt. „Alle Kriege sind miteinander verwandt. Einer zieht den anderen nach sich wie eine ansteckende Krankheit“, heißt es im Arno Surminskis  neuem Roman, mit dem ihm nicht nur ein unverwechselbares Stück Literatur gelingt, sondern auch ein bewegender Beitrag zur Vergangenheitsdebatte. (1)

(1): aus Klappentext 

(v.k.)