Buch-Lesetip:
Robert Harris: „Angst„, Wilhelm Heyne Verlag, München, 2013
„Zusammen mit seinem Partner,
einem Investmentbanker, hat der geniale Alex Hoffmann eine revolutionäre Form des automatisierten Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden zu einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte voraussagen kann. Hoffmanns Hedgefond mit Sitz in Genf macht Milliarden. Eines Nachts überwindet ein geheimnisvoller Einbrecher die ausgeklügelten Sicherheitsanlagen seines Domizils am Genfer See und reißt ihn und seine Frau aus dem Schlaf. Damit beginnt ein Albtraum voller Paranoia und Gewalt, in dessen Verlauf Hoffmann mit wachsender Verzweiflung versucht, demjenigen auf die Spur zu kommen, der sein Leben zerstören will. Seine Nachforschungen konfrontieren ihn mit den elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen. Am Ende jenes Tagers wird Hoffmanns Welt- unsere Welt- für immer eine andere sein. “ (1)
(1): Aus dem Klappentext
(v.k.)

Hach ja, dieser Alex Hoffmann mit seiner Angst-Software! Beeindruckend, wie man aus Angst und KI Milliarden machen kann. Wird er sich bald Sorgen machen, dass seine eigene Software ihn als Nächstes als überflüssigen Angstparameter entdeckt? Der Albtraum am Genfer See klingt nach einem klassischen Finanz-Crash in menschlicher Form – na klar, der hat auch was. Man lernt daraus: Wenn man zu viel Geld hat, brauchen die Ganoven auch nur eine ausgeklügelte Türöffnung. Ein wirklich unterhaltsamer Lesetip für all die, die mal wissen wollen, was passieren würde, wenn KI die Börse kontrolliert – oder uns alle. Nur die Frage, warum er nicht einfach die KI ans Netz schaltet und den Einbrecher selbst vorausberechnet hätte…
Danke für die Zuschrift! Bei allem Fiktiven: Eins muß man Harris allerdings lassen, daß er bereits vor 15 Jahren die KI (früher Kybernetik e.t.c.) und seine Cloud-Plattformen genau so ernst genommen hat wie heut ganze Industriezweige…