24.09.2026
Das 1. Freiberger Sinfoniekonzert mit dem Geiger Elias David Moncado
Die Mittelsächsische Philharmonie ist unter ihrem Generalmusikdirektor Jose Luis Gutierrez in der nahezu ausverkauften Freiberger Nikolaikirche in ihre neue Konzertsaison gestartet. Moderne Gegenwartsmusik von Missy Mazzoli („Sinfonia for Orbiting Spheres“) traf auf Max Bruchs Violinkonzert Nr.1 g-Moll und Anton Bruckners monumentale Sinfonie Nr. 4 („Die Romantische“). Die größte Aufmerksamkeit dieses Abends dürfte allerdings dem deutsch-spanisch-malaysischen Geiger Elias David Moncado gegolten haben, der uns Konzertbesucher mit Max Bruchs 1. Violinkonzert begeisterte. Ein Werk voller Anmut, Schönheit und Klarheit- einzigartig und unvergleichlich schön.
Elias Moncado ist Stipendiat der Anne-Sophie-Mutter- und der Gautier-Capucon-Stiftung und kann bereits auf zahlreiche internationale Auftritte verweisen. Ein Ausnahmegeiger, der erst nach zwei virtuosen Zugaben vom begeisterten Publikum entlassen wurde. Ganz im Gegensatz dazu die monumentale Vierte Sinfonie Anton Bruckners, bei deren großen Steigerungen das Orchester seine ganze Wirkung entfalten konnte. Wenig Romantik, dafür aber viele Dezibels von Hörnern, Posaunen und Trompeten…
Hier eine frühere Aufführung des Violinkonzerts von Max Bruch, diesmal mit der Violinistin Hilary Hahn und dem hr-Sinfonieorchester aus der Alten Oper Frankfurt (2016). Die US-Amerikanerin Hilary Hahn aus Boston/Massachusetts dürfte wie Elias Moncado zu den absoluten Ausnahmekünstlerninnen ihres Faches gehören. Wegen seiner Schönheit gehört dieses Konzert schon seit Jahrzehnten zu meinen musikalischen Favoriten. Es ist unter der Rubrik Musik, die tief berührt zu finden.
(v.k.)


