sind Youtube- und Audio-Playlists aus so unterschiedlichen Genres wie klassische Musik, Volkslieder oder Folk/Pop/Rock. Sie haben mich in einzelnen Lebens-Etappen auf unterschiedliche Weise begeistert und inspiriert. Sie tun es noch heute und stehen somit für mein (persönliches) Musikverständnis. Manches aus der Welt der Klassik ist unbeschreiblich schön und geschrieben für die Ewigkeit…
Wenn ein Sänger wie der 1966 tödlich verunglückte Fritz Wunderlich seine unvergessene Stimme in den Dienst dieser Musik stellt, kann man nur noch lauschen und die Welt um sich her vergessen…
Wenn es also Perlen der Musik mit ganz viel Gänsehaut gibt, dann gehören für mich die nachstehenden Aufnahmen unbedingt dazu:
♦ S i n f o n i s c h e s
♦ Wolfgang Amadeus Mozart, KV339: „Laudate Dominum“ (Lobet den Herrn)/Bel Canto Choir Vilnius:
♦ … und hier das „Laudate Dominium“ nochmals mit der tschechischen Sopranistin Patricia Janecková, die mit 25 Jahren unfaßbar jung an Brustkrebs verstorben ist:
♦Wolfgang Amadeus Mozart, KV618, „Ave Verum Corpus“/Concordia Choir:
♦ Wolfgang Amadeus Mozart: „Dona Nobis Pacem-Gib uns Frieden“/Bayerns Knabenchöre:
♦ Franz Schubert: Adagio Es-Dur Op. posth. 148 D. 897 „Notturno“:
Giacomo Puccini: Arie „O mio babbino caro“ aus der Oper Gianni Schicchi und der norwegischen Sängerin Sissel Kyrkjebo:
♦ Georg Friedrich Händel: Messias-Oratorium; „Er weidet seine Herde“/Regula Mühlemann:
♦ Cesar Franck: FWV71-„Panis angelicus“/Sissel and The Tabernacle Choir:
♦ E. Humperdinck: „Abendsegen“ aus der Oper Hänsel und Gretel/Elina Garanca & Anja Harteros:
♦ Antonin Dvorak: „Du lieber Mond, so silberzart…“ aus der Oper Rusalka/Elka Mitzewa:
♦ Giacomo Puccini: „Nessun dorma“ (Keiner schlafe) aus der Oper Turandot/Paul Potts:
Johann S. Bach: „Schlafe, mein Liebster, genieße die Ruh“ aus dem Weihnachtsoratorium/Aafje Heynis:
♦ Georg F. Händel: „Ombra mai fu“ (Nie war ein Schatten) aus der Oper Xerxes/Fritz Wunderlich:
♦ Pourcell y Mauriat, P. Vilarroig: „I WILL FOLLOW HIM“/Director: Félix Redondo:
♦ Hans Zimmer: Soundtrack „Now we are free…“ aus dem Film Gladiator:
♦ John Williams: Soundtrack „Hymn to the fallen“ aus dem Film Saving Private Ryan:
♦ Enya: Original Motion Picture Soundtrack „May It be“ aus dem Film Der Herr der Ringe:
♦ K o n z e r t a n t e L i e d e r u. a.
♦ Franz Schubert: „Im Abendrot“/Fritz Wunderlich:
♦ Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski: „Ich bete an die Macht der Liebe“/Jay Alexander:
Der Liedtext von „Ich bete an…“ des rheinischen Pietisten Gerhard Tersteegen (1697-1769) ist das Militärgebet des deutschen Heeres seit Friedrich dem Großen. Und noch heute offizielles Gebet der Deutschen Bundeswehr beim großen Zapfenstreich.
♦ Friedrich Silcher: „Ich hatt` einen Kameraden“/“The good comrade“/Unbekannte Aufnahme:
“Der gute Kamerad” oder nach seiner Anfangszeile “Ich hatt` einen Kameraden” ist ein traditionelles Klagelied der deutschen Armeen einschließlich der heutigen Bundeswehr und des österreichischen Bundesheeres. Im nachfolgenden Link wird näher auf seine Geschichte eingegangen.
♦ Franz Schubert: „Schlafe, schlafe, holder, süßer Knabe“/Fritz Wunderlich:
♦ Franz Schubert: „Des Baches Wiegenlied“ aus: Die schöne Müllerin/Wunderlich/Giesen:
Kann ein mehr als 200 Jahre altes Lied sanfter Gegenspieler der drei bösen Geister Menschenverachtung, Hetze und Krieg sein? Der Geister, welche fast täglich aus den Konfliktgebieten dieser Welt und der Ukraine zu uns finden und uns jedesmal neu zusammenzucken lassen?
Vielleicht. Was soll es sonst sein, daß mir dieses Lied nicht mehr aus dem Kopf geht? Mich umtreibt und einfach nicht mehr losläßt?
„Der gute Kamerad“ oder nach seiner Anfangszeile „Ich hatt` einen Kameraden“ ist ein traditionelles Klagelied der deutschen Armeen einschließlich der heutigen Bundeswehr und des österreichischen Bundesheeres. Den Text entwirft im Jahre 1809 der in Tübingen lebende Dichter Ludwig Uhland. Seine unmittelbare Inspiration zu dieser Ballade basiert auf aktuellen Geschehnissen während der Befreiungskriege gegen Napoleon. Konkret auf dem Einsatz badischer Truppen gegen die aufständischen Tiroler unter Andreas Hofer (das Großherzogtum Baden war als Mitglied des Rheinbundes Unterstützer und Truppensteller des Napoleonischen Feldzuges im Kampf gegen Österreich und Tirol). 1825 wird der Text durch den ebenfalls in Tübingen wirkenden Komponisten und Musikpädagogen Friedrich Silcher in Anlehnung an eine Schweizer Volksweise vertont.
Das Lied, das weder Heldenhaftes noch kriegerische bzw. politische Überheblichkeiten an sich hat, gehört bis heute zum kulturellen Gedächtnis der Deutschen. Es hat mit Stolz und Kameradschaft, aber auch mit Selbstlosigkeit und Respekt unter den Soldaten zu tun und wird sowohl im europäischen Raum als auch international gesungen oder aufgeführt. So wurde „Der gute Kamerad“ („the good comrade“) u.a. auch von der französischen Fremdenlegion und mehreren lateinamerikanischen Ländern übernommen und gehört dort zum traditionellen Liedgut der Streitkräfte.
„Es drückt ein universelles Gefühl aus, das vielleicht am besten von Veteranen und Kriegsteilnehmern verstanden wird.“ (aus: „German History“)
Nach meinem Empfinden ist dieses Abschiedslied ein ehrwürdiges und bewegendes Stück deutscher Musikgeschichte. Nicht nur in der Youtube-Aufnahme oben. Auch in einer noch älteren Fassung, die ich in meinen Blog „Musik-geschrieben für die Ewigkeit“ aufgenommen habe:
Die zu Herzen gehende Weise ist unsagbar erschütternd und berührt zutiefst…
Kann man einem Freund und Kameraden mehr Ehre erweisen? Beim Spielen des Liedes ist von Uniformierten der militärische Gruß zu erweisen; eine Geste, die ansonsten nur einer National- oder Landeshymne zusteht. Man sollte nie vergessen, es immer mit dem nötigen Respekt und niemals in unwürdiger Art und Weise anzuhören oder zu singen:
I n m e m o r y o f a l l t h e f a l l e n c o m r a d e s i n c o u n t l e s s w a r s a n d b o t h w o r l d w a r s , R. I. P. …