Chemnitzer Schloßberg-Impressionen

03.09.2020

Um 1135 ließ Kaiser Lothar III. auf einem Höhenzug über dem Chemnitz-Fluß ein Benediktinerkloster errichten, das bis in die Jahre der Reformation bestand. Seine erhalten gebliebene Gebäudesubstanz entstammt verschiedenen Bauphasen: Die romanische Südapsis gehört noch zum Gründungsbau (um 1150), der frühgotische Ostflügel zum wohl ältesten steinernen Klostergebäude (1275). Der Südflügel und die Kirche sind Bestandteile der spätgotischen Bauphase unter den beiden letzten Äbten Heinrich von Schleinitz und Hilarius von Rehburg (1483-1539).

Kurfürst Moritz von Sachsen ließ die repräsentative Klosteranlage in den Jahren 1548/49 zu einer Sommerresidenz in den Formen der Renaissance umbauen. Nach der Verwüstung der Gebäude im Dreißigjährigen Krieg und den Umnutzungen und Abbrüchen im 19. und 20. Jahrhundert blieben nur die Kirche und zwei Flügel der ehemaligen Klausur erhalten. Nach umfangreichen Sanierungen in der Neuzeit beherbergt der Schloßkomplex heute das stadtgeschichtliche Museum (Schloßbergmuseum), welches Bestandteil der Kunstsammlungen Chemnitz ist” (aus: Das Museum für Stadtgeschichte/Freundeskreis Schloßbergmusum Chemnitz e.V.)

Klosterkirche und Flügel der ehemaligen Klausur

Mit Gründung des Benediktinerklosters im 12. Jahrhundert erfolgte von diesem Ort aus auch die Gründung der Stadt Chemnitz. Die um den ehemaligen Schloßberg gelegenen schmucken Fachwerkhäuser und die einzigartige Aussicht auf den nahe gelegenen Schloßteich gehören sicher zu den Besonderheiten und ausgewiesenen Schönheiten der Stadt:

Fachwerkhäuser am steilen Aufgang zum Schloßberg

Zum Entspannen und Verweilen: Spätsommerwetter am Schloßteich

(v.k.)

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