Zum WM-Debakel 2026

 29.06.2026

Bemerkungen zu Deutschlands Abschied vom Fußballtraum 2026

Niederlage, Fiasko, Tiefschlag, Demütigung- wie auch immer wir unser Ausscheiden aus dem ersten k.o-Spiel der WM 2026 bezeichnen wollen, es bleibt ein Debakel. Keine Fan-Party am Brandenburger Tor mit dem goldenen WM-Portal. Stattdessen strömender Regen am Münchner Flughafen für den Bundestrainer der so hochgelobten DFB-Elf und die Bayern-Profis Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic. An den Folgetagen durch die DFB-Stars Kai Havertz und Nick Woltemade wortreiche Bedauerung in diversen Social-Media-Plattformen.

Es bleibt die Erkenntnis, alles gewollt, aber wenig gekonnt zu haben. Weit weg von der Form eines vierfachen Weltmeisters (1954, 1974, 1990 und 2014), lieferte das DFB-Team in drei Vorrunden-Spielen gegen einen Fußballzwerg (Curacao) und zwei zweitklassige Mannschaften (Elfenbeinküste & Ecuador) wenig Erfreuliches und ist im ersten k.o-Rundenspiel gegen Paraguay zu Recht aus dem Kader der weiteren Qualifikation ausgeschieden. Der für jedermann sichtbare Abstieg in die internationale Zweitklassigkeit hat sicher mehrere Ursachen und wird Gegenstand gründlicher Aufarbeitung sein müssen, wenn sich nicht ein Abstieg in die Bedeutungslosigkeit anschließen soll. Was unseren Fußball-Milllionären, Trainern und Funktionären nach dem Platzen der Euphorie-Blase mit ihrer maßlosen Selbstüberschätzung bleibt, ist sicher in erster Linie Ernüchterung. Aber auch Enttäuschung und Frust. Und: Es gibt (außer den Gehältern von ihren Vereinen, laufenden Werbeverträgen usw.) keine erquicklichen Prämien, wobei die jährlichen Grundgehälter je nach Spieler zwischen einer und zwanzig Millionen Euro auch ausreichend sein dürften (1). Mein Mitleid hält sich also in Grenzen. 

Der Auftritt einer verunsicherten Truppe mit Fitnessproblemen und Schwächen in den Zweikämpfen gegen Ecuador und gegen die die rüde Elf aus Paraguay waren augenfällig: Insbesondere Defizite bei der Laufgeschwindigkeit (auffällig bei Kapitän Joshua Kimmich) und bei schnellen Gegenstößen waren sicher einer der Gründe für deren vorzeitiges AUS. Und: Nach Einschätzung von Fußballexperten, z.B. auch Toni Kroos, ist die DFB-Elf keine Weltklassemannschaft. Sie verfügt zwar über sehr gute, aber keine Weltklassespieler a la Erling Haarland, Lionel Messi, Harry Kane oder Kylian Mbappe (2).  

„Es würde nicht jeder unterschreiben, daß ich Bundestrainer bleibe“, so J. Nagelsmann. Wobei korrekt ist, daß die wenigsten dies unterschreiben würden. Die Tugenden des bei all seinen vorherigen Stationen (Hoffenheim, Leipzig, München) viel zu hoch in den Himmel gelobten Bundestrainers gehören m.E. vorrangig auf  den Prüfstand. Spielaufstellungen und Kommunikationsprobleme dieses jungen Trainers sind von Experten monatelang begleitet und bemängelt worden. Dazu zählen neben dem bedingungslosen Festhalten an dem Sichfestdribbler Leroy Sane auch die monatelange Reaktivierung von Manuel Neuer über die würdelose Degradierung seines Torhüters Oliver Baumann. Für einen Großteil der Fußballbegeisterten- so auch für mich- ist es weiterhin schwer nachvollziehbar, in den Spieler-Camps auch deren Frauen und Kinder mit einzuquartieren. Leistungszentrum oder Wohlfühl-Oase? Nach Niederlagen dieser Art tritt meist der Rücktritt des Coaches in den Focus, der jedoch einem Herrn Nagelsmann laut kicker mit einer satten Abfindung von ca. 7 Mio € (dies entspricht auch seinem Jahresgehalt) nicht sonderlich wehtun dürfte… 

Unsere DFB-Adler begleiten auf ihrer Heimreise nach Deutschland nun Spott und Häme (nachweislich bei den meisten internationalen Sport-Kommentaren). Dazu die Gewißheit, daß Anspruch und Realität immer dann weit auseinanderliegen, wenn sie nicht durch eine Weltklasseleistung und unbedingten Siegeswillen unterfüttert sind:    

Sorry, die gedruckte Welt ist leider übervoll mit „Anteilnahme“ und diversen Ratschlägen dieser Art

Doch das müssen sie aushalten. Der sportliche Wert unserer Nationalmannschaft war mehr als übersichtlich. Die Schuhe waren es sicher nicht. Auch das Arbeitsamt wird den Mannen erspart bleiben, die Rückflug-Fluggemeinschaft mit den Holländern dagegen wäre praktikabel. Was bleibt ist für Millionen Fans und Anhänger nur die Enttäuschung, daß sich ein Sommermärchen von 2014 so schnell nicht mehr wiederholen wird (?)  

Nachtrag:

Fußball hin, Fußball her. Die Karavane mit Ball und Trillerpfeife zieht auch ohne Kimmich & Co. weiter. Die beste Mannschaft der Welt wird am 19. Juli auf dem Siegertreppchen stehen und auch unsere Erde wird sich weiterdrehen…

Weiterdehen wird sich auch der internationale Fußballzirkus und beteiligten Medien mit ihrem Kommerz-Geschacher um Übertragungsrechte, Austragungsorte, Sponsoring-Verträge und Fan-Artikel. 32 Mannschaften waren für die WM 2026 nicht mehr ausreichend, so daß für nunmehr 48 Mannschaften ein neuer Austragungsmodus in 3 Ländern geschaffen werden mußte. Die Endrunde der 24. Fußball-Weltmeisterschaft (offiziell 2030 FIFA World Cup) soll im Jahr 2030 ausgetragen werden. Mit noch mehr Gigantismus? Vielleicht sogar mit 64 Mannschaften? Wennn nicht 2030, dann vielleicht 2034 in Saudi Arabien? Dafür sorgen könnte das korrupte System FIFA mit seiner grenzenlosen Gier und seinem Hang zum Größenwahn. An der Spitze des Weltfußballverbandes seit 2016: Gianni Infantino, schweizerisch-italienisch-libanesischer Fußballfunktionär und und Nachfolger des skandalträchtigen Sepp Blatter. Herr Infantino, Nimmersatt und Donalds Darling, übernahm die FIFA-Präsidentschaft, nachdem 2015 in Zürich die Handschellen bei mehreren FIFA-Funktionären geklickt hatten. Der Vorwurf: Bestechung, Geldwäsche, Schmiergeldzahlungen und Betrug. Die FIFA-Gate-Vorwürfe sind inzwischen nachgewiesen bzw. stehen bis heute im Raum. (3,4,5).


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entnommen aus linkedin

Quellen:

(1) https://wetten.com/aktuelles/gehaelter-nationalmannschaft/
(2): https://ran.joyn.de/sports/fussball/wm/dfb-team-toni-kroos-vernichtendes-urteil-haben-keinen-einzigen-weltklasse-spieler-148489
(3): https://de.wikipedia.org/wiki/Korruption_in_der_FIFA
(4): https://www.sportschau.de/fussball/fifa-skandal-2015-als-die-handschellen-klickten,zehn-jahre-fifa-gate-100.html
(5): https://www.sportschau.de/fussball/fifa-wm-2026/die-fifa-spielt-laengst-nach-trumps-regeln,fifa-balogun-kommentar-100.html

(v.k.)

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