Unterwegs im Osterzgebirge (4)

Nach Tour3 hier die Bilder und Impressionen einer weiteren Erzgebirgs-Rundwanderung. Dazu in unserem Gepäck: Die Anregungen aus dem “Sächsischen Wanderkalender 2020“. 


15.05.2020

Rundwanderung um die Talsperre Klingenberg

Still ruht der Stausee…

Die Verbundtalsperren an der Wilden Weißeritz: Klingenberg und Lehnmühle

“Die Trinkwassertalsperre Klingenberg im Erzgebirge ist ein frühes Meisterwerk des berühmten Architekten Hans Poelzig. Sie wurde zwischen 1908 und 1914 gebaut. Ursprünglich hieß sie Friedrich-August-Talsperre und war somit dem letzten sächsischen König gewidmet. Heute steht die gekrümmte Staumauer aus Bruchsteinen unter Denkmalschutz. Die Talsperre Klingenberg versorgt im Verbund mit den Talsperren Lehnmühle, Rauschenbach und Lichtenberg den gesamten Weißeritzkreis, die Stadt Freital und 60 Prozent der Stadt Dresden mit Trinkwasser.

Fast 100 Jahre lang war die Stauanlage ununterbrochen in Betrieb. Von 2005 bis 2013 wurde die Talsperre Klingenberg in einem der größten Bauvorhaben der Landestalsperrenverwaltung saniert. Im September 2013 fand die feierliche Wiedereinweihung statt.

Die alte Vorsperre Klingenberg ist beim Hochwasser 2002 stark beschädigt und zunächst provisorisch wieder errichtet worden. Mit dem Beginn der Sanierung der Talsperre Klingenberg entstand zwischen 2006 und 2008 eine neue Vorsperre. Oberhalb der Vorsperre wurde eine neue Wildholzsperre errichtet”. (aus: Informationen der Landestalsperrenverwaltung  des Freistaates Sachsen; Staumeisterei Weißeritz)

Mit einer Steckenlänge von ca. 11km und einem Höhenunterschied unter 50m zählt die Rundtour zu den leichten Wanderungen. Unsere Variante startet an der Vorsperre im Süden, dem Einlauf der Wilden Weißeritz. Sie führt an der östlichen Gewässerseite entlang und endet nach Überquerung der Staumauer und dem westseitigen Rückweg wieder am gleichen Punkt:


An der 2008 neu errichteten Vorsperre

An der Talsperre Klingenberg: Die Staumauer aus Bruchsteinen ist 310m lang und 34m hoch. Sie begrenzt einen Stauraum von 17 Mio qm und steht heute unter Denkmalschutz

Mehr als machbar: Beide Uferwege zwischen Staumauer (Mitte) und Vorsperre (unten)  sind nicht länger als 5km

Im naturbelassenen Tal der Wilden Weißeritz. Der Fluß entspringt übrigens auf dem tschechischen Erzgebirgskamm bei Nove Mesto, legt auf seinem Weg bis zum Zusammenfluß mit der Roten Weißeritz bei Freital eine Strecke von 53km zurück und überwindet dabei ein Gefälle von rund 650m…

Wenn man der Weißeritz ab hier stromaufwärts weiter folgt, schließt sich nach ca. 4 Stunden Wanderung die Talsperre Lehnmühle an. Sie wird in engem Verbund mit der Talsperre Klingenberg bewirtschaftet und dient als Hochwasserschutz und als deren Auffüllspeicher (Talsperrensystem). Doch das ist schon wieder eine andere Tour…

 

Vita und technische Daten

  • Tourenvorschlag aus: “Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020”

(v.k.)

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