Schlagwortarchiv: Krebs-Operation

In eigener Sache (3)

 10.06.2026

♦  Love it. Change it. Or leave it.  ♦

Die „blaue Stunde“…

Einfache Prioritäten und Wünsche – ein Jahr nach meiner Krebs-Operation. Man sieht, die persönlichen Ansprüche werden überschaubarer.

Nein, keine Selbstaufgabe oder Resignation, sondern nur eine gesundheitlich bedingte „Umverteilung der Gewichte“… 

Aber von Kraft und Energie sowie Hoffnung auf Gesundheit kann man nicht genug haben, oder?

(v.k.)

In eigener Sache (2)

27.05.-17.06.2025

In der Vogtlandklinik Bad Elster

Nach meiner Operation In den Chemnitzer Zeisigwaldkliniken kann ich nunmehr eine Anschluß-Reha in der Vogtlandklinik Bad Elster antreten. Hier erwartet mich kein Urlaub, jedoch eine Rehabilitationsbehandlung, in deren Verlauf die körperliche und zum Teil auch seelische Verfassung wieder hergestellt werden soll. So jedenfalls die Offerte des medizinischen Sozialdienstes. 

Die o.g. Fachklinik wurde 1982 fertiggestellt. Mit einer Kapazität von 440 Betten umfaßt sie heute die Fachbereiche ♦Urologie/Uroonkologie/Nephrologie sowie ♦Gynäkologie/Gynäkologische Onkologie und ♦Orthopädie/Rheumatologie/Traumatologie.

Kapazitätsmäßig und baulich reiht sich die Vogtlandklinik ein in die große Zahl der hier etablierten Kliniken rund um die 10 Heilquellen in diesem Kurort: Weniger in die der altehrwürdigen, königlichen Kurgebäude der Sächsischen Staatsbäder, dafür jedoch in die der zahlreichen modernen Kliniken innerorts, am Verlauf der Weißen Elster oder rund um den Brunnenberg (DEKIMED/Reha-Klinik für integrative Medizin, Ev. Fachklinik Sonnenhöhe, Sachsenhof-Klinikum, Paracelsus-Klinik, MEDICLIN-Klinik usw.). 

Alt und neu: Das repräsentative Albert-Bad aus der Zeit, als Bad Elster 1848 zum Königlich-Sächsischen Staatsbad erhoben wurde…

…und die heutige Vogtlandklinik als ehemaliges Sanatorium  für Herz-und Kreislauf-, sowie orthopädische und rheumatische Erkrankungen aus den 1980-iger Jahren. Zum Staatsbad Bad Elster/Bad Brambach gehörend, war die Klinik damals die modernste Rehabilitationsklinik in der ehemaligen DDR. Ein spezielles Gebäude war dabei der Behandlung von WISMUT-Bergleuten und -Angestellten vorbehalten 

Die Vogtlandklinik liegt übrigens seit 1991 in privater Trägerschaft der Familie Dr.Dr.med Nebel

Die Vogtlandklinik (oben), das königliche Kurhaus (Mitte links), der Albert-Park mit  Soletherme (Mitte rechts) sowie Gebäude der modernen MEDICLIN-Klinik auf dem Brunnenberg (unten)

In den historischen Anlagen des Albert-Parks mit der berühmten Marienquelle. Unten der etwas südlicher gelegene Paul-Schindel-Park. Ab hier liegt die tschechische Grenze bei Doubrava fast schon in Sichtweite…

Ob historische Marienquelle, Moritzquelle, Elster-Säuering oder Salzquelle: Alle sind nach dem Arzneimittelgesetz kontrolliert und mit Sicherheit 100%-ig gesund. Oder machen gesund. Wenn nicht heut, dann vielleicht später. Doch auch bei aller Euphorie wollen mir die Wässerchen nicht so recht schmecken…

Dafür gibt es blumige und sonnige Eindrücke gratis vom Flora-Tempel (oben), dem benachbarten Louisa-See (rechts unten)…

…oder den gepflegten Parks, Seen und Wasserspielen des Kurortes

Und: Wenn die therapeutischen Anwendungen in der Klinik tagsüber vorüber sind (oder sich über die Pfingstfeiertage „hoher Besuch“ aus Freiberg angekündigt hat), bleibt Zeit für Spaziergänge in der Natur, für die edlen Pferde der alljährlich stattfindenden historischen Kutschen-Equipage oder für eine Aufführung von „The Best of Broadway“ im König Albert-Theater. Der rote Teppich dafür ist ausgerollt- s.o.

Übrigens: Ein Ledergeschäft für kleine hübsche Schuhe gibt es am Rande der historischen Parkanlagen auch noch…

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Doch nun Schluß mit dem Sinnieren, auch wenn neue Erlebnisse und ein Stückweit Gelassenheit viel zum Neuanfang beitragen können. Bei der Krankheitsbewältigung und bei der Zerstörung von Ängsten und Selbstzweifeln.

Und schließlich wird es allerhöchste Zeit: Nach dem BioSwing warten bereits das Ergometer und die nächste Trainingseinheit in der Vogtlandklinik von Bad Elster auf mich und viele andere Rehabilitanten, siehe untenstehendes Bild…  

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Image: Pixabay

(v.k.)

In eigener Sache (1)

Im April, 2025

Glaubt man einem deutschen Sprichwort,

„…hat alles auf Erden seine Zeit. Frühling und Winter, Freude und Leid“.

Da scheint etwas dran zu sein, auch wenn es bzgl. Freude und Leid an dieser Stelle sehr persönlich wird:

Als geduldiger Patient auf Station 4 der Klinik für Urologie

Nach der (lange geplanten) radikalen Prostatektomie durch Prof. Dr. Fröhner im Chemnitzer Bethanien-Krankenhaus sind viele Monate des Grübelns und der quälenden Ungewißheit für mich erst einmal vorbei. Trotz regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen zu spät entdeckt und nach schier endlosen Voruntersuchungen (mpMRT, BIOPSIE, CT, Skelettszintigrafie) nun endlich unter`s Messer… Die Operation ist gut verlaufen und für die Genesung danach habe ich mir die Natur und die Zeit als Verbündete ausgewählt. Sie beide und auch die Nachfolge-Reha in der Vogtland-Klinik Bad Elster werden mir (hoffentlich) helfen, alle Verwundungen zu heilen…

Aber: Eine aggressive Tumorerkrankung endet nicht wie ein Satz mit einem Punkt, mehr mit einem Fragezeichen. In meinem Fall wird mich die überstandene Krebs-OP noch sehr lange begleiten und ihren Tribut fordern. Ängste und Unsicherheiten bleiben sicher ein Leben lang. Die Krankheit wird mich verändern, sie wird mein Tun und Lassen beeinflussen und an meinen Kräften zehren. Eine Nachfolgetherapie (Erweiterte Hormonbehandlung) wird bereits im Juli dieses Jahres beginnen… 

Ein sehr persönliches Kapitel, das in dieser Form nicht eingeplant war. Doch ich bin optimistisch und schaue nach vorn. Und zwar genau dorthin, wo uneingeschränkt eine meiner Maximen gilt:

HINFALLEN— AUFSTEHEN— KRÖNCHEN RICHTEN—WEITERGEHEN…!

 https://www.volkerkliem.de/lebensmaxime/

Image: Pixabay

(v.k.)