30. Juni 2025
? 75 ?
Zu meinem heutigen Geburtstag habe ich lange und gründlich über die „Jahreszahl“ 75 nachgedacht. Und ich bin zu dem Schluß gekommen, daß hier kein Fehler vorliegt… Irrtum ausgeschlossen, die Zahl stimmt!
30. Juni 2025
Zu meinem heutigen Geburtstag habe ich lange und gründlich über die „Jahreszahl“ 75 nachgedacht. Und ich bin zu dem Schluß gekommen, daß hier kein Fehler vorliegt… Irrtum ausgeschlossen, die Zahl stimmt!
27.05.-17.06.2025

Nach meiner Operation In den Chemnitzer Zeisigwaldkliniken kann ich nunmehr eine Anschluß-Reha in der Vogtlandklinik Bad Elster antreten. Hier erwartet mich kein Urlaub, jedoch eine Rehabilitationsbehandlung, in deren Verlauf die körperliche und zum Teil auch seelische Verfassung wieder hergestellt werden soll. So jedenfalls die Offerte des medizinischen Sozialdienstes.
Die o.g. Fachklinik wurde 1982 fertiggestellt. Mit einer Kapazität von 440 Betten umfaßt sie heute die Fachbereiche ♦Urologie/Uroonkologie/Nephrologie sowie ♦Gynäkologie/Gynäkologische Onkologie und ♦Orthopädie/Rheumatologie/Traumatologie.
Kapazitätsmäßig und baulich reiht sich die Vogtlandklinik ein in die große Zahl der hier etablierten Kliniken rund um die 10 Heilquellen in diesem Kurort: Weniger in die der altehrwürdigen, königlichen Kurgebäude der Sächsischen Staatsbäder, dafür jedoch in die der zahlreichen modernen Kliniken innerorts, am Verlauf der Weißen Elster oder rund um den Brunnenberg (DEKIMED/Reha-Klinik für integrative Medizin, Ev. Fachklinik Sonnenhöhe, Sachsenhof-Klinikum, Paracelsus-Klinik, MEDICLIN-Klinik usw.).

Alt und neu: Das repräsentative Albert-Bad aus der Zeit, als Bad Elster 1848 zum Königlich-Sächsischen Staatsbad erhoben wurde…

…und die heutige Vogtlandklinik als ehemaliges Sanatorium für Herz-und Kreislauf-, sowie orthopädische und rheumatische Erkrankungen aus den 1980-iger Jahren. Zum Staatsbad Bad Elster/Bad Brambach gehörend, war die Klinik damals die modernste Rehabilitationsklinik in der ehemaligen DDR. Ein spezielles Gebäude war dabei der Behandlung von WISMUT-Bergleuten und -Angestellten vorbehalten

Die Vogtlandklinik (oben), das königliche Kurhaus (Mitte links), der Albert-Park mit Soletherme (Mitte rechts) sowie Gebäude der modernen MEDICLIN-Klinik auf dem Brunnenberg (unten)

Ob historische Marienquelle, Moritzquelle, Elster-Säuering oder Salzquelle: Alle sind nach dem Arzneimittelgesetz kontrolliert und mit Sicherheit 100%-ig gesund. Oder machen gesund. Wenn nicht heut, dann vielleicht später. Doch auch bei aller Euphorie wollen mir die Wässerchen nicht so recht schmecken…

Dafür gibt es blumige und sonnige Eindrücke gratis vom Flora-Tempel (oben), dem benachbarten Louisa-See (rechts unten)…

Und: Wenn die therapeutischen Anwendungen in der Klinik tagsüber vorüber sind (oder sich über die Pfingstfeiertage „hoher Besuch“ aus Freiberg angekündigt hat), bleibt Zeit für Spaziergänge in der Natur, für die edlen Pferde der alljährlich stattfindenden historischen Kutschen-Equipage oder für eine Aufführung von „The Best of Broadway“ im König Albert-Theater. Der rote Teppich dafür ist ausgerollt- s.o.
Übrigens: Ein Ledergeschäft für kleine hübsche Schuhe gibt es am Rande der historischen Parkanlagen auch noch…

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Doch nun Schluß mit dem Sinnieren, auch wenn neue Erlebnisse und ein Stückweit Gelassenheit viel zum Neuanfang beitragen können. Bei der Krankheitsbewältigung und bei der Zerstörung von Ängsten und Selbstzweifeln.
Und schließlich wird es allerhöchste Zeit: Nach dem BioSwing warten bereits das Ergometer und die nächste Trainingseinheit in der Vogtlandklinik von Bad Elster auf mich und viele andere Rehabilitanten, siehe untenstehendes Bild…
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(v.k.)
Im April, 2025
Glaubt man einem deutschen Sprichwort,
„hat alles auf Erden seine Zeit. Frühling und Winter, Freude und Leid“.
Da scheint etwas dran zu sein, auch wenn es bzgl. Freude und Leid an dieser Stelle sehr persönlich wird:
Nach der (lange geplanten) radikalen Prostatektomie durch Prof. Dr. Fröhner im Chemnitzer Bethanien-Krankenhaus sind viele Monate des Grübelns und der quälenden Ungewißheit für mich erst einmal vorbei. Für die Genesung danach habe ich mir die Natur und die Zeit als Verbündete ausgewählt. Sie beide und auch die Nachfolge-Reha in der Vogtland-Klinik Bad Elster werden mir (hoffentlich) helfen, alle Verwundungen zu heilen…
Aber: Eine Tumorerkrankung endet nicht wie ein Satz mit einem Punkt, mehr mit einem Fragezeichen. In meinem Fall wird sie mich- auch nach der OP- sicher noch sehr lange begleiten und fordern. Vielleicht sogar ein Leben lang. Sie wird mein Tun und Lassen beeinflussen und auch an meinen Kräften zehren.
Doch ich bin optimistisch und schaue nach vorn. Und zwar genau dorthin, wo uneingeschränkt eine meiner Maximen gilt:
HINFALLEN— AUFSTEHEN— KRÖNCHEN RICHTEN—WEITERGEHEN…!
https://www.volkerkliem.de/lebensmaxime/
(v.k.)