Archiv der Kategorie: ► Lesenswertes

Anmerkung: Unter der Rubrik Buch-Lesetips erscheinen hier sehr persönliche Favoriten aus Lyrik und Belletristik. Die Tips sind mit Quellen aus dem Web verlinkt. Achtung: Diese öffnen sich mit einem Klick auf die bibliographische Angabe (!), nicht auf den Verweis „LINK“.

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Buch-Lesetip:

Arno Surminski: „Vaterland ohne Väter„, Ullstein Verlag, 2004

„Wer war Robert Rosen? Sechzig Jahre nach dem Tod ihres Vaters, der am Tag ihrer Geburt, am 31. Januar 1943, in Rußland fiel, begibt sich Rebeka Lange, geb. Rosen, auf Spurensuche. Sie gehört zu den Millionen Soldatenkindern, die ihre Väter nie gesehen haben. Anhand von Tagebüchern und Briefen begleitet sie den jungen Robert Rosen von seinem ostpreußischen Dorf in den Krieg. Das Buch endet mit einer Todesanzeige, die sie für ihren Vater am 31. Januar 2004 aufgibt: Ich suchte Mörder und fand Menschen.“ Rußland, Ostpreußen, Münster und Hamburg sind die Schauplätze dieses dokumentarischen Romans, der einen Bogen spannt vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart und in dem auch Napoleons Marsch nach Moskau 1812, über den ein junger Westfale ins seinem Kriegstagebuch erschreckend Ähnliches zu berichten wußte, eine Rolle spielt. „Alle Kriege sind miteinander verwandt. Einer zieht den anderen nach sich wie eine ansteckende Krankheit“, heißt es im Arno Surminskis  neuem Roman, mit dem ihm nicht nur ein unverwechselbares Stück Literatur gelingt, sondern auch ein bewegender Beitrag zur Vergangenheitsdebatte. (1)

(1): aus Klappentext 

(v.k.)

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Buch-Lesetip:

Robert Harris: „München„, Wilhelm Heyne Verlag, München 2017

„In München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studuert haben, Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. We weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen? Können sie sich überhaupt gegenseitig trauen?“ (1)

(1): aus Klappentext 

(v.k.)

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Buch-Lesetip:

Robert Harris: „Pompeji„, Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH, Hamburg 2010

„POMPEJI anno 79: Am 24. August `’79 platzte der Pfropf im Schlund des Vesuvs, der den Druck unter sich über Jahrhunderte zurückgehalten hatte. Die Eruption überstieg die Sprengkraft der Bombe von Hiroshima um das Hunderttausendfache. Schneller als der Schall toste heißes Gas durch die aufgerissene Öffnung und schleuderte metergroße Steinbrocken bis in die Stratosphäre. Eine 32km hohe Rauchsäule wuchs über dem Vesuv…“ (1)“

Zum Roman „Pompeji“ und zur vorliegenden EDITION des ZEIT-Verlages: Besondere Ereignisse aus der Geschichte haben von jeher Anlaß zu aufregenden Erzählungen und Spekulationen gegeben. Die ZEIT-Edition „Historische Kriminalromane“ versammelt zwölf der spannendsten Romane aus den unterschiedlichsten Epochen. Vom alten Rom über das Mittelalter bis zum Kalten Krieg. ZEIT-Autoren erläutern in einem exklusiven Anhang die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe der jeweiligen Epoche und zeigen, wo die Wahrheit im Roman endet und die Fiktion beginnt“ (2).

Aus: Buch-Anhang von Tobias Hürter (1) und Klappentext (2)

 

(v.k.)

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Buch-Lesetip:

Robert Harris: „Konklave„, Wilhelm Heyne-Verlag, München 2016

„Der Papst ist tot. Er war alt, aber die Todesumstände sind mysteriös. Die um den Heiligen Stuhl buhlenden Gegner formieren sich: Traditionalisten, Modernisten, Schwarzafrikaner, Südamerikaner… Kardinal Lomeli, den eine Glaubenskrise plagt, leitet das schwierige Konklave. Als sich die Pforten der Sixtinischen Kapelle hinter den 117 Kardinälen schließen, trifft ein allen unbekannter Nachzügler ein. Alle Kandidaten sind heilige Männer, aber jeder ist von irdischem Ehrgeiz getrieben. Aber es kann nur einen Heiligen Vater geben, unfehlbar und ausgestattet mit der Macht Gottes auf Erden. Die Welt wartet, daß weißer Rauch aufsteigt...“ (1)

(1): Aus: Klappentext

(v.k.)

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Buch-Lesetip:

Christian Jostmann: „Das Eis und der Tod„, Verlag C.H.Beck oHG, München 2011

Wieder ein Buch über die eisige Welt der Antarktis. Hier über zwei Expeditionen aus dem Jahr 1911, die den Wettlauf zum Pol auf ihre Fahnen geschrieben haben und die für eine der beiden Crews am Jahresende mit einer menschlichen Tragödie endet.

„Im Herbst 1911 brachen der Norweger Roald Amundsen und der Brite Robert Falcon Scott von ihren Basislagern am Rande des antarktischen Kontinents auf, um jenen entlegenen Punkt der Erde zu erreichen, auf den noch kein Mensch seinen Fuß gesetzt hatte-den geographischen Südpol. Jahrelang hatten sie sich auf diese Expedition vorbereitet und zahllose Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt, um ihren Traum zu verwirklichen, den viele ihrer Landsleute mit ihnen träumten. Beide hatten bereits reiche Erfahrungen im Eis gesammelt, doch waren es zwei Männer, die kaum unterschiedlicher hätten sein können.“ (1)

(1): Aus: Klappentext

(v.k.)

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Buch-Lesetip:

Alfred Lansing: „635 Tage im Eis“ , Wilhelm Goldmann Verlag München, 1999

In Würdigung dessen, was Menschen das Unmögliche vollbringen läßt

„Angetrieben von der Lust am Abenteuer und dem Gedanken an Ruhm und Ansehen, bricht Sir Ernest Shackleton mit seiner Mannschaft im Sommer 1914 von Großbritannen auf, um als erster die Antartis zu durchqueren. Früher als erwartet gerät die „Endurance“ auf ihrem Kurs gen Süden ins Packeis. Das Expeditionsschiff wird nach zähem Ringen der Besatzung schließlich vom Mahlstrom der tonnenschweren Eismassen zerquetscht und sinkt. Die 28 Männer retten sich mit drei kleinen Beibooten und einem Teil der Ausrüstung auf eine Eisscholle. Monatelang treibt die Mannschaft auf ihrem allmählich schrumpfenden Eisfloß durch das von Stürmen gepeitsche Südpolarmeer. Shackleton weiß, ohne fremde Hilfe haben sie keine Überlebenschance. Er unternimmt zusammen mit fünf Mitgliedern der Crew eine waghalsige Fahrt im offenen Boot zu der mehr als 1200km entfernt liegenden Walstation, von der aus sie im Dezember 1914 gestartet sind.

In einem atemberaubenden Wettlauf mit der Zeit gelingt ihm dank unvergleichlicher Ausdauer und Beharrlichkeit eine der spektakulärsten Rettungsaktionen der frühen Polarforschung.“ (1)

(1): Aus: Klappentext

(v.k.)

Buchtip: „Amundsens letzte Reise“

Buch-Lesetip:

Monica Kristensen: „Amundsens letzte Reise“ , btb-Verlag München, 2021


„VERSCHOLLEN IM EWIGEN EIS-MYTHOS AMUNDSEN

Am 18.Juni 1928 besteigt Roald Amundsen in Tromso ein französisches Flugboot mit Ziel Spitzbergen. Der Bezwinger des Südpols und norwegische Nationalheld macht sich auf, den Polarforscher Umberto Nobile zu retten, der mit dem Luftschiff „ITALIA“ bei der Rückkehr vom Nordpol abgestürzt ist. Am Abend jenes Tages geht ein Funkspruch von der LATHAM 47 ein- es sind die letzten Lebenszeichen von Amundsen und der Crew. Bis heute fehlt von ihnen jede Spur. Was ist damals tatsächlich passiert? “  (1)

(1): Aus: Klappentext

(v.k.)

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Buch-Lesetip:

Noah Gordon: „Die Klinik“ Bertelsmann Club GmbH, Wien/Hamburg

„Der uralte Ehrgeiz des Menschen, den Tod zu besiegen, beherrscht auch drei junge Ärzte an einer amerikanischen Universitätsklinik. Sie stehen am Beginn ihrer vielversprechenden Karriere: Adam Silverstone, der geschickte Chirurg, Rafael Meomartino, der Flüchtling aus Kuba und der dunkelhäutige Spurgeon Robinson, ein leidenschaftlicher Musiker.

Chefarzt Dr. Longwood verlangt Höchstleistungen von ihnen und duldet nicht die geringste Nachlässigkeit. Welche Herausforderungen täglich an die drei jungen Mediziner gestellt werden, wie sie Erfolge und Niederlagen- als Ärzte und als Menschen- verkraften, das schildert Bestsellerautor Noah Gordon eindrucksvoll in diesem Roman. (1)

(1): Aus: Klappentext

(v.k.)

 

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Buch-Lesetip:

Robert Seethaler: „Das Cafe ohne Namen„, Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 2023

Das Cafe ohne Namen“ (2023) ist ein Roman über den menschlichen Drang zum Aufbruch. Mit einem Reigen unvergeßlicher Figuren und seiner besonderen Aufmerksamkeit für Details des Lebens erzählt Robert Seethaler davon, wie eine neue Welt entsteht. Und die wie alles Neue ihr Ende schon in sich trägt“. (1)

Sowohl im obigen Roman als auch in den vorangegangenen Buchtips zu „Ein ganzes Leben(2014) und „Der Trafikant(2012) thematisiert Robert Seethaler die Entwicklung und den Werdegang junger Männer im engen Kontext zu ihrer (österreichischen) Zeitgeschichte. 

Von diesen historischen und gesellschaftlichen Bezügen weitgehend losgelöst, agieren die Protagonisten in seinen früheren Romangeschichten. Dazu gehören Jetzt wirds ernst und „Die weiteren Aussichten„, die in den Jahren 2010 bzw. 2008 erschienen sind. Allerdings dürfte insbesondere letzterer Roman nicht jedermanns Sache sein. Die für mich groteske, verstörende und teilweise auch abstruse Handlung um zwei mehr als einfältige Zeitgenossen ist nicht nur nicht komisch. Sie reicht auch ansatzweise nicht an das heran, was man vom Schriftsteller des „Trafikanten“ eigentlich erwartet hätte. Schade.

(1): Aus: Klappentext

(v.k.)