Über die schleppende Aufarbeitung des Genozids in Kambodscha

Eine Informationsreise nach Vietnam und Kambodscha im April 2016 hat bei uns nicht nur positive Eindrücke, sondern in hohem Maße auch Beklemmung, zwiespältige Gefühle und Ohnmacht hinterlassen. Neben der Nachdenklichkeit über Elend und enorme Armut, soziale Probleme, Schmutz und undemokratische Verhältnisse im Lande waren es insbesondere Wut und Bestürzung über die zögerliche und von offizieller Regierungsseite behinderte Aufarbeitung der Schreckensherrschaft Pol Pots und seiner Roten Khmer.

Mit dem Titel „Der lange Atem der Roten Khmer“ ist ein Aufsatz über die prekäre Aufarbeitung des kollektiven Massenmordes in Kambodscha entstanden, den ich als LinkedIn-Blogbeitrag veröffentlicht habe. Vermutlich ist die dargestellte Situation vielen Menschen nur im Ansatz bekannt.

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Enthalten sind Fakten und umfangreiches Quellenmaterial über die Arbeit des internationalen Gerichtshofes ECCC in Pnom Penh, die vergangenen und noch aktuellen Prozesse gegen die Elite der damaligen Pol Pot Guerilla sowie das Versagen und Einknicken des Gerichts vor dem Dauerdruck des korrupten Hun Sen-Regimes. 

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Der kambodschanische Genozid reiht sich ein „in die Kette der Völkermorde des 20.Jahrhunderts: Der Genozid an den Armeniern 1915, die Massenmorde der Nazis, die Verbrechen Stalins und seiner Kamarilla, die Völkermorde in Ruanda, in Ex-Jugoslawien, in Burma oder Nord-Korea. Ihre Phänomene sind vergleichbar“, siehe Quelle unten. Dem bleibt wenig hinzuzufügen…. (vk)

Quelle:  „Warum Diktatur und Völkermord? Das Pol Pot Regime“, GlobKult Magazin, 02.06.2012
Images: eccc.qov.kh;  commons.wikimedia.org 

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