Breslau und Krakau_2017

  • Reisebüro-Reise „Krakau und Schlesien“ vom 07.-12.08.2017
  • Veranstalter: TRENDTOURS
  • Fahrt: Bus über Görlitz mit Aufenthalten/Stadtführungen in –>Breslau/Wroclaw–>Oppeln/Opole–>Tschenstochau/Czestochowa–>Gleiwitz/Gliwice–>Kattowitz/Katowice und –>Krakau/Krakow
  • Reisedauer Freiberg—>Breslau: 5h (ca.350km)
  • Zeitverschiebung(MEZ) Deutschland—>Polen: keine
  • Reiseprogramm: —>siehe Link

Es ist eine bequeme Reise von der Oder bis zur Weichsel: Über Niederschlesien, das Oppelner Land und Oberschlesien bis hin zur „heimlichen Hauptstadt“ des heutigen Polens: Krakau. Fast immer in südlicher Sichtweite die SUDETEN mit Riesengebirge und Glatzer Bergland sowie die KARPATEN.

Jeder gefahrene Kilometer ist eng mit der wechselvollen Geschichte des Landes, seiner Vergangenheit und das heutige, moderne Polen verknüft. In Schlesien unübersehbar die Spuren des deutschen Kulturerbes über viele Jahrhunderte, die diese Reise auch so emotional macht…

Besondere Ziele und Höhepunkte:

Über Land und Leute, Natur und Historie ist in einschlägigen Reiseführeren (s.u.) vortrefflich geschrieben. Wir persönlich hatten weniger erwartet und waren positiv überrascht: Breslau (1945 zu 70% zerstört, Europas Kulturhauptstadt 2016 und kulturelles Zentrum Niederschlesiens) und das stolze Krakau (alte Königstadt unter UNESCO-Weltkulturerbe) sind sehenswert schöne, selbstbewußte und moderne Städte. Aufwändig saniert bzw. rekonstruiert und liebevoll gestaltet locken die Stadte seit Jahrzehnten die Touristen nicht nur in ihre historischen Ryneks. Sie sind einzigartige Zeugen einer langen multikulturellen und mehr als 1000-jährigen polnischen Vergangenheit zwischen Oder und Weichsel.

Unterwegs zwischen Breslaus Metropole, dem Krakauer Wawel und dem jüdischen Friedhof in Kazimierz

Auch das beschauliche Oppeln (schlesisches Venedig) und Polens berühmteste Wallfahrtskirche auf dem Hellen Berg von Tschenstochau sind mehr als sehenswert. Oppeln ist zweisprachig, hier lebt die größte deutsche Minderheit. Und zur Ikone der Schwarzen Modonna im Paulinerkloster von Czetochowa/Tschenstochau pilgern jährlich mehr als vier Millionen Menschen. Vom Evangelisten Lukas persönlich soll die dunkelhäutige Madonna auf ein Stück nazarener Zypressenholz gemalt worden sein. Heut als „Königin Polens“ geliebt und verehrt soll sie selbst die Wahl Kardinal Karol Wojtylas zum Papst  Johannes Paul II befördert haben…

Pracht und Frömmigkeit um das begehrteste Bildnis der Welt im Paulinerkloster Tschenstochau sowie die ehemalige Groschenbrücke in Oppeln

Für eine Besichtigung des ehemaligen deutschen Senders Gleiwitz war zu wenig Zeit. Sender und hölzerner Sendeturm waren bekanntlich Ziel der SS-Aktion vom 31. August 1939, die den Überfall auf Polen einleitete. Der Sendeturm ist offenbar noch heute in Betrieb. Wenig Zeit auch für Kattowitz, der Hauptstadt der Provinz Oberschlesien mit seinen reichen Steinkohlengruben. Interessant die für damalige Verhältnisse hochmoderne Wohnsiedlung Nikiszowiec am Nikisch-Schacht. Sie entstand zwischen 1908-1915, um neue Mitarbeiter für zwei zukünftig abzuteufende Steinkohleschächte anzulocken. Diese Siedlung stellt im übrigen die Kulisse für zahlreiche Filme über Oberschlesien….

Die gewonnenen Eindrücke sind vielfältig und sollten in absehbarer Zeit unbedingt erweitert werden. In diesem Sinne ein freundliches: „do widzenia!“ nach Schlesien. (vk)

Mehr zum Thema:

zum Lesen/Anschauen:

  • „Polen-der Süden“, Handbuch für individuelles Entdecken von Isabella Gawin;  Reise Know How -Verlag Peter Rump GmbH, 2017

im Internet:

image: pixabay.com