Archiv der Kategorie: Unterwegs in Bildern

Mehr zu unseren „großen“ Unternehmungen (Urlaubsziele, Städte- und Länderreisen) habe ich auf den Seiten REISEN UND BERICHTE eingestellt.

Bilder aus dem Bayerischen Wald (2)

01.02.-08.02.2020

Was laut Schneebericht im Monat Januar für das polnisch/böhmische Riesengebirge gilt, muß nicht zwangsläufig für die Höhenlagen des Bayerischen Waldes zutreffen. Nicht immer gilt der Schneezauber des Dreisesselgebietes, wie im vergangenen Jahr erlebt und berichtet.

Zumindest in diesem Jahr gilt für das Dreiländereck zwischen Bayern, Böhmen und Österreich „Ski und Rodel nicht (!) gut“. Die kurzen Tage des diesjährigen Möchtegern-Winters sind hier kaum durch Schneeflocken erhellt worden. Grau-grüne Matten in 360° Panorama-Rundumsicht und leider auch im benachbarten Langlaufgebiet des Nordischen Ski-Zentrums von Schöneben (in ca. 1000m Höhe). Eine Landschaft unter glitzerndem Pulverschnee, dazu frischgespurte und frost-knirschende Neuschnee-Loipen: Allesamt Fehlanzeige!

Böhmerwald-Aussichten von Neureichenau mit einem spärlichen Anflug von „Weiss“

So bleiben nur die alpinen Abfahrten mit Kunstschnee aus den rund um die Uhr laufenden Schneekanonen. In der Ski-Schaukel der Hochficht-Arena im österreichischen Mühlviertel z.B. dreht sich Anfang Februar alles um Speed und Fun zwischen blauen, roten und schwarzen Pisten:

Im lockeren Gewölk der Beschneiungsanlagen: Die Ski-Arena am österreichischen Hochficht (1338m)

Eine weitere Alternative für uns zwischen Schmuddelwetter und dem angekündigten Orkantief „Sabine“: Erkundungen abseits der Pisten, hier in der Dreiflüssestadt Passau.

Passau am Zusammenfluß von Donau, Inn und Ilz: Cafe-Blick zu den Grenzfesten Ober- & Niederhaus

In Passau: Barocker Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt (5-teilige Orgel mit 17.974 Pfeifen)

(v.k.)

Bilder aus dem Riesengebirge (2)

25.01.-01.02.2020

Es ist an der Zeit, dem Riesengebirge auch in diesem Jahr wieder einen Besuch abzustatten.  Genauso wie im vergangenen Jahr. Auch, um Rübezahl in seinem Reich in gebührlicher Form „Guten Tag“ zu sagen. Dem Berggeist, der seit Jahrhunderten in den Gefilden des Krkonos hausen soll. Und von dem man sagt, daß er zuweilen gute Taten vollbringt oder auch übermütigen Spott und Schabernack mit Mensch und Tier treibt. Viel wird von ihm erzählt. Stolz soll er sein und unberechenbar, aber auch launisch, je nach Wetter und Gemütslage…

Tauchen wir eine Woche ein in die winterliche Natur von Krkonos und Iser-Gebirge…

In den verschneiten Wäldern des Riesengebirges

Um 950m N.N.: Farbige Wegemarken, jede Menge Langlaufski und drei lustige Gesellen vor dem einstigen Glasort Clausthal (Orle)

Rübezahl allgegenwärtig: Auch auf die Wanderwege und Loipen hier hat er ein Auge…

In den Wäldern um das frühere Torfabbaugebiet: das Naturschutzgebiet Groß-Iser

Es scheint zu stimmen: Wer einmal das Riesengebirge besucht hat, den zieht die bizarre und abwechslungsreiche Landschaft immer wieder aufs neue in ihren Bann. Wälder und Moore, steile Felsen und Schluchten sowie anmutige Bäche und Wasserfälle wechseln sich ab. Grenzüberschreitend zwischen Böhmen und Polen. Erlebbar bleibt ein Stück Natur in ihrer ganzen Schönheit, Vielfalt und Urwüchsigkeit, wie man sie in unserer aufgeräumten Kulturlandschaft vergeblich sucht.

Die eisige Iser (Jizera) unter Schönwetterwolken: Aus dem Norden kommend und auf ihrem Weg nach Böhmen…

Geöffnetes Natur-Fenster am Flußufer: Guten Tag und guten Weg, Jizera!

Im Langlaufgebiet um Sklarska Poreba (Schreiberhau)

(v.k.)

Wanderungen im Erzgebirge (1)

Im Begleitheft für den „Sächsischen Wanderkalender 2020“ sind zwölf Rundwanderungen in Streckenverlauf und Bild vorgestellt. Allesamt -so die Verfasser- sollen sie zu den schönsten Zielen des Erzgebirges und des sächsischen Burgenlandes (!) führen. Ob sie wirklich dorthin führen, weiß man beim Lesen nicht so genau, könnte man aber ohne großen Aufwand nachprüfen. Wie? Natürlich auf Schuster`s Rappen! Packen wir es an, mit monatlich einer Wanderung könnte der Test schon Ende 2020 abgeschlossen sein…

Die Touren im Begleitheft sind recht detailliert beschrieben, so daß nichts hinzuzufügen ist. So bleibt viel Zeit für eigene Betrachtungen, das Sammeln eigener Eindrücke und natürlich das Fotografieren.


16.01.2019

Rundwanderung vom Grenzdorf Fürstenau durch das Hochmoor Fürstenauer Heide, nach Gottgetreu und über die Kadner- und Traugotthöhe

© OpenStreetMap-Mitwirkende: Rund um das Grenzdorf Fürstenau/Osterzgebirge mit seinen Ortslagen Gottgetreu und Müglitz; die hier fließende Weiße Müglitz ist der Grenzbach mit Böhmen

Schneeloses Müglitztal im Januar 2020

Blick vom Fürstenauer Hochmoor auf schnurgerade Feldraine und den Kamm des Osterzgebirges. Der Bergbaulehrpfad verweist auf den Zinnerzbergbau in dieser Gegend  ab dem 15. Jhd. (um Altenberg & Zinnwald)

Sanfte Hügellandschaft  an der Müglitz: Die Fürstenauer Kirche, der hölzerne Glockenturm im Ort Gottgetreu sowie typische Lesesteinhaufen und Bergbauhalden aus der Zeit des hiesigen Zinnbergbaus

  • Kartenimage: © OpenStreetMap-Mitwirkende
  • Tourenvorschlag aus dem: „Begleitheft für den sächsischen Wanderkalender 2020“

(v.k.)

Königsorte an der Straße der Romanik

10.-12.11.2019

In Sachsen-Anhalt unterwegs zu den Stammburgen der Ottonen und Askanier

R o m a n,  R o m a n i k,  R o m a n t i k. . .

Kann eine Straße der Romanik romantisch sein? Und ob! Als Reiseweg an sich, der den Ort A mit Ort B verbindet, sicher weniger. Dafür jedoch die Sehenswürdigkeiten, Denkmäler, Bauten und Städte, die seinen Verlauf säumen! Die gute Nachricht: Es gibt genau so eine Straße in Sachsen-Anhalt, die einen unschätzbaren Reichtum an mittelalterlichen Baudenkmälern verbindet. Und die allesamt aus der Zeit-Epoche zwischen 950 und 1250 u.Z. stammen. Hier ist sie, die Straße der Romanik:

Die Romanische Straße in Form einer „8“ mit der Landeshauptstadt Magdeburg als Schnittpunkt

„Sachsen-Anhalt kann eine unvergleichliche Fülle an Baudenkmälern vorweisen, die einen geschichtlichen Einblick in die Epoche der Romanik bieten. Der Reichtum an kulturhistorisch wertvollen Baudenkmälern war Anlaß, 1993 diese Straße ins Leben zu rufen. Auf einer Länge von 1000km verbindet sie 88 romanische Bauwerke in 73 Orten. Diese sind eng verknüpft mit der Geschichte der Ottonen und der Königserhebung Heinrichs I. In ihrer 25-jährigen Geschichte hat sich die Romanische Straße zu einer der bedeutendsten Ferienstraßen Deutschlands entwickelt und zieht jährlich 1.5 Millionen Kultur- und Geschichtsinteressierte an. Seit 2007 ist diese Straße ein Teil der Europäischen Kulturroute TRANS-ROMANICA, die europäische Regionen in acht Ländern verbindet.“ 

Wichtige Orte, die eng mit der Entstehung des ostfränkischen bzw. des späteren Heiligen Römischen Reichs zusammenhängen, liegen auf der Südroute eben dieser „8“. Genauer am Nordrand des Ostharzes, wo sich seine bewaldeten Höhen zur Ebene im Norden hinabsenken. Unsere Ziele sind die Welterbestadt Quedlinburg und die mittelalterlichen Städte Gernrode und Ballenstedt.

Wir gönnen uns pro Tag eine historische Stadt -ein mehr als sportliches Unterfangen! In diesem Kontext einige Ansichten und Anmerkungen zur reichen Historie dieser Städte:

Quedlinburg

Wirtschaftliche Keimzelle Quedlinburgs, Grablege der Ottonen und Damenstift. Blick von der Stiftskirche St. Servatii…

…auf die Dächer Quedlinburgs

In der einstigen Königspfalz am Nordrand des Harzes begann vor mehr als 1100 Jahren und mit der Königs-Krönung Heinrich I. die deutsche Geschichte. Er machte die Pfalz zum Zentrum der Reichspolitik und begründete in seiner Familiendynastie mit Otto II. auch den ersten deutschen Kaiser:

„Die Geschichte König Heinrichs I. und der Dynastie der Ottonen ist eng mit der Landesgeschichte des heutigen Sachsen-Anhalts verbunden. Eine besondere Rolle spielt Quedlinburg: Der dort gelegene Finkenherd gilt als der legendäre Ort, an dem Heinrich I. im Jahr 919 zum ostfränkischen König erhoben wurde. Später wählte Heinrich Quedlinburg zum Ort seiner Grablege. Mit seiner klugen Politik, die auf Ausgleich mit den Großen in Sachsen und Franken sowie auf weitsichtige Heiratsverbindungen setzte, schuf er das Fundament für den Erfolg seiner Nachkommen, den Ottonen. Sie sollten eines der bedeutendsten Herrschergeschlechter der europäischen Geschichte werden. Mit der Verbindung der königlichen mit der kaiserlichen Macht leitete Heinrichs Sohn, Otto der Große, eine Entwicklung ein, die später den Aufstieg des ostfränkischen Reiches zum Heiligen Römischen Reich begründete. Damit wurde eine der historischen Grundlagen für das heutige Deutschland geschaffen.“ (1)

Mit ca. 86 ha ist Quedlinburg heute eines der größten Flächen-Denkmale in Deutschland. Mit mehr als 2000 Fachwerkbauten und einer einmaligen, mittelalterlichen Stadtanlage wurde die Stadt 1994 in die UNESCO-Welterbeliste der schützenswerten Kulturgüter aufgenommen.

Marktplatz mit Rathaus, Stadt-Wappen und reichen Bürgerhäusern

In der romanischen Stiftskirche St. Servatii mit Krypta (Confessio) und beiden Domschatzgewölben

Auf königlicher Spurensuche: Wappen, Goldmünze und die heilige Lanze, die 933 in der (siegreichen) Schlacht der Ostfranken gegen die Ungarn mitgetragen wurde

Stadterkundung und tausendjährige Geschichte(n) machen pflastermüde und hungrig…

Gernrode

Weniger als 10 km in südlicher Richtung liegt ein zweiter Besuchermagnet der Romanik mit mehr als 1100-jähriger Geschichte: Gernrode.

Vor der Stiftskirche Sankt Cyriakus

„In Gernrode zeigt sich in besonders deutlicher Weise die enge Verbindung zwischen der Familie Heinrichs I. (875-936) und der Oberschicht der sächsischen Adelsfamilien der Region. Der Name der Stadt verweist auf den Markgrafen Gero, einen engen Vertrauten Kaiser Otto des Großen (912-973), der hier eine Burg als Herrschaftsmittelpunkt seiner Familie erbaute. Ohne Erben geblieben, gründete Gero im Jahre 959 auf dem Burggelände ein Kanonissenstift mit der Stiftskirche St. Cyriakus. Von den Ottonen wurde das Stift Gernrode aus familiärer Verbundenheit in der Folgezeit weiterhin reich beschenkt und mit Privilegien bedacht.“ (1)

Das beeindruckendste Bauwerk hier: Die sehr gut erhaltene romanische Stiftskirche aus dem 10. Jahrhundert. Mit einem weiteren Highlight in seinem Inneren: Im südlichen Seitenschiff befindet sich die älteste erhaltene Nachbildung des Grabes Christi nördlich der Alpen (11.Jhd.).

Die Stiftskirche St. Cyriakus: Kirchenschiff mit Hohem Chor, Decke und Sarkophag des Markgrafen Gero

Im Inneren der Stiftskirche: Apsis, Krypta und Nachbau des Heiligen Grabes

Gernrode zum Anfassen: Die Stiftskirche aus der Kaffeehausperspektive, ganz in der Nähe die vermutlich älteste protestantische Elementarschule Deutschlands (1533)

Ballenstedt

Diesmal sind es wiederum nicht mehr als 10km, bis wir Ballenstedt in Richtung Osten erreichen. Der geschichtliche Sprung von Qedlinburg und Gernrode zur Wiege Sachsen-Anhalts und zum Adelsgeschlecht der Askanier beträgt jedoch mehr als 150 Jahre. Als Ort erstmals im Jahre 1030 urkundlich erwähnt, gründet Esico von Ballenstedt auf dem heutigen Burgberg ein Kollegiatsstift. Das Stift auf dem Gelände der Stammburg wird 1123 in ein Benediktinerkloster umgewandelt. An Stelle der in ein Kloster verwandelten Burg wird durch den Enkel Esicos, den späteren Markgrafen Albrecht der Bär (1100-1170) die Burg Anhalt im Selketal gebaut. Die Klosterkirche wird Begräbnisstätte der Anhaltiner.

„Die Grafen von Ballenstedt, die im 11. und 12. Jahrhundert zu den mächtigsten Dynastien Mittel- und Ostdeutschlands gehörten, sind unter Bezugnahme der bis 1315 in ihrem Besitz befindlichen Grafschaft Aschersleben auch als Askanier und somit als Ahnherren des anhaltinischen Fürstenhauses in die Geschichte eingegangen. Von unbekannter Meisterhand wurde Uta von Ballenstedt, Schwester des Grafen Esico, als Stifterfigur im Naumburger Dom ein weltbekanntes Denkmal gesetzt. Markgraf Albrecht der Bär ist mit seiner Siedlungs- und Kolonialisationspolitik Wegbereiter der Mark Brandenburg“. (2)

Schloß Ballenstedt mit Klosterkirche im Hintergrund und Aufgang zum Schloßtheater

Albrecht der Bär im einstigen Stammgebiet der Askanier im Selke-Gebiet des Ostharzes

Uta von Ballenstedt vor Krypta und gräflicher Begräbnisstätte

Von den 88 romanischen Bauwerken liegen bedeutende und gut erhaltene im Harzvorland (s.o.). Einige davon haben wir kennengelernt, der „Rest“ muß sich halt noch etwas gedulden…

karten-image: de.m.wikipedia.org

Angegebene Zitate aus:

  • (1): „Königsorte-Auf den Spuren Heinichs I. in Sachsen-Anhalt“/Zentrum für Mittelalterausstellungen (ZMA) 2019
  • (2): „Ballenstedt-die Wiege Anhalts“/Informationsbroschüre der Stadtverwaltung Ballenstedt 2019

(v.k.)

Blumenschau im Advent

24.11.2019

Für die Floristen gibt es sie schon immmer- die sechste Jahreszeit. Wenn der Herbst seinen Malerpinsel endgültig aus der Hand gelegt hat und die Adventszeit andauert, wird sie allgegenwärtig und präsent. Denn: Weihnachten steht vor der Tür.

Auch in diesem Jahr hat sich eine der größten Gärtnereien Freibergs mächtig in`s Zeug gelegt und präsentiert Blumenschmuck, Pflanzen und Weihnachtsdekorationen vom Feinsten. Entstanden sind kleine Kunstwerke auf Eis und Schnee. Kein Wunder, steht diese Schau doch unter der Schirmherrschaft der Schneekönigin, siehe unten…

(v.k.)

Wo die Zeit lebt: In der Uhrmacherstadt Glashütte

31. Oktober 2019

Im malerischen Müglitztal südlich von Dresden und Heidenau liegt die sächsische Kleinstadt Glashütte. Zwischen steilen und bewaldeten Berghängen und auf einer Höhe von 350m wurde der Ort am Anfang des 16.Jhd. erbaut.

Glashütte gehört heute mit seinen 7500 Einwohnern zum Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Seine Koordinaten zum Nachschlagen: 50° 85`nördliche Breite und 13° 78`östliche Länge. Das Besondere dieses Ortes: Hier werden seit über 170 Jahren Uhren von besonderer Qualität hergestellt. Ob astronomische Kunstuhren, Schiffsuhren, Tachometer, präzise Pendeluhren oder mechanische Taschenuhren: „Made by Glashütte/Germany“ ist das Qualitätssiegel der hier ansässigen elf Familienunternehmen mit unterschiedlicher Tradition.

Moderne Produktionsstätten an der Müglitz und das Deutsche Uhrenmuseum

„Mit seiner Entwicklung ist Glashütte einer der spannendsten Schauplätze deutscher Wirtschaftsgeschichte. 1506 als Bergstadt gegründet, bedeutet das Versiegen der Silberfunde im Erzgebirge für die Menschen eine Zeit der Verarmung und Entbehrung. Andere Einnahmequellen sind schwer zu finden. Durch die ehrgeizigen Pläne von Ferdinand A. Lange ab Mitte des 19. Jahrhunderts kommt das Uhrmacherhandwerk in die Stadt und der Aufschwung beginnt. Im Jahr 1845 beginnt er mit der Ausbildung der ersten 15 Lehrlinge und der Fertigung von ersten relativ schlichten Zeitmessern. Weitere Uhrmacher folgen. Mit Leidenschaft, Können und unternehmerischem Geschick verwirklichen talentierte Uhrmachermeister wie Ferdinand Adolph Lange, Julius Assmann, Moritz Großmann und Adolph Schneider ihren Traum von einer eigenständigen sächsischen Uhrenindustrie und begründen den weltweiten Ruf des Ortes. Schnell entwickelt sich Glashütte zum Inbegriff der deutschen Uhrmacherkunst, die seitdem weltweit große Anerkennung findet“.

Ferdinand Adolph Lange (1815-1875): Gründer der Glashütter Uhrenindustrie, erster Bürgermeister und später Ehrenbürger der Stadt

Die „UNION“-Uhrenfabrik ist eine der gegenwärtig elf Uhrenproduzenten von Glashütte

Bei einem Besuch der Stadt ein unbedingtes Muß: Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte im Gebäude des ehemaligen Fachschule für das Uhrenhandwerk.

„Unter dem Motto „Faszination Zeit – Zeit erleben“ inszeniert das deutsche Uhrenmuseum Glashütte seit seiner Eröffnung im Jahre 2008 nicht nur den Mythos Glashütte, sondern verschafft mit seiner Sammlung auch einen emotionalen und philosophischen Zugang zum Phänomen Zeit. Meisterwerke aus Glashütte vereinen kunstvoll Präzision und Schönheit mit lebendiger Tradition, die vom Streben nach handwerklicher Perfektion getragen wird“. (Quellen aus: „Faszination Zeit- Deutsches Uhrenmuseum Glashütte“). 

Für die Nachwelt aufbewahrt: Exponate von hoher Präzision, Schönheit und zeitloser Eleganz

Der Mythos: Die technische Miniaturwelt eines mechanischen Uhrwerks! Mit Komponenten so dünn wie ein Haar und nur durch eine Lupe sichtbar. Das Zusammenwirken seiner unzähligen Einzelteile und die komplexen Mechanismen hinter den Zeigern. Die Kreativität von Ingenieurskunst und handwerklicher Perfektion sowie die Faszination der Zeitmessung über ein Wunderwerk en minature…

Der Zeittakt von Glashütte-1

Der Zeittakt von Glashütte-2

(v.k.)

Im Tiroler Alpbachtal

Im September, 2019

Wanderurlaub in den Tiroler Bergen

Karte Alpbachtal© OpenStreetMap-Mitwirkende

Der Ort Alpbach liegt etwa auf halbem Weg zwischen Kufstein und Insbruck in einem kleinen Nebental das Inns. Auf einem schrägen Plateau in SW-Richtung hingestreckt fällt er damit unter die Orte mit ausgeprägtem „Sonnenkinder-Image“. Die Bergwelt um das Tal ist lieblich und genau das richtige für Bergwanderer wie uns: Etwa 2500m beträgt die Gipfelhöhe der Berge Im Talschluß nach Süden; sie fällt damit bescheidener aus als die ihrer sichtbaren und schon schneebedeckten Nachbarn in den Dolomiten.

„Ob wandern, bergsteigen, mountainbiken oder einfach nur erholen und die schöne Natur genießen. Wohlfühlen steht in Alpbach im Vordergrund. Seit 1953 bauen die Alpbacher ausschließlich im hergebrachten Alpbacher Baustil und sind berechtigterweise stolz auf die bezaubernden und einheitlichen Holzhäuser. Seit 1945 ist das Dorf Tagungsort des „Europäischen Forum Alpbach“, an dem jährlich führende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur teilnehmen. Das moderne Congress Centrum in Alpbach ist dank seiner genialen Architektur wunderbar in das Dorfbild dieses Tiroler Ortes integriert“ (aus: „Alpbachtal-Seenland, Region und Orte“).

Alpbachtal

Alpbach-Panorama mit Gratlspitz im Norden (1893m)

Alpbachtal

Wegzeichen und Blaubeerenfelder am Wiedersberger Horn (2172m)

Alpbachtal

Seit uralten Zeiten wird in der Region Kupfer und Silber abgebaut und verhüttet…

Alpbachtal

Auf Wandertour zwischen Joelspitze (1964m) und dem Gipfelkreuz am Schatzberg (1898m)

Alpbachtal

Ausblick in das benachbarte Zillertal

(v.k.)

Im Elbsandsteingebirge: Durch das Polenztal zum Brand

22.08.2019

Für die Wanderung von Hohnstein durch das Polenztal und zurück sind im OUTDOORACTIVE-Magazin eine Strecke von 14.6km und eine Dauer von 3.5h angegeben. Dabei sind insgesamt ca. 400m Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Polenztal

© OpenStreetMap-Mitwirkende

Die Tour führt vom Hockstein über das gesamte Polenztal talabwärts bis kurz vor Porschdorf. Ab dort geht es über den kühlen und schattigen Tiefen Grund zurück und über ca. 850 Stufen hinauf zur Brandscheibe. Belohnt wird man mit zwei Panorama-Aussichten: Zum einen  auf die Tafelberge von Lilienstein, Königstein und Pfaffenstein in südlicher Richtung. Zum anderen auf die „Hafersack“-Felsformation im Osten. Der weitere Wanderweg geht direkt zur Brandbaude und schließlich über die Gautschgrotte, den Kleinen Kuhstall, den Diebskeller und die Polenztalwächter zurück bis Hohnstein. Vom Ort selbst mit der zur Jugendherberge umgebauten gleichnamigen Burg führt ein Abstieg über den Schindergraben zurück in das Tal und nach steilem Aufstieg wieder zurück zum Hockstein.

„Diese Tour ist zu einem großen Teil geprägt von märchenhaften Tälern und Schluchten wie dem Polenztal, dem Schindergraben bei Hohnstein mit seiner urwüchsigen Vegetation und dem wilden Pfad durch den Tiefen Grund. Sie bietet mit der Brandaussicht eine schöne Abwechslung durch die  überwältigenden Panoramen in die Weiten der Landschaft“  (aus: outdooractive 2018: „Durch das Polenztal zur Gautschgrotte…“)

Elbradweg

Im beschaulichen Polenztal

PolenztalPolenztal

Panoramen von der Brandaussicht

Panoramen von der Brandaussicht

Und: Auch der Besuch des kleinen Ortes Hohnstein mit seiner Burg auf steilem Bergsporn lohnt sich, auch wenn seine Geschichte negativ besetzt ist. Als böhmische Herrschaftsburg und Jagdschloß im 12. Jhd. errichtet, wird sie ab dem 15. Jahrhundert abwechselnd Staatsgefängnis, königliche Landeskorrektionsanstalt und Jugendgefängnis. 1924 erfolgt der Ausbau zur größten Jugendherberge Deutschlands. Allerdings nur bis 1933/34, dann mißbrauchen die Nazis die Burg als „Schutzhaftlager“ für Andersdenkende und politische Gegner. Die Spuren von Folter und Gewalt aus dieser dunklen Zeit habe ich mit Schaudern in mich aufgenommen, als ich während meiner Berufsausbildung Hohnstein besuchen konnte. Heut ist manches davon verschwunden und das lebhafte Treiben in der Jugendherberge Hohnstein verdrängt einstige Willkür, Grausamkeit und Machtmißbrauch.

In der Burg Hohnstein

In der Burg Hohnstein

Polenztal

Abendlicher Thermik-Test vor der Hockstein-Schänke

(v.k.)

Karten-Image: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Begegnungen an der Elbe

Elbradtour 08.-12.08.2019

Etwa 170 km ist man auf dem Elbe-Radweg von Dresden nach Wittenberg unterwegs. Wegziele dabei und schon lange in unserem Fokus: Die Elbestädte Torgau und Wittenberg als Wiege des Protestantismus um Luther, Melanchthon, Cranach und Spalatin. Für uns, die wir an (fast) jeder Milchkanne anhalten, schauen und darüberhinaus auch die Kamera schußbereit halten, war es letztendlich eine Fahrt über 3 Tage.

ElbradwegUnterwegs auf dem Elbe-Radweg                            © OpenStreetMap-Mitwirkende

Dabei ist die erste Weghälfte ab Dresden wirklich eine Tour direkt an der Elbe: Vorbei an Radebeul und Meißen, den Weinanbaugebieten bis Diesbar-Seußlitz und der Industriestadt Riesa, reißt die Tuchfühlung zu diesem Strom und seinen Flußauen niemals ab. Erst weiter nördlich, etwa ab Mühlberg, würde ich die Bezeichnung „Elbe-Radweg“ in „Weg durch die Wiesen“ ändern wollen. Denn: Lange Umwege durch Dörfer, Felder und Wiesen machen die Tour weniger reizvoll. Trotz allem liegen hier interessante Begegnungsorte mit spannendem Hintergrund. Wen die Geschichte und auch die Geschichten dazu am Rande interessieren:

  • Kreinitz: Nicht in Torgau, sondern in den ostelbischen Gemeinden Lorenzkirch und Kreinitz fanden am 25. April 1945 die ersten Begegnungen an der Elbe zwischen den allierten russischen und amerikanischen Truppen statt. Die Gesamtsituation einschließlich der Kommunikation untereinander waren in diesen Stunden allerdings mehr als verwirrend… Auch die weitgehend bekannten Verbrüderungsfotos zu diesem Ereignis sind gut anzuschauen, aber leider nachgestellt:
Elbradweg

Begegnungsort in Kreinitz

  • Etwas weiter nördlich: Mühlberg ist im April 1547 Ort der Entscheidungsschlacht zwischen den Kaiserlichen Truppen und der Armee des Schmalkaldischen Bundes. Mit einer Kriegslist begann hier im Morgengrauen die Schlacht. Im Ergebnis besiegte die katholische Liga unter Kaiser Karl V. die protestantische Armee der Schmalkalder unter dem Kommando des sächsischen Kurfürtsen Johann Friedrich I. Dieser verlor seine Kurwürde und große Teile seines Landes an Moritz von Sachsen…
Elbradweg

Historisches Mühlberg mit Zisterzienserkloster Marienstern

  • Kurz vor unserem Reiseziel Wittenberg: Am 3.0ktober 1813 gelang General Blücher und seiner Schlesischen Armee der Elbübergang bei Wartenburg. Maßgeblich an dieser Aktion beteiligt war das Korps unter General York, der für sein strategisches Geschick dabei ein Jahr später mit dem Namenszug „von Wartenburg“ in den Adelsstand erhoben wurde. Der erfolgreiche Flußübergang war weichenstellend für den weiteren Kriegsverlauf gegen die Truppen Napoleons (Herbstfeldzug):
Elbradweg

An der Elbe-Furt bei Wartenburg

Und: Auch im Jahre 2 nach dem 500-jährigen Reformationsjubiläum von 2017 sind Torgau und Wittenberg ungebrochene Besuchermagneten in Sachsen-Anhalt. Als „Amme  bzw. Mutter der Reformation“ wurden beide Städte mit nicht unerheblichen Mitteln aus dem Welterbefond, sowie Landes- und Bundesmitteln saniert:

Elbradweg

Torgau-Impressionen: Renaissance-Erker am Markt und Schloß Hartenfels mit Schloßkapelle und großem Wendelstein

Elbradweg

In Wittenberg: Turm der Schloßkirche, Lutherdenkmal am Markt, Stadtwall, Lutherhaus und Asisi-Panorama

(v.k.)

Zum Nachschlagen:

1945:  https://www.via-regia.org/viaregiageschichte/Kleine_Geschichten/44.strehla.pdf

1547:  https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_M%C3%BChlberg

1813https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Wartenburg

Karten-Image:  © OpenStreetMap-Mitwirkende

Unterwegs in Nordsachsen: Schloß Hubertusburg

29.- 30.06.2019

Perfekt inszeniert und politisch clever: Die Traumhochzeit des Jahrhunderts

„Wenn heute Töchter oder Söhne europäischer Königshäuser vor den Altar treten, wird der Pomp groß inszeniert. Die Zeitungen und Illustrierten sind voll davon, die Einschaltquoten bei den Fernseh-Übertragungen hoch. Die digitale Welt platzt vor Bilderlust. Immer noch genießt das Publikum staunend den Glanz und die schönen Traumkulissen.

HubertusburgWas vor genau 300 Jahren in Sachsen stattfand, läßt allerdings heutige Vermählungen aussehen wie ein Erntedankfest: Als 1719 die Hochzeitsparty des 23-jährigen sächsischen Kurprinzen Friedrich August (Sohn August des Starken) mit der 20-jährigen österreichischen Erzherzogin Maria Josepha in Dresden stattfand, geriet die Elbestadt in einen wochenlangen Ausnahmezustand. Die Idee August des Starken: Eine Verbindung zwischen Sachsen und Österreich als starkes Duo im europäischen Gefüge“  (aus: „Die Traumhochzeit des Jahrhunderts“, Magazin des Freistaates Sachsen, 2019)

Der Ort, an dem dieser Ausnahmezustand in gleichem Maße zelibriert wurde, war neben der Landeshauptstadt Dresden das spätere Lieblingsschloß des sächsischen Herrscherpaares in Wermsdorf: Schloß Hubertusburg. Baubeginn für die damalige Jagdresidenz und das heute größte sächsische Rokokoschloß war 1721, Fertigstellung nach Umbauten und baulichen Erweiterungen 1752. Hubertusburg wurde damit regelmäßig im Herbst zur zweiten Residenz, in der sächsische bzw. europäische Geschichte weitergeschrieben wurde.

Hubertusburg

Hauptgebäude mit Schloßkapelle (Restaurierung im Jahre 2007)

In einer multimedialen Sonderausstellung holt die moderne Technik das Traumpaar dieser Zeit nun wieder auf ihr Lieblingsschloß in Nordsachsen zurück. Modern und spannend, lehrreich und ohne erhobenen Zeigefinger: Eine modern inszenierte große Historienschau mit Leihgaben der Sächsischen Schlösserverwaltung, des Grünen Gewölbes und in einer audiovisuellen 360-Grad-Videoinstallation! Dies allerdings in den kahlen und schmucklosen Räumen von erstmals zugängigen Schloßbereichen.

Hubertusburg

Exponate aus Sachsens Gloria

Die Crux: Die Zeit der rauschenden Feste, Bälle, Empfänge und Jagdvergnügen auf Schloß Hubertusburg war endlich und mehr als kurz. Nach Ausbruch des Siebenjährigen Krieges 1756 endete das höfische Leben hier abrupt. 1756 war des Herrscherpaar letztmalig hier. Sachsen wurde Kriegsschauplatz und August III., mittlerweile Kurfürst von Dresden und König von Polen, floh vor der Bedrohung durch den Preußenkönig nach Warschau. Doch damit nicht genug: 1761 und damit wenige Jahre nach seiner endgültigen Fertigstellung wurde das Schloß restlos geplündert. Die Demontage: Eine Vergeltung für das- auch durch sächsische Ulanenregimenter- beschädigte Schloß Charlottenburg bei Berlin.HubertusburgNur weniges blieb erhalten. Davon die katholische Schloßkapelle mit ihren originalen Gemälden und Plastiken, die von den Preußen nicht angetastet wurde. Alles andere, Möbelstücke, Porzellan, Kunstwerke, Leuchter, Gobelins, Parkett, Tapeten, Beschläge, die Turmuhr, Glocken, Kupferdächer und die Schloßbibliothek wurde durch den Kriegsgegner fortgeschleppt.

Hubertusburg1763 wurde durch Preußen, Österreich und Sachsen der „Frieden von Hubertusburg“ unterzeichnet, der den Siebenjährigen Krieg beendete. Die ab 1763 begonnene Wiederinstandsetzung blieb allerdings Stückwerk: Hubertusburg wurde über mehrere Jahrhunderte fremdgenutzt. Diese führte zu teilweise erheblichen baulichen Veränderungen, insbesondere im Inneren  des Schlosses. So zieren z.B. den großen Saal des Nordflügels noch braunorange Tapetenmuster aus den 1970er Jahren. Heizungsrohre, abgehängte Decken, geflieste Behandlungszimmer oder handgemalte „Raucherzimmer“-Schilder sind Relikte des Klinikkomplexes aus DDR-Zeiten.

Anbei Auszüge aus der Chronik des Verfalls (nach Ausstellungsunterlagen):

  • 1861: Ruine. Hubertusburg wird nach den preußischen Plünderungen zur unbewohnbaren Ruine.
  • 1813: Lazarett. Das Grauen der Völkerschlacht bei Leipzig zieht ein. Um Verwundete zu pflegen, räumt man das Schloß im Frühjahr 1813 frei. Bald liegen hier tausende sächsische und französische Soldaten. Etwa zehntausend Verwundete sterben, die Zustände sind erbärmlich.
  • 1837: Gefängnis, Hospital, Krankenhaus. In Hubertusburg ist Platz. Ein Landesgefängnis, ein Arbeitshaus für weibliche „Kriminelle“, ein Hospital für bedürftige Alte und ein Krankenhaus ziehen in das Gelände ein, dazu Anstalten für geisteskranke Frauen und Kinder. Gefängnis und Arbeitshaus schließen bis 1874. Es bleiben die Kranken, vor allem in der wachsenden Psychiatrie. Diese nennt sich seit 1880 Heil- und Pflegeanstalt.
  • 1914-1918: Hunger und Tod. Der Erste Weltkrieg tobt, in Deutschland werden die Lebensmittel knapp. Bei den „Geisteskranken“ spart man zuerst. Die Folgen sind schrecklich: Über 1.500 der 2.000 Hubertusburger Patienten sterben an Hunger und Mangel.
  • Um 1940: Auflösung der Heil- und Pflegeanstalt. Das Deutsche Reich nimmt Schloß Hubertusburg in Beschlag. Die Patienten der Psychiatrie verlagert man in andere Anstalten. Vorläufig, denn fast alle werden wenig später im Euthanasieprogramm der Nazis ermordet.
  • 1941: Luftwaffenschule. Während des Zweiten Weltkrieges richtet die Luftwaffe im Schloß eine Schule für Unteroffiziere ein. Zum Kriegsende werden Teile des Schlosses Lazarett.
  • 1945: Kommandantur. Erst die Amerikaner und dann die Sowjettruppen machen Hubertusburg zur Kommandantur. Die Schloßkapelle wird zum russischen Offizierskasino.
  • 1945: Krankenhaus. Verschiedene Kliniken werden in Schloß und Schloßanlage angesiedelt- einer der größten Krankenhausbetriebe der Region Leipzig entsteht. Das Krankenhaus zieht nach 1990 aus dem Hauptschloß aus und ist hier doch bis heute gegenwärtig.
Hubertusburg

Teil des heutigen Zustandes im Nordflügel

  • 1999: Die Sanierung beginnt. Am Dach des Hauptschlosses beginnt 1999 die Sanierung der Gesamtanlage. Bis 2019 investiert der Freistaat Sachsen weit über 90 Millionen € in die historisch bedeutsame Schloßanlage.
  • 2000: Suche nach dem Bernsteinzimmer. Befindet sich das verschollene Bernsteinzimmer in Schloß Hubertusburg? Im Jahr 2000 bohrt man nach verborgenen Kellern- vorerst vergeblich, aber weitere Untersuchungen stehen noch aus.

Nach erheblichen Investitionen in der Neuzeit durch den Freistaat Sachsen erstrahlt das Äußere des Schlosses wieder in seiner alten Schönheit und Pracht (s.o.). Im Inneren des „Sächsischen Versailles“ schlummert anno 2019 allerdings eine zukünftige Riesenbaustelle. Dabei ist der Startschuß ist gefallen. Mit dem Sanierungsbeginn von einzelnen Sälen und Zimmern ist- neben zeitbegrenzten Events, Konzerten und Ausstellungen- ein Nutzungskonzept von zentraler Bedeutung. Für eine dauerhafte Belebung der Riesenanlage mit ihren 12.000 leerstehenden Quadratmetern existieren dazu bereits Zukunftspläne im Finanzministerium des Freistaates, die es umzusetzen gilt…

Hubertusburg

Teil der Schloßanlage im Panorama

(v.k.)