Archiv der Kategorie: Muse: Theater und Musik

Eröffnung der Theaterspielzeit 2019/2020

7.9.-8.9.2019

Theater

 

An diesem Wochenende ist beides möglich: Die offizielle Spielzeiteröffnung und der Blick hinter die Kulissen des Mittelsächsischen Theaters. Eingeladen haben der Intendant, seine Mitarbeiter und ein großes Ensemble, um das Repertoire von Musiktheater, Schauspiel und Konzertmusik der kommenden Saison vorzustellen. Sowohl die musikalischen Kostproben zu den Neuinszenierungen (von Fidelio bis zur Csardasfürstin), zu Schauspiel-Vorstellungen für Jung und Alt sowie interessanten Leseproben aus Heines Wintermärchen machen Appetit auf die kommende Spielzeit am Buttermarkt!

TheaterTheater

Wem das nicht genügt (hat), ist am Sonntag zur öffentlichen Theaterführung im Rahmen des Offenen Denkmalstages eingeladen. Eingangs: Zu den Spielstätten des Mittelsächsischen Theaters  gehören die Bühnen in Freiberg und Döbeln, sowie die Seebühne Kriebstein. Die komplette Theaterproduktion und -Vorbereitung für alle o.g. Bühnen wird jedoch ausschließlich in Freiberg abgewickelt! Ein Grund mehr für die Teilnahme an dieser Führung, denn Große Bühne und Technikraum, Theaterfundus, Malsaal, Maskenbildnerei, Schneiderei, Dekoration und Werkstätten sind an diesem Tag hautnah erlebbar.

Theater

Im Mittelsächsischen Theater Freiberg

Theater

Alles in einem Gebäude-Komplex: Technik in der BIB, Theater-Malsaal, Fundus, Maske und Orchester-Probenraum

(v.k.)

Sommernachtskonzert im Freiberger Schloßhof

Sonntag, 21.07.2019

KonzerteAuch in diesem Sommer bringt die Mittelsächsische Philharmonie das Konzert-Feeling nach draußen: Unter dem Titel „DIVA“ leitet GMD Raoul Grüneis das diesjährige Sommernachtskonzert im Freiberger Schloßhof. Ausschnitte aus Filmmusik, Evergreens und Opernbühne stehen im Mittelpunkt, wobei natürlich auch eine leibhaftige Diva durch das Programm begleitet: Rea Alaburic ist seit dieser Spielzeit Ensemblemitglied am Mittelsächsischen Theater und stellt sich mit diesem Gala-Konzert vor.

(v.k.)

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5. Sinfoniekonzert

14.03.2019

Koreanische Klaviersolistin trifft auf Konzerteitalienischen Dirigenten: Unter der Leitung von Lorenzo Coladonato debutiert die 25-jährige Suryeon Noh aus Südkorea im heutigen Klavierkonzert. Nach Solo-Auftritten in Korea, Japan und China absolviert sie seit 2016 ein Musikstudium in Deutschland… Hier das komplette Programm unter Mitwirkung der Mittelsächsischen Philharmonie in der Freiberger Nikolaikirche:

  • Joseph Joachim Raff: Orchestervorspiel zu Shakespeares „Der Sturm“, WoO 49
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-Moll, op.25
  • Robert Schumann: Sinfonie Nr.2 C-Dur, op.61

(v.k.)

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Weihnachtliches Orgelkonzert im Kerzenschein

Samstag, 15.Dezember 2018

Sind die Lichter angezündet….

Das weihnachtliche Orgelkonzert im Dom St. Marien läutet traditionsgemäß die letzten beiden Wochen des alten Jahres ein. Im Schein unzähliger Kerzen funkeln schon vor Beginn des Konzertes beide Silbermannorgeln des Domes. Sie brauchen sich nicht zu verstecken, denn beide Instrumente zählen heute zu den bedeutendsten Barockorgeln weltweit: Die „Große“ und Stimmgewaltige ist die älteste erhaltene Orgel Gottfried Silbermanns. Sie wurde 1714 fertiggestellt und ist bis heute weitgehend unverändert. Die „Kleine“ war ursprünglich für die Freiberger Johanniskirche gebaut und wurde fünf Jahre später fertig.

Freiberg

Die Kleine Silbermann-Orgel auf der Nordseite des Lettners

Freiberg

Die Große Silbermann-Orgel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Konzert-Programm des Dom-Organisten Albrecht Koch stehen Werke von Georg Friedrich Händel, Dietrich Buxtehude, Nicolaus Bruhns und Johann Sebastian Bach. Ein festlicher und besinnlicher Abend mit dem Klang der Freiberger „Silberpfeifen“…

(v.k.)

images: commons.wikimedia.org

Freibergs „Maria Stuart“

15. November 2018

Die Oper „Maria Stuart“ von Gaetano Donizetti steht ab Oktober dieses Jahres auf dem Spielplan des Mittelsächsischen Theaters. Große Oper um eine große Geschichte.

Der Stoff ist britannisch-europäisch und liegt mehr als 400 Jahre zurück. Dabei ist der mächtige Konflikt zweier Königinnen am Ausgang des 16.Jahrhunderts an Dramatik, politischem Ränkespiel und bedingungslosem Machtanspruch kaum zu überbieten. Denn es geht um alles. Es geht um die Krone des Königreichs England und um den einzig wahren Glauben. Über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren entwickeln sich Zwist und Intrigen, Argwohn, Feindschaft und Haß zwischen zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Zwischen Maria, der strenggläubigen katholischen Königin Schottlands und ihrer protestantischen Gegenspielerin Elisabeth I. von England. Spontan und emotional die eine, zu Komplotten und Verschwörungen Zeit ihres Lebens nicht abgeneigt. Nach zwei verhängnisvollen Ehen behauptet sich Maria Stuart in dem zwischen Protestanten und Katholiken zerrissenen Land, bis sie Zuflucht in England sucht. Daneben abwägend und klug sowie politisch agierend die andere, die „jungfräuliche“ Elisabeth. Vom Bastard zur Königin erhoben, trotzt sie der spanischen Armada und den Forderungen des Papstes und formt ihr Land zur führenden Macht Europas.

„Maria Stuart“ läßt uns teilnehmen am Aufeinandertreffen zweier dominanter Königinnen, beide gleich an Willenskraft und Herrschaftsanspruch. Am Schluß hat Maria Stuart weniger Angst zu sterben, als Elisabeth, das Todesurteil ihrer Feindin zu unterzeichnen.

Elisabeth

Elisabeth I. Tudor, 1533-1603, Königin von England

An Mary, Königin der Schotten- Oktober 1586:

„Auf mannigfache Art und Weise habt Ihr mir nach dem Leben getrachtet und versucht, durch Blutvergießen mein Königreich zu vernichten. Nie bin ich so grausam gegen Euch vorgegangen, sondern habe Euch immer geschützt und Euch geholfen wie mir selbst. Euer Verrat wird Euch nachgewiesen und aller Welt offenbar werden. Es ist mein Wille, daß Ihr den Edlen und Pairs des Königreiches antwortet, als wäre ich selbst zugegen. So verlange, will und befehle ich, daß Ihr antwortet, denn ich kenne Eure Anmaßung nur zu gut. Seid offen und ohne Hinterhalt, so werdet Ihr um so eher Gnade von mir erlangen.“

Elisabeth

Maria Stuart

Maria Stuart, 1542-1587, Königin von Schottland

An Elisabeth– 19.Dezember 1586 :

„Ich habe von jenen, in deren Hände Ihr mich gegeben habt, die Ermächtigung nicht erlangen können, Euch selbst darzulegen, was ich auf dem Herzen habe. Sowohl um mich von dem Vorwurf zu entlasten, irgend bösen Willens oder des Gelüsts, Grausames oder Feindseliges gegen mir Blutsverwandte zu planen. Wie auch um Euch liebevoll übermitteln zu können, was mir zu Euerm eigenen Schutz und Heil dienlich schien. Zeihet mich nicht der Überheblichkeit, wenn ich beim Verlassen dieser Welt Euch daran erinnere, daß ein Tag kommt, da von Euch Rechenschaft gefordert wird.

Maria, Königin

 

Fazit: Ein besonderer Theaterabend in der der Theater-Spielstätte Nikolaikirche. Emotional und tragisch bis zur Katastrophe. Dabei stimmgewaltig und unbedingt ansehenswert- nicht zuletzt auch wegen der aufwendigen und stilvollen Kostüme.


PS: Maria Stuart wird 1586 im Zusammanhang mit nachgewiesenen Verschwörungen gegen die englische Königin vor Gericht gestellt, verurteilt und im Februar 1587 im Schloß Fotheringhay enthauptet. Beide Monarchinnen waren miteinander verwandt. Als Königinnen im Leben verfeindet, sind sie in ihrem Tode wiedervereint und ruhen heute in der Westminster Abbey. In prächtigen Steinsarkophagen und nicht mehr als zehn Meter voneinander entfernt.

(v.k.)

images: zh.wikipedia.org und de.wikipedia.org

Freibergs „Cosi van tutte“

3. Juni, 2018:

Heut läuft die letzte Aufführung von Mozarts „Cosi van tutte“ im Mittelsächsischen Theater Freiberg. Die komische Oper um Tugend und Vernunft und geplante Grenzüberschreitungen zwischen Mann und Frau ist auch heute noch, mehr als 200 Jahre nach seiner Uraufführung im Wiener Burgtheater, unbedingt ansehenswert. Und herzerfrischend. Und komisch. Und anregend. Oder etwa nicht:

Cosi fan Tutte

„Was Männern Spaß bedeutet, ist den Frauen von Anfang an ernst. Und wenn es dann den Frauen Spaß macht, wird es für die Männer ernst“. (vk)

image: flickr.com

 

Abschlußkonzert am Buttermarkt

Freitag, 16. Februar 2018

Mit einem großen Abschlußkonzert in der Freiberger Nikolaikirche wurde das 43. Sächsische Chorleiterseminar beendet. Das Abschlußkonzert war publikumsoffen, sodaß auch wir mit vielen anderen Freibergern daran teilnehmen konnten.

KonzerteMit fünf Chören und in einem eigenen Auftritt zeigten die Seminarteilnehmer aus ganz Deutschland ihr erworbenes Können. Mitwirkende waren neben dem Kinderchor und dem Chor des Stollberger Gymnasiums auch Mitglieder der Freiberger Chöre, des Kirchenchorwerks Sachsen sowie der a-capella-Kammerchor Freiberg. In mehrtägigen Grund-, Aufbau- oder Leistungskursen wurde speziell für diesen Abend ein hörenswertes Musikprogramm erarbeitet. Es umfaßte geistliche und weltliche Chorwerke aus dem 16.Jhd. bis hin zur Gegenwart mit Liedern von H. Schütz bis L. Cohen.

Dabei in der Gunst des Publikums ganz oben der disziplinierte und mit großer Begeisterung agierende Projekt-Kinderchor! Ein musikalischer Abend, der Lust auf nächste Abschlußkonzert in 2019 macht… (vk)

Weihnachtskonzert 2017

Sonntag, 10.Dezember 2017

Viele Chöre, weihnachtliche Musik und ein großes musikalisches Werk standen im Mittelpunkt des diesjährigen Weihnachtskonzertes in der Freiberger Nikolaikirche.

KonzerteIm festlichen Rahmen feierten zwei Freiberger Chöre (Stadtchor und Freiberger Bergsänger)  gemeinsam mit dem Collegium Musicum der Bergakademie Freiberg und vielen Konzertbesuchern den zweiten Advent. Der musikalische Höhepunkt war zweifellos die Darbietung der Friedensmesse „The Armed Man: A Mass for Peace“  des walisischen Komponisten Karl Jenkins. Sie wurde erstmals im April 2000 aufgeführt und ist den Opfern des Kosovo-Krieges gewidmet.

So entstanden an diesem Abend und im Verlauf der Messe aus dem französischen Soldatenlied „L`homme arme“ eindrucksvolle Klangbilder über Leid, Verzweiflung und Schrecken des Krieges. Sie münden ein in einen sehnsuchtsvollen Ruf nach Hoffnung und Frieden.

Eine bewegende, hochemotionale Musik und eine gekonnte Darbietung unter der musikalischen Gesamteitung von Peter Rülke, für die sich die Freiberger mit herzlichem Applaus bedankten. (vk)

Adventsmusik im Leipziger Gewandhaus

Samstag, 10.Dezember 2016

Eine Idee kleiner und vielleicht auch besinnlicher als die üblichen großen Musikevents fiel die adventliche Musikstunde am 3. Adventssamstag im Leipziger Gewandhaus aus. Sie war verknüpft mit einem persönlichen Jubiläum für den Hauptakteur dieses Abends: Unter dem Motto „Deutsche Weihnachtsmusik für Orgel im Wandel der Jahrhunderte“ spielte der seit 1986 als Gewandhausorganist berufene Michael Schönheit Werke von Jan Pieterszoon Sweelinck, Dietrich Buxtehude, Max Reger, Joseph Rheinberger und anderen.

Gewandhaus

Schuke-Orgel des Leipziger Gewandhauses

In Ausübung seines Amtes dürfte er damit mehr als dreißig Jahre mit dem orakelhaften Leitspruch „RES SEVERA VERUM GAUDIUM“ verbunden sein, der über dem Spieltisch der monumentalen Schuke-Orgel des Gewandhauses prangt („Ein wahres Vergnügen ist eine ernste Sache“). Ein Adventsvergnügen war es auf jeden Fall, da die Zuhörer die offensichtliche Freude des Organisten am Experimentieren mit Registern und Zimbelstern teilten und honorierten.

Neben der Orgelmusik in Leipzig ist Michael Schönheit auch weltweit als Gastorganist gefragt. Er ist darüberhinaus Preisträger des internationalen Johann Sebastian Bach-Wettbewerbs und Jurymitglied internationaler Wettbewerbe. (vk)

Weihnachtskonzert im Freiberger Dom

Samstag, 03.Dezember 2016

„Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzet würde, und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt“…“

Wenn die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums zur Aufführung stehen, sind es in der Regel noch drei Wochen bis Heiligabend. Unter der Leitung von Domkantor Albrecht Koch, den Dresdner Kapellsolisten und dem Freiberger Domchor hatten in diesem Jahr zwei gebürtige Solisten aus Dresden (Heidi Maria Taubert/Sopran und Florian Rost/Bariton), sowie aus Brasilien (Melissa Sofner/Alt) und aus Würzburg (Martin Platz/Tenor) ihren großen Auftritt.

Konzerte

Das besinnliche Konzert schuf wie erwartet ein würdevolles musikalisches Stimmungsbild rund um die ewig junge und jahrtausendalte Weihnachtsgeschichte: Gesanglich verkündet und auf ein neues prophezeit im Kerzenschein des Freiberg Doms am 3.Dezember 2016…

Konzerte

(vk)