Archiv der Kategorie: Bergstadt Freiberg

Große Bergparade vor dem 2. Advent

07.12.2019

Bergmännische Aufwartung in festlichem Ambiente…

Ein Magnet für Tausende Schaulustige ist sie unbestritten, die traditionelle Bergparade in Freiberg. Neben den Aufmärschen in Chemnitz und Schneeberg schlägt sie den Bogen zur wohl größten Bergparade im erzgebirgischen Annaberg am kommenden 4. Advent. Dabei ist die alljährliche Parade sowohl der Höhepunkt der Adventszeit in der Silberstadt als auch ein Andenken an Jahrhunderte alte Bergbautraditionen in dieser Region.

…auf dem Freiberger Schloßplatz

Hier und heute im Fackelschein aufmarschiert sind die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft, mehrere Bergmusikkorps sowie die ganz in ihren schwarzen Habits vertretenen Bergleute aus Walbrzych/Tschechien. Denn: Auch im Bewahren des bergmännischen Kulturgutes über die Grenzen hinweg ist Freiberg seit diesem Jahr Welterberegion…

Umsäumte Straßen: Bergleute und Reiterstaffel auf ihrem traditionellen Weg zum festlich erleuchteten Schloß Freudenstein

Nach Begrüßung der durch den OB, bergmännischer Aufwartung auf dem Schloßplatz und Marsch durch die Innenstadt sammeln sich die Bergbrüderschaften auf dem Weihnachtsmarkt zu abschließender Bergpredigt und Mettenschicht in der Freiberger Petrikirche. Ihr Weg in diesen Abendstunden ist gesäumt durch die Freiberger und unzählige Gäste, die die Bergleute zu ihrer letzten Schicht des Jahres begleiten.

Der Freiberger Weihnachtsmarkt ist immer eines der Etappenziele auf dem Weg zum abschließenden Berggottesdienst

Ein beeindruckendes Bild – und doch voller Emotionen. Uns allen friedliche Adventstage und „Glück auf“ an die Silberstadt Freiberg und die Welterberegion Erzgebirge!

(v.k.)

Freibergs Silber und Sachsens Glanz

Sonntag, 24. Februar 2019

FreibergBereits Ende des vergangenen Jahres eröffnet, geht die Verweilzeit dieser Sonderausstellung  im Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum ihrem Ende entgegen. Das Thema: Das Kunsthandwerk im Kontext der reichen Silbererzvorkommen in Freiberg und Sachsen. Diese haben nicht nur die „Stad am freyen Berge“ zur politisch und ökonomisch wichtigsten Bergstadt Sachsens gemacht. Aus dem gewinnträchtigen Abbau von Silber konnten insbesondere die Landesherren jener Zeit ihren perönlichen Nutzen ziehen. Es geht natürlich um das Silber und das damit verbundene „Berggeschrey“. Und es geht insbesondere um einmalige Kunstschätze und um Kostbarkeiten aus dieser Zeit…

 

Freiberg

Im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg: Alles kommt vom Silber her…

Der erste Eindruck im musealen Ausstellungsraum der obersten Etage: Prunk und funkelnder Glanz. Ausgestellt werden wertvolle Exponate aus dem Tafelsilber August des Starken, die ihren eigentlichen Sitz im Grünen Gewölbe und der Rüstkammer Dresdens haben. Auf einer langen Tafel geschickt dekoriert: Doppelt vergoldete Silberstücke aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Sie springen genau so in das Auge wie die kunstvoll verzierten Willkommenspokale, wie die silbernen Kesselpauken, die vergoldeten Musikinstrumente und andere Kostbarkeiten.

Freiberg

Tafelschmuck und Ziergegenstände vom Feinsten…

FreibergVergangenheit spüren, Geheimnisse erkunden, Schätze entdecken:

Der Silberreichtum des Freiberger Bergbaus war über lange Zeit sichere Quelle für den Wohlstand der Stadt und auch den der sächsischen Markgrafen und Kurfürsten. Der mehr als 800 Jahre währende Erzbergbau hat die Region in vielerlei Hinsicht geprägt. Beim Bergbau auf Erzgängen wurden Minerale und Silber zu Beginn des 12. Jahrhundert übertage, später in den Stehenden Gängen (N-S-Richtung) und den Spatgängen (O-W-Richtung) unter Tage abgebaut. Dabei betrug die Mächtigkeit der Erzgänge in der Teufe meist 10….50cm, nachgewiesen sind auch Gänge bis zu 6m. Das „uf dem gebirge“ ausgeschmolzene Silber wurde der Münze des Landesherrn zugeführt. Silbermünzen und -Barren wurden begehrte Exportartikel…

„Von 1168 bis 1900 wurden bei Freiberg über 5000t Silber gefördert, davon der größere Teil im 19. Jahrhundert. Nach der Tiefe zu sind Gänge bisher bis etwa 750 m bergmännisch aufgeschlossen worden. Um 1850 arbeiteten im Freiberger Revier über 9000 Mann im Montanwesen, davon etwa 7500 Bergleute und 1500 Hüttenleute.“ (aus: O. Wagenbreth, E. Wächtler: „Der Freiberger Bergbau“, 1988)

Freiberg

Die Knappschaftsinsignien Schlägel, Eisen und Erztrog. Rechts eine Stufe gediegen Silber, darunter höfische Silberprodukte des 17. Jahrhunderts, hier die kurfürstlichen Pauken und Trompeten

(v.k.)

September 2017: Tag des offenen Denkmals

 

Freiberg

Dom zu Freiberg: Die goldene Pforte

Unter dem Motto „Macht und Pracht“ waren auch in diesem Jahr die Türen zu den unterschiedlichsten Kulturdenkmalen in Deutschland und Freiberg weit geöffnet. Auch zu Denkmalen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind…

image: de.wikipedio.org

Freiberg feiert 2017 sein Bergstadtfest

24./25.06.2017

Als Highlight des Jahres oder als Mittelsachsens größtes Volksfest ist es deklariert- das alljährliche Bergstadtfest Ende Juni. 2017 wird es- der Gefährdungslage Rechnung tragend- in ein neues Sicherheitskonzept eingebunden.

Die Einladung zum 32. Freiberger Bergstadtfest ist inzwischen an jeden ergangen. Angesagt sind Geselligkeit und Tanz sowie musikalische, kulinarische und andere Vergnügungen. Mit dem traditionellen Aufzug der historischen Bergparade wird dann ein Lied mit Sicherheit wieder angestimmt werden, das Steigerlied.

Mit oder ohne Hymne des Erzgebirges: Der Besucherrekord lag 2016 übrigens bei ca. 100.000 Besuchern…

Bergstadtfest

Bergbaugeschichte und Farbenpracht

Glück auf, freuen wir uns auf dieses Fest!

(vk)

Silberrausch und Berggeschrey

Sonntag, 02.Oktober 2016

Die Sonderausstellung „Silberrausch und Berggeschrey“ ist als Wanderausstellung Bestandteil eines Projekt der ArcheoMontan. Sie war/ist vom 16.07.-31.10. 2016 im Klosterpark Altzella zu sehen, angereichert durch zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge.

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Image: archeologie.sachsen.de

Auch filmisch sehr gut aufgearbeitet sind Such- und Abaumethoden über die Jahrhunderte bis hin zum modernen Airborne Laserscan:

Zu sehen sind einzigartige Funde aus dem frühmittelalterlichen Bergbau vor 800 Jahren, die mit der Hochwasserkatastrophe 2002 in Dippoldiswalde ans Licht kamen: Bergbauliche Holzwerkzeige, Hilfsmittel und Grubengerät aus alten Schächten sowie mittelalterliche Münzen (Brakteaten). Die außergewöhnlich gut erhaltenen und sanierten Funde sind bis in das 12. und 13. Jahrhundert datiert. Da die ersten Silbererzfunde in Freiberg in 1168 nachgewiesen sind, wurde möglicherweise in diesem Gebiet noch eher nach Silber gegraben als in der „Stadt am freyen Berge“… (vk)