2 Gedanken zu „Buchtip: „Tyll“

  1. Wilfried Kirmse

    Hi Volker,

    bin grad so bei Dir beim stöbern.
    Der Kehlmann mt seinem „Tyll“ hat mch nicht so ganz begeistert und überzeugt.
    Wilfried

    Antworten
    1. admin01 Beitragsautor

      Hallo, Winni,
      …zugegeben, vielleicht nicht so fesselnd wie etwa „Die Vermessung der Welt“, in dem Fixpunkte und wesentliche Details authentisch und nachprüfbar sind (für Film und Theater also mehr als geeignet). Beim „Tyll“ dagegen gibt es wenig davon, Kehlmann jongliert sichtlich amüsiert mit Zahlen und Namen, das reale Geschehen setzt er ganz einfach als bekannt voraus. Die Transformationen überläßt er augenzwinkernd dem Leser, wenn sie schief gehen, kommt man wirklich in`s Schleudern. O.k. das Verfremden muß einem nicht unbedingt gefallen, aber was mir gefällt: Seine Bildersprache (köstlich: Fabulierkunst und Erzählweise beim Aufeinandertreffen von Gustav Adolph und dem Winterkönig auf einem Schlachtfeld des 30-jährigen Krieges!). Schwerer Stoff in unorthodoxer Erzählweise! Und: Bei Kehlmanns Seiltricks, sprich: seiner akrobatischen Zeitreise, mußte ich mehr als einmal schmunzeln. Insbesondere dann, wenn ich gemerkt habe, mit welcher Leichtigkeit er uns an der Nase herumführt…
      Warten wir auf einen neuen Kehlmann. Bis dahin -liebe Grüße aus Freiberg an die Heilandsweide!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.