Hervorgehobener Beitrag

Zu den Blogbeiträgen:


Nachfolgend die erstellten Beiträge in chronologischer Reihenfolge. Ob interessante Ziele und Ausstellungen, Bücher und Artikel, ein gutes Konzert, gemeinsame Erlebnisse oder kluge Ideen: die Beiträge zielen allesamt auf Dinge, die mich umtreiben und beschäftigen.

Anmerkung: In den Beiträgen erscheinen unter der Rubrik Buch-Lesetips sehr persönliche Favoriten aus Lyrik und Belletristik. Die Tips sind mit Quellen aus dem web verlinkt. Sie öffnen sich mit einem Klick auf die bibliographische Angabe, nicht auf den Verweis „LINK“. Warum dies so herum ist, muß man die Designer von WordPress fragen…

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Israel und die Arroganz der Macht

13.05.2019

Mehr als 50 Jahre israelische Besatzung in Palästina und keine Ende.

Über „Youtube“ nacherlebbar ist eine ARD-Gesprächsrunde auf dem Ölberg mit Sicht auf die Altstadt Jerusalems. Eine Gesprächsrunde aus aktuellem Anlaß, die nachdenklich und betroffen macht. Es geht um die Situation im Staat Israel und in den von ihm besetzten Gebieten- 50 Jahre nach dem Sechstagekrieg 1967. Neben Gesprächspartnern auf der arabisch/pälästinensischen Seite sind mit dabei: Avi Primor, ehemaliger Botschafter in Deutschland. Ein kluger Diplomat und Makler seines Landes- auch in der Vergangenheit. Ehrlich und mit einer offenen und kritischen Einschätzung über heutiges israelisches Denken und Verhalten. In der Diskussion werden durch ihn die (unterschwellig immer vermuteten) radikalen Denkmuster der aktuellen israelischen Administration unter Benjamin Netanjahu zu Palästinenser-Konflikt und Siedlungsbau thematisiert.
Die an seiner Seite agierende politischen Beraterin Melody Sucharewicz entpuppt sich allerdings als Totalausfall. Ihre Gesprächsbeiträge bestehen in meiner Wahrnehmung aus überwiegend zionistischer Propaganda und naiven Plattitüden, gepaart mit Arroganz und Repektlosigkeit ihren Mitstreitern gegenüber. Kaum steigerungsfähig z.B. ihre Aussage über Israel als rechtschaffenden Friedensengel, der bemüht ist, jüdische Siedlungen wieder an die Eigentümer zurückzugeben (!) Wie naiv schätzt die selbstverliebte Dame die Zuschauer dieser Sendung eigentlich ein? Zu einem seriösen objektiven Gedankenaustausch um Lösungsbemühungen wäre die ARD gut beraten, solchen (nicht unbekannten) Gesprächspartnern generell die Bühne für ihr pseudo-intelligentes Geschwätz zu entziehen. Denn: Daß Frau Sucharewicz als „Botschafterin Israels“ keine Unbekannte ist, belegt z.B. der Eklat 2009 in der NDR-Talkshow „3 nach 9, der auch zu einem offenen Protestbrief an die damalige Redaktionsverantwortliche geführt hat.
Es war auffällig, daß neben den Überlegungen und Argumenten des arabischen Stadtentwicklers Omar Youssef und der Palästina-Expertin Helga Baumgarten auch Avi Primor um Objektivität und Fakten bemüht waren. Deren gemeinsamer Konsens: Die verbale Betroffenheit über israelische Kommando-Operationen oder Attentate militanter Palästinenser allein reicht nicht aus!

Reality Check 2018: Checkpoint vor Bethlehem im Westjordanland/Zone A

Krieg, Vertreibung und ein mörderischer Bürgerkrieg begleiten die Staatsgründung Israels bis zum heutigen Tag und sind zugleich ihr größter Geburtsfehler. Darüberhinaus sind sie der Nährboden für eine ungebremste Gewaltspirale in der Region. Der ungebremste Siedlungsbau im Westjordanland ist ungeachtet der Roadmap-Vereinbarung von 2002/2003 (UN, EU, USA, Rußland) nicht (!) eingefroren worden. Israelische Sperranlagen in der Westbank und Bethlehem sind gemäß Entscheid des internationalen Gerichtshofes von Den Haag aus dem Jahr 2004 illegal; sie zerschneiden Verkehrswege und führen zu Landraub und vorübergehender Enteignung seiner Anwohner. Auch die Annexion Ostjerusalems ist gemäß UN-Resulution 478 des Sicherheitsrates völkerrechtswidrig.
Die andere Seite: Unruhen, Proteste und nach 1987 und 2000 mögliche Anzeichen für eine dritte Intifada. Mit der Handschrift militanter palästinensischer Aktivisten perfide Raketenangriffe und Brandsätze aus Gaza auf israelisches Territorium und seine Zivilbevölkerung. Leider verhallt die Verurteilung von palästinensischem Terror im Nirvana, wenn er durch die seit 2007 in Gaza herrschende islamistische HAMAS-Regierung  akzeptiert oder -was schlimmer ist- selbst initiiert wird. Die Ablehnung von essentiellen Verhandlungsangeboten durch die Führung der PLO (Camp David 2000, Taba 2001 usw.) sowie das dreifache „Nein“ der arabischen Welt zu Verhandlungen mit Israel nähren generelle Zweifel am Verhandlungswillen der Palästinensischen Führung.
Das Fazit dieser Sendung? Schwierig wie das Thema selbst. Leider wurde das Bemühen um Verstehen der Gegenseite durch unsachliche Vorwürfe (s.o.) wiederholt in Frage gestellt. Dabei geht es nicht um DSDS, Dschungelcamp oder anderen täglich auf uns einstürmenden Schwachsinn. Ein runder Tisch mit einem Talk zu dieser Problematik muß von Informiertheit, Sachlichkeit, Differenziertheit und Kritik leben. Und von dem Willen, die andere Seite zu verstehen. Schade, daß erfahrene, kenntnisreiche und neutrale (!) Gesprächspartner wie der von mir sehr geschätzte Peter Scholl-Latour nicht mehr in solche Diskussionen eingreifen können…
Israel hätte mehr für den Frieden tun können, als es unter Krokodilstränen seiner Repräsentanten immer vorgibt. Das Land hat die Macht dazu und nutzt sie nicht. Die unheilige Allianz mit den Vereinigten Staaten von Amerika und deren Unterstützung katapultiert Israel und seine bedenkliche Politik immer wieder aus der Schußlinie. Zwar gibt es Empörungen, Proteste und Verbalnoten durch die einen, andere schweigen. Der Druck auf Israel scheint aus dem Kessel. Mit dem Ergebnis, daß nach Einschätzung Avi Primors eine praktikable Zweistaatenlösung offensichtlich nicht  mehr Bestandteil der israelischen Staatsdoktrin ist. Aber vielleicht war sie das noch nie. Oder nach dem Sechstagekrieg und der Eroberung der jordanischen Westbank dann nicht mehr…
Die Lösung des Palästina-Problems eine unendliche Geschichte? Ein Warten auf den Messias, wie durch den israelischen Schriftsteller Amos Oz orakelt? Oder ein Fall für das Jüngste Gericht, wie Peter Scholl-Latour resigniert behauptet? Die de facto Anerkennung (Gesamt-) Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA bzw. das Trump-Kabinett war ein folgenschwerer Zwischenschritt. Sie kann das Einfallstor für eine weiter schleichende Annexion des Westjordanlandes durch die Besatzungsmacht Israels werden.
Hier die Diskussionsrunde in voller Länge:

(v.k.)

5. Sinfoniekonzert

14.03.2019

Koreanische Klaviersolistin trifft auf italienischen Dirigenten: Unter der Leitung von Lorenzo Coladonato debutiert die 25-jährige Suryeon Noh aus Südkorea im heutigen Klavierkonzert. Nach Solo-Auftritten in Korea, Japan und China absolviert sie seit 2016 ein Musikstudium in Deutschland… Hier das komplette Programm unter Mitwirkung der Mittelsächsischen Philharmonie in der Freiberger Nikolaikirche:

  • Joseph Joachim Raff: Orchestervorspiel zu Shakespeares „Der Sturm“, WoO 49
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-Moll, op.25
  • Robert Schumann: Sinfonie Nr.2 C-Dur, op.61

(v.k.)

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Freibergs Silber und Sachsens Glanz

Sonntag, 24. Februar 2019

Bereits Ende des vergangenen Jahres eröffnet, geht die Verweilzeit dieser Sonderausstellung  im Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum ihrem Ende entgegen. Das Thema: Das Kunsthandwerk im Kontext der reichen Silbererzvorkommen in Freiberg und Sachsen. Diese haben nicht nur die „Stad am freyen Berge“ zur politisch und ökonomisch wichtigsten Bergstadt Sachsens gemacht. Aus dem gewinnträchtigen Abbau von Silber konnten insbesondere die Landesherren jener Zeit ihren perönlichen Nutzen ziehen. Es geht natürlich um das Silber und das damit verbundene „Berggeschrey“. Und es geht insbesondere um einmalige Kunstschätze und um Kostbarkeiten aus dieser Zeit…

 

Im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg: Alles kommt vom Silber her…

Der erste Eindruck im musealen Ausstellungsraum der obersten Etage: Prunk und funkelnder Glanz. Ausgestellt werden wertvolle Exponate aus dem Tafelsilber August des Starken, die ihren eigentlichen Sitz im Grünen Gewölbe und der Rüstkammer Dresdens haben. Auf einer langen Tafel geschickt dekoriert: Doppelt vergoldete Silberstücke aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Sie springen genau so in das Auge wie die kunstvoll verzierten Willkommenspokale, wie die silbernen Kesselpauken, die vergoldeten Musikinstrumente und andere Kostbarkeiten.

Tafelschmuck und Ziergegenstände vom Feinsten…

Vergangenheit spüren, Geheimnisse erkunden, Schätze entdecken:

Der Silberreichtum des Freiberger Bergbaus war über lange Zeit sichere Quelle für den Wohlstand der Stadt und auch den der sächsischen Markgrafen und Kurfürsten. Der mehr als 800 Jahre währende Erzbergbau hat die Region in vielerlei Hinsicht geprägt. Beim Bergbau auf Erzgängen wurden Minerale und Silber zu Beginn des 12. Jahrhundert übertage, später in den Stehenden Gängen (N-S-Richtung) und den Spatgängen (O-W-Richtung) unter Tage abgebaut. Dabei betrug die Mächtigkeit der Erzgänge in der Teufe meist 10….50cm, nachgewiesen sind auch Gänge bis zu 6m. Das „uf dem gebirge“ ausgeschmolzene Silber wurde der Münze des Landesherrn zugeführt. Silbermünzen und -Barren wurden begehrte Exportartikel…

„Von 1168 bis 1900 wurden bei Freiberg über 5000t Silber gefördert, davon der größere Teil im 19. Jahrhundert. Nach der Tiefe zu sind Gänge bisher bis etwa 750 m bergmännisch aufgeschlossen worden. Um 1850 arbeiteten im Freiberger Revier über 9000 Mann im Montanwesen, davon etwa 7500 Bergleute und 1500 Hüttenleute.“ (aus: O. Wagenbreth, E. Wächtler: „Der Freiberger Bergbau“, 1988)

Die Knappschaftsinsignien Schlägel, Eisen und Erztrog. Rechts eine Stufe gediegen Silber, darunter höfische Silberprodukte des 17. Jahrhunderts, hier die kurfürstlichen Pauken und Trompeten

(v.k.)

Die Reise der gläsernen Arche: Kunst trifft Naturschutz

Freiberg, im Februar 2019

Sie glitzert in der Mittagssonne und wirkt in der offenen rechten Hand mehr als zerbrechlich: Die smaragdgrüne Glasarche 3 aus dem Bayerischen Wald. Ihre zentrale Botschaft auf der Reise durch ausgewählte Stationen in Deutschland ist ein Appell zum sorgsamen Umgang mit unserer Schöpfung sowie zu Achtung und Erhaltung von Natur und Umwelt.

Das Schiffs-Ensemble aus Glas und Holz will aufzeigen, daß die Bewahrung der Naturlandschaft allein in Menschenhand liegt. Seine leichte Neigung deutet ein sanftes Entgleiten der Arche aus der hölzernen Hand an. Ein Hinweis darauf, daß dieser Schutzauftrag nicht abstrakt ist, sondern auf jeden einzelnen Betrachter übergehen muß. Die symbolhaften Zerstörungen und Risse im Glas verweisen auf den brüchigen Zustand vieler Lebensformen, die es zu erhalten gilt.

„Die fünf Meter große gläserne Arche, getragen von einer Hand aus Eichenholz, entstand im Jahr 2016 im Rahmen des Naturschutzprojektes „Glasarche 3″, initiiert vom Landschaftspflegeverband Mittleres Elstertal e.V.  Seither befindet sie sich auf Expedition zu den schönsten Natur- und Kulturgebieten Mitteldeutschlands. Sie will den Menschen die Zerbrechlichkeit der Natur bewußt machen und sie daran erinnern, daß der Schutz besonderer Orte in ihrer Hand liegt“ (aus: Projektkonzept zur Glasarche 3)

Das gläserne Boot in der Eichenhand stammt aus dem  „Atelier Männerhaut“ im Bayerischen Zwiesel. Die Hand aus 84 Eichen-Kanthölzern hat übrigens ein Gewicht von ca. 3.5 Tonnen… Nach der Jungfernfahrt und dem Stop in Freiberg wird die Reise in 2019 über Dresden, Frankenberg, Eisenberg und Altenburg erst einmal weiter nach Jena gehen…

(v.k.)

Im böhmischen Skigebiet von Dlouha Louka

17.02.1019

Der steile Erzgebirgs-Abbruch nach Süden

Zwischen 600m….700m Höhendifferenz werden es sein. Vom Erzgebirgskamm bei Holzhau hinunter in das mittlere Böhmische Becken bei Teplice. Schaut man von hier aus zurück nach Norden, wird die steile Abbruchkante des Erzgebirges deutlich. Aber: Wie auf der Panorama-Karte unten eingezeichnet, tummeln sich hier zahlreiche tschechische Ski-Areale:

Das Langlaufgebiet bei Dlouha Louka/Langewiese (ca. 900m) und die Abfahrtsstrecke bei Kliny (ca. 800m) haben wir besucht, bevor es über den Erzgebirgskamm wieder gen Heimat zurück ging…

Dlouha Louha am alten „Riesenberger Steig“ zwischen Osek und Meißen

Industrie-Smog über dem Böhmischen Becken…

(v.k.)

Die Seele baumeln lassen…

„Waldwoge steht hinter Waldwoge, bis eine die letzte ist und den Himmel schneidet“ (Adalbert Stifter)

Es ist so wie seit Jahren, und doch kehren wir immer wieder dorthin zurück.

Dorthin, wo die hohen Bergrücken von Böhmerwald und Bayerischem Wald liegen: Der Haidel am Goldenen Steig, der sagenumwobene Dreisesselberg und der bayerische und böhmische Plöckenstein. Zurück in das größte zusammenhängende Waldgebirge Europas, wo sich die Natur auf großer Fläche nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln darf. Zurück in die Nationalparks dieser Region, wo seltene Tiere wie Luchs, Auerhahn oder Habichtskauz Rückzugsräume finden, die es sonst kaum noch in Deutschland gibt.

Eintauchen In die Romantik alter Säumerpfade zwischen Böhmen und Bayern und der fast vergessenen, weil verlassenen Dörfer im Grenzgebiet. Staunen über die Ingenieurleistungen bei Berechnung und Bau der ehemaligen Holztreidel-Kanäle und des Schwarzenberger Schwemmkanals. Erbaut nach den genialen Plänen des Forstingenieurs Josef Rosenauer wurde über diesen Kanal Holz aus dem Böhmerwald bis zur Donau und von dort bis Wien und Budapest  transportiert…

Zurückkehren in das Quellgebiet der kalten Moldau bei Haidmühle und zur Quelle der warmen Moldau bei Kvilda. Zum tschechischen Bärenpfad und natürlich zum Lipno-Stausee, unter dessen Wasserspiegel früher die Flußwindungen der Moldau das berühmte Moldauherz geformt hatten:

Heute vom Stausee verschlungen: Das sagenumwobene Moldauherz- eines der schönsten Mäander der Moldau bei Oberplan

Verweilen in der Böhmerwaldkapelle am österreichischen Sulzberg, einer viel besuchten Gedenkstätte für die verlorene Heimat vieler Böhmerwäldler nach dem 2. Weltkrieg. Und am benachbarten Moldaublick bei Schöneben mit (Turm-) Sicht auf das wellige, südböhmische Land im Norden: Mit Sicht auf die gegenüberliegenden Höhenrücken und das silberne Band des Moldau-Stausees. Auf die Ortschaften Neuhofen (Nova Pec), Schwarzbach (Cerna Posumavi) oder Friedberg (Frymburk)… Auch auf Oberplan (Horny Plana), den Geburtsort des berühmten Böhmerwalddichters Adalbert Stifter.

Endlich hinaufsteigen zum Hochkamm der Dreiecksmark, wo die Ländergrenzen von Südböhmen, Oberösterreich und Bayern zusammenstoßen. Bergan wandern, bis der Wald lichter wird, die riesigen Granitböcke des Steinernen Meeres auftauchen und endlich das heut fast baumlose Grenzplateau erreicht ist. Ob In Richtung Westen zum Dreisesselberg oder ostwärts zu den Erhebungen von Plöckenstein, Hochficht oder Bärenstein: Wohin das Auge schaut, schimmern die bläulichen Waldrücken der Sumava…

Verweilen am Stifterdenkmal, einem mehr als 15 m hohen Granitobelisken auf der „Seewand“ oberhalb des Plöckensteiner Sees. In über 1000m Höhe gelegen und in steil abfallenden Wäldern versteckt, birgt dieser dunkle Bergsee noch heute ungezählte Geheimnisse aus der Sagen und Märchenwelt dieser Region sowie aus den romantischen Erzählungen aus Stifters Feder…

Der Plöckensteiner See mit Seewand…

…und Stifter-Denkmal

 

 

 

 

 

 

 

Endlich wieder hinabsteigen zu den bayerischen Lackenhäusern in Grenznähe zum österreichischen Schwarzenberg. Hin zum Rosenberger Gut, in dem viele von Adalbert Stifters Erzählungen entstanden sind, welche die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft beschreiben („Der Hochwald“, „Aus dem bayerischen Wald“, „Der Waldbrunnen“).

Goldener Steig, Dreisesselberg, Steinernes Meer, Plöckenstein, Hochficht und Schöneben -alles  Zauberworte einer Welt, deren Schönheit und Mystik man sich einfach nicht entziehen kann. Für uns willkommener Rückzugsort und ein Gesundbrunnen, aus dem wir jedes Jahr Besinnung und neue Kraft schöpfen. Gerade im Winter. Denn: Außerhalb der Nationalparks sind über 300km markierte Wanderwege, rund 200km Radwege und im Winter 80km gespurte Loipen, einschließlich der Bayerwaldloipe ausgewiesen. Hinzu kommen die über 1000m hochgelegenen und schneesicheren  Abfahrtspisten im Bayerischen Mitterfirmiansreuth und am österreichischen Hochficht… Unbeschreiblich, den Schneezauber dieser Jahreszeit zu erleben. Oder das Kläffen und Zerren der Huskys in ihren Geschirren bei internationalen Schlittenhunderennen in den Wäldern von Haidmühle zu beobachten. Oder der kalten Moldau bei frostigen Temperaturen auf ihrem länderübergreifenden Weg in die dunklen Täler des Sumava zu folgen…

Schnee und Eis am Dreisesselberg

Für mich gehört dieses Gebiet in der heutigen Grenzregion zu Tschechien zu den schönsten, die ich kenne. Vor mehr als 25 Jahren noch durch den Eisernen Vorhang getrennt, war es lange Zeit nur im östlichen Teil des Böhmerwaldes für uns mehr erahnbar als wirklich erlebbar. Und auch dies mit Hindernissen und Einschränkungen, die glücklicherweise nun Vergangenheit sind.

Alle Jahreszeiten im Böhmerwald/Bayerischen Wald sind einzigartig, wie der nachfolgende Imagefilm zeigt. Ein Grund, dieser Landschaft und seinen beiden Nationalparks so oft als möglich unseren Respekt und unsere Reverenz zu erweisen.

images:  commons.wikimedia.org und de.wikipedia.org

(v.k.)